Aus was wird Grappa gemacht

Eben, aus frischen Trauben oder einem Nebenprodukt der Weinherstellung. Diese Frage stellten wir uns neulich.
Alex

Eben, aus frischen Trauben oder einem Nebenprodukt der
Weinherstellung. Diese Frage stellten wir uns neulich.
Alex

so weit ich weiss aus beidem. wenn die pressung für den wein fertig ist, dann wird der rest noch mal gepresst (also die trauben und die stiele etc) und dann distilliert, das ist dann der grappa (oder marc in frankreich).

und bei grappa gibt es gewaltige qualitätsunterschiede, es gibt klaren (weissen), gelben, grünen, ehrer hart oder eher fast likörartig, für jeden was.

am besten du fragst im italiensichen restaurant und probierst dich durch.

nach einem prima esssen, zusammen mit einem göttlichen "ristretto " (= espresso mit der hälfte wasser) ist grappa was wunderbares…

fred

aus trester, dem matsch der nach dem wein zertreten über bleibt…

Ich lasse nur soviel Trester anliefern, wie ich täglich brennen kann. Jede Destillation muss man von neuem mitleben, man muss seinen Brennappart spüren, am Kupfer die Temperatur erfühlen, und an den Dämfpen riechen." (Gioacchino Nannoni)

Die Umwandlung des Fruchtzuckers von Weintrauben in Alkohol beginnt bereits bei der Lese. Wegen ihrem Eigengewicht platzen einzelne Weintrauben auf und durch den Kontakt mit der Hefe und den Mikroorganismen auf der Aussenschale beginnt die Gärung. Die anschliessende Kelterung (Auspressen) der Trauben beschleunigt diesen Umwandlungsprozess, an dessen Ende Wein mit einem Alkoholgehalt von etwa 15%vol steht.

Um dann aus den Traubenresten - dem Trester - hochprozentigen Alkohol oder eben die Grappa zu gewinnen, wird eine sorgfältige Destillation nötig. Wichtig ist dabei die frische der Trester. Ungleich anderen Destillaten, lebt der Grappa von seinen unverfälschten primären Fruchtaromen. Selbst ein ausgefuchster Grappaiolo muss passen, wenn ihm der Winzer vergammelte Trester liefert. Je rascher nach dem Abpressen gebrannt wird, desto besser wird die Grappa.

Die Trester werden zu Dämpfen erhitzt, die wieder abgekühlt und als Flüssigkeit aufgefangen werden. Die wahre Kunst besteht darin, den Vorlauf („testa“) und den Nachlauf („coda“) präzise vom Herz („cuore“) zu trennen. Schneidet der Grappaiolo zuviel ab, beraubt er die Grappa eines Teils ihrer Frucht und ihrer schönsten Aromen; nimmt er zuwenig weg, verderben unangenhm schmeckende Substanzen die Grappa.

Eine Grappa soll stark sein, aber sie darf nicht brennen, sie ist warm, weich und ausgesprochen fruchtig.
Aus dem wahren Internet