Hi, ich habe kurz vor Weihnachten mal einen gedanklichen Knoten und würde gerne von Euch mal hören, was ihr dazu meint:
Also: Wenn man von Personen in der Vergangenheit berichtet und eine Aussage „er war 3-facher Vater/sie war 3-fache Mutter“ o.ä. trifft, weiss eigentlich jeder, wieviel Kinder die jeweiligen Personen hatten. Dies ist meiner Meinung auch ohne Berücksichtigung, wie alt die Kinder wurden.
Wie schauts aber nun aus, wenn man zeitlebens den Vater oder die Mutter trifft?
Folgender Fall:
Frau kriegt 1. Kind --> Mann ist 1-facher Vater
Frau kriegt 2. Kind --> Mann ist 2-facher Vater
Frau kriegt 3. Kind --> Mann ist 3-facher Vater
- Kind stirbt --> Mann ist 2-facher Vater???
Ist es immer aus der Sicht der
Aktualität zu sehen, weil wenn 1 Kind stirbt, hat man es ja nicht mehr?
Spielt evtl. auch aus ethischer/moralischer Sicht eine Rolle, wie alt ein Kind geworden ist?
Wie schauts bei Adoptionen aus? Wird ein Kind dann doppelt gezählt (bei dem Erzeuger und dem Adopteur)?
Danke Euch und schonmal ein frohes Fest.
Jürgen
Hallo Jürgen,
ich kann Dir zwar hierzu keine verbindliche Antwort geben, aber ich möchte Dir ein paar Gedanken aufzeigen,die mir in diesem Zusammenhang durch den Kopf gehen.
- Wenn Du schon zwischen Erzeugern und Adoptirenden unterscheidest gilt Dein Attribut ‚x-fach‘ streng genommen nur für Mütter in einem matrilinearen System. Denn nur eins ist bei der Geburt unzweifelhaft: wer die Mutter ist!
- ich empfinde das Attribut ‚-fach‘ als so etwas wie einen ‚terminus technicus‘ und in diesem Zusammenhang als irgendwie ‚unpassend‘. Ich würde in jedem Fall eine Umschreibung wählen wie: ‚Mutter/Vater von drei Kindern‘, ‚…hat(ten) 5 Kinder von denen 1 gestorben ist‘, ‚… hat/haben zwei eigene und zwei angenommene Kinder‘.
- Man müsste außerdem noch streiten ob zwei- oder dreifach nicht nur für Zwillinge/Drillinge gelten dürfte. Dann entstünden aber mehrmalige Mütter/Väter, was es ja wohl etwas sonderbar wäre!
Daher bevorzuge ich 2).
Mit freundlichen Grüßen, als Sohn eines einfachen Vaters und einer einfachen Mutter, die jedoch beide großartig waren,
Alexander Berresheim
off topic
Hallo Alexander,
‚… hat/haben zwei eigene und
zwei angenommene Kinder‘.
Nur weil’s mich selbst betrifft: meine angenommen
Kinder sind meine eigenen.
Wenn man den Unterschied wirklich machen will,
kann man ‚biologisch‘ oder ‚leiblich‘ sagen.
Besonders unpassend waere ‚richtig‘ und ‚adoptiert‘
als Paar.
Gruesse
Elke
PS: deinen Ausfuehrungen zum Ausgangsposting kann
ich zustimmen
OK! War Lapsus meinerseits.(owT)
A.B.