Ausbaumaßnahme - wirtschaft sinnvoll?

Hallo

Fam. X hat ein Einfamilienhaus mit teilweise wohnmäßig ausgebautem Keller. Der erwachsene Sohn der Familie möchte nun das DG zu einer großen Wohnung ausbauen (neues Dach etc.)um dort zu wohnen.
Kosten sind ermittelt, Finanzierung würde vom Sohn getragen und ist billiger als eine Fremdwohnung mieten.

Jetzt folgende Überlegung: Eltern leben ja leider nicht für immer.
Bliebe 1 Elternteil über, könnte dieses auch in das UG ziehen und Sohn ins EG. Dies würde keine Kosten verursachen - wäre aber zeitlich unklar.

Neue Dacheindeckung, neue Heizung etc. stünde in den nächsten Jahren an, was beim DG-Ausbau gleich mitgemacht werden könnte.

Würde man das DG ausbauen, hätte man ja die Option, dass man - falls die Eltern nicht mehr da sind - auch das DG vermieten könnte, sich die Investion praktisch von selbst trägt und man könnte - im Fall eines Verkaufs des Hauses - einen höheren Preis erzielen.
Gleichzeitig hätte man, bis zum Tag X, statt Miete zu zahlen, bereits einen Teil der Grundschuld abgetragen.
Außerdem könnten folgende Reparaturen abgeschrieben werden, da dann ein 2-FH.

Stellt sich nun die Frage: was ist wirtschaftlich sinnvoll.
Vielleicht habt ihr ein paar Tipps? Danke schon mal.

hallo,

die überlegungen scheinen insgesamt sinnvoll.

aufgrund der angedachten wertsteigerung für den fall eines späteren verkaufs wäre imho größter wert darauf zu legen, auch baurechtlich in ordnung zu sein, d.h. nötigenfalls eine baugenehmigung einzuholen.

lg dev

Hallo

Bauvoranfrage ist schon gemacht und Genehmigung wird auch eingeholt.

Demnach sind die Überlegungen Richtung Ausbau die richtigen.

Danke.

Standardantwort bei solchen Plänen: Macht Euch klar, was „vermieten“ bedeutet:

* „Fremde“ wohnen in Eurem Haus
* diese haben sehr weit reichende Rechte und Ansprüche, die ggf. teuer werden können
* insbesondere könnt ihr sie nicht mehr loswerden, wenn ihr euch nicht gut vertragt
* manche zahlen die Miete später nur zum Teil oder gar nicht und sind nicht herauszubekommen
* aus einem 1-Fam-Haus ein *echtes* 2 Fam-Haus zu machen ist deutlich aufwändiger als für ein Familienmitglied:

    • getrennte Wohneinheiten mit echtem abgetrennten Flur
    • getrennte Stromzähler, Heizung, Wasser etc.
      * Schallisolierung
      * die Annahme, dass das eigene Haus auch anderen gefällt und deshlab gut zu vermieten ist, hat schon so manchen ruiniert

Mein Tipp: Baut und finanziert für Euch und nur für Euch. Steuerliche Vorteile durch eine familieninterne Vermietung kann man dann trotzdem gut mitnehmen.

Ist aber alles Geschmackssache.

Hallo!

* insbesondere könnt ihr sie nicht mehr loswerden, wenn ihr
euch nicht gut vertragt

Hmmm … und was ist mit 573a BGB:

„(1) Ein Mietverhältnis über eine Wohnung in einem vom Vermieter selbst bewohnten Gebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen kann der Vermieter auch kündigen, ohne dass es eines berechtigten Interesses im Sinne des § 573 bedarf. Die Kündigungsfrist verlängert sich in diesem Fall um drei Monate.“

http://dejure.org/gesetze/BGB/573a.html

Gruß,
M.

ok, den kannte ich nicht.

ich würde trotzdem weiter abraten :smile:

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Wenn man noch die öffentlichen Fördergelder in Anspruch nimmt, dann rechnet es sich.

Hallo

danke für eure Antworten.

Na, das mit dem vermieten kann ja noch dauern. Die Eltern leben ja noch und hoffentlich noch lange…

Eine Frage: welche Fördergelder könnte man denn in Anspruch nehmen?

Gruß