Ausbildung beenden oder neuer Studiumversuch

Guten Tag,

mich wuerde sehr interessieren, was eurer Meinung nach besser fuer den Beruflichen Werdegang ist.

Person A ist 24 Jahre und hat ein Studium nach 3 Jahren aufgrund schlechter Leistungen abbrechen muessen als er 23 war, hat dann gleich eine Ausbildungs zum Elektroniker begonnen, welche allerdings ueberdurchschnittlich schlecht vom Lehrgrad ist. Nun die Frage, ist es mit 24 sinnvoll noch ein Studium anzufangen (z.B. Maschinenbau Bachelor) und dies mit 27-28 abzuschliessen oder bis 26/27 zu warten, bis die Ausbildung abgeschlossen ist?

Was wuerdet ihr empfehlen?

Hallo Humey,

verstehe ich das recht, dass der Herr A ein Studium nach 6 Semestern aufgehört hat (ich nehme an, dass es auch kein Vordiplom oder analoges gibt?) und nun nach einem Jahr der Ausbildung gedenkt auch selbige zu beenden?

Und nun überlegt A, auch diese Ausbildung zu schmeissen? Hmmm, also wenn ich Personaler wäre dann würde ich den Lebenslauf lesen, einmal kurz lachen und mir überlegen, ob’s mir das Rückporto wert ist. Dass man sich einmal mit ner Ausbildung irrt, okay, kein Thema. Auch dass man ein Studium recht spät schmeisst (in Zeiten von Bacchelor und Co müsste man doch nach 6 Semestern schon fast fertig sein, oder?) ist auch noch akzeptabel, wenn alles andere stimmt. Aber direkt im Anschluss eine Ausbildung schmeissen wäre für mich ein echtes ko-Kriterium.

Denn beides abbrechen würde für mich darauf schliessen lassen, dass der Kandidat kein „Durchhaltevermögen“ hat und vielleicht auch den Job, den ich zu vergeben habe, nach kurzer Zeit wieder hinschmeisst. (Achtung: das ist keinesfalls eine Wertung von Deiner Person oder so - könnte ich ja auch gar nicht, ich kenn Dich ja nicht! Aber das sind die Schlussfolgerungen die ich nur aufgrund der Lektüre des Lebenslaufs ziehen würde).

Darum: zieh die Lehre durch an der Stelle von Person A würde ich auf jeden Fall die Ausbildung beenden. Vielleicht kann er die Ausbildung ja verkürzen, dass das Elend nicht allzu lange dauert? Ausserdem wären sehr hervorragende Abschlussnoten sicherlich hilfreich um dem zukünftigen Personaler zu erklären, dass man sehr wohl in der Lage ist, zielstrebig zu arbeiten und das mit dem verpatzten Studium echt ein einmaliger Ausrutscher war.

Danach kann Person A immer noch studieren - auf die zwei Jahre Lehrzeit kommt’s nun auch nimmer an :wink:

Achja, ich nehme mal an, dass Person A für das zukünftige Studium kein Bafög mehr zu erwarten hat, so dass eventuell ein Nebenjob im (dann erlernten) Beruf des Elektronikers eine mögliche Finanzierungsmöglichkeit wäre.

*wink*

Petzi

Hallo,

Person A ist 24 Jahre und hat ein Studium nach 3 Jahren
aufgrund schlechter Leistungen abbrechen muessen

Nun die Frage, ist es mit 24 sinnvoll noch ein
Studium anzufangen (z.B. Maschinenbau Bachelor)

Was wuerdet ihr empfehlen?

Ein Studium (welches?) wegen schlechter Leistungen nach 3 Jahren abgebrochen klingt nach „irgendwas endgültig nicht geschafft“.
Und dann ein neues Studium beginnen? Werden die Leistungen dort besser sein? Möglicherweise steht die Person A in 3 Jahren wieder bei „wegen schlechter Leistungen abbrechen müssen“.

Gruß
Jöerg Zabel

Petzi hat es prima formuliert:
Erst mal die Ausbildung mit (auch wenn es noch so stinkt) bestmöglichen Noten und einem sehr guten Abgangszeugnis (vielleicht mit Verkürzung) zu Ende bringen.
Es zeigt allen, dass Du eine Sache zu Ende bringst.

Wenn Du bei irgendwas (Nach-)Hilfe brauchst, nicht lange zögern, gleich nachfragen.


Wenn danach Maschinenbau, dann lieber an der FH als der Uni.
Bei beiden gibt es viel Mathe und Theorie, aber an der Uni wird in so was richtig gebadet.
Uni dauert auch in Deinem (schon etwas vorgerückten) Alter zu lange.

Gruß JK

Guten Tag,

Wow super, die Antwort gefaellt mir sehr gut.

A hat leider kein Vordiplom o.ae.
Das Problem an der Lehre ist ja, dass A Elektroniker fuer Energie und Gebaeudetechnik lernt und den ganzen tag nur photovoltaikanlagen montiert und installiert.
Das ist einfahc nich sonderlich lehrreich.
Des weiteren ist der Chef ein Arschloch und weigert sich A eine Lehrzeitverkuerzung zu genehmigen (hoechstens 6 Monate) obwohl 18 moeglich waeren.

Meint ihr ich soll meinem Chef sagen, ich habe vor zu studieren und wenn ich keine 12 Moante verkuerzung bekommen werde ich die Ausbildung abbrechen oder muss ich dann mit einer Kuendigung rechnen?

Ich moechte einfach etwas lernen aber im moment steige ich nur auf Daechern umher und befestige dort anlagen und ziehe kabel, ich habe mir die Elektrikerausbildung doch ein wenig anders vorgestellt doch leider habe ich nicht den besten betrieb erwischt.

Lehrstellenwechsel habe ich vergebens versucht.

Gibts nicht ne moeglichkeit den Lebenslauf so zu schreiben oder umzumodellieren, dass das nicht so Negativ kommt?
Ich kann ja z.B. ein Paar Jahre mit Selbststaendiger Arbeits Erfahrungen und Einkommen erwirtschaftet haben?!

mfg

Humey