Ausbildung Psychotherapie (HPG)

Hallo zusammen,

ich interessiere mich für die Ausbildung „Psychotherapie (HPG) - mit zusätzlicher Fachrichtung Entspannungsverfahren“, die ich überlege, per Fernstudium zu machen.

Kann/darf mir hier jemand sagen, wie die Berufsaussichten sind, wie ich mich nach erfolgreicher Ausbildung und Überprüfung beim Gesundheitsamt nennen dürfte und was ich dann „darf“ bzw. nicht darf?

Ich bin für jegliche Infos, Links etc. dankbar.

Viele Grüße

anna

Moin

ich interessiere mich für die Ausbildung "Psychotherapie (HPG)

  • mit zusätzlicher Fachrichtung Entspannungsverfahren", die
    ich überlege, per Fernstudium zu machen.

Sorry, aber ich denke, dass das nichts Halbes und nichts Ganzes ist.

Kann/darf mir hier jemand sagen, wie die Berufsaussichten
sind

Wie du dir denken kannst, wollen 99% aller Menschen, die irgendeine, auch wie immer geartete, therapeutische Hilfe brauchen bzw. möchten, dieselbe nicht aus der eigenen Tasche bezahlen, zumal, wenn diese durch keinen soliden Ausbildungshintergrund gewährleistet ist.
Aber eben gerade nur die Rechnungen der solide ausgebildeten Therapeuten werden von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen und -versicherungen übernommen.
Mein Rat wäre also: Spar dir das Geld und mache entweder eine solide Ausbildung oder was anderes.
Eine solide therapeutische Ausbildung bedeutet immer: ein Medizin- oder Psychologie-Studium als Basis, dann eine weiterführende Ausbildung an einem Institut für Psychotherapie, sei es Verhaltenstherapie oder Psychoanalyse.
Gruß,
Branden

Hallo vanBranden,
ich denke mal Annas Problem ist der nahezu unmögliche(meiner Ansicht nach) NC der sowohl vom Medizin-Studium als auch vom Psychologie-Studium verlangt wird(was übrigens auch mein Problem ist).
Da ich aber unbedingt als Psychotherapeut arbeiten möchte, bleibt einem nur der Kompromiss sich über das HPG ausbilden zu lassen. Ich finde es einfach nur „dumm“, dass davon ausgegangen wird, dass nur Leute mit einem 1,5 oder höheren Abi soetwas studieren können. Besser fände ich einen wie-auch-immer gearteten psychologischen Test den man vor Beginn des Studiums absolvieren müsste um rauszufinden ob diese Person für den Beruf geeignet ist.
Aber schulische Leistungen mit psychologischem „Talent“ gleichzusetzen ist schwachsinnig.
Sorry, dass ich jetzt so weit vom Thema abgekommen bin, aber ich musste es mal loswerden :smiley:

Viele Grüße,
Scarface

Hallo,

die Zulassung ist eine Seite. Die andere ist das, was „hinten raus“ kommt. Und da würde ich persönlich mich nicht in die Hände eines Heilpraktikers begeben und darauf vertrauen, dass der entsprechend berufen ist.

Aber schulische Leistungen mit psychologischem „Talent“ gleichzusetzen ist schwachsinnig.

Und andere nur anhand einer gewissen Begabung therapieren zu wollen, zeigt eine Tendenz zur Selbstüberschätzung. Talent ist - wie bei so Vielem - nur eine Seite. Wissen besitzen und es gekonnt einsetzen können ist mindestens ebenso wichtig - wenn nicht wichtiger. Und diesbezüglich traue ich der Heilpraktikerausbildung wenig zu.

Zudem brauche ich - und hier spreche ich wieder nur für mich persönlich - in einer Therapie ein Gegenüber, das mir intellektuell gewachsen oder überlegen ist. Und das kann ich bei den Zugangsvoraussetzungen für Heilpraktiker weniger zwingend voraussetzen als bei jemandem, der studiert hat. Wenn ich nur eine verständnisvolle Zuhörerin brauche, gehe ich zu meiner besten Freundin. Die Bereitschaft, erst mal ein paar Heilpraktiker auf eigene Kosten zu testen, hätte ich nicht.

Schöne Grüße,
Jule

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Hallo Branden, hallo Scarface,

erstmal vielen Dank für Eure Antworten.

Vielleicht hätte ich etwas genauer erzählen sollen, in welche Richtung ich möchte bzw. was es so als „Hindernisse“ (wenn auch zum Teil positive) drum herum gibt.

Ich arbeite seit 4 Jahren als freiberufliche Übersetzerin von zu Hause aus, habe also quasi mein eigenes „Geschäft“. Dieses Geschäft werde ich auch in Zukunft als finanzielles Standbein benötigen. Ich werde im September heiraten, nächstes Jahr wollen wir ein Haus bauen (lassen) und irgendwann wird auch das Thema Kinder aufkommen. Daher kommt eine Ausbildung oder ein Studium mit Präsenzunterricht nicht in Frage. Mein Geschäft muss weiterlaufen, da auch mein Partner selbstständig ist, jedoch noch recht „frisch“ im Geschäft.

Es liegt nicht am NC, dass ich nicht studieren will, sondern ist eher ein Zeitfaktor - ich möchte möglichst schnell einsteigen.

Da ich aber schon immer in Richtung Psychologie arbeiten wollte (und selber nicht mehr weiß, warum ich das nicht früher angegangen bin), erscheint mir eine Ausbildung in Form eines Fernstudiums (mit ein paar Präsenzseminaren am Wochenende) perfekt geeignet. Ich könnte lernen und trotzdem arbeiten.

Dass der Zulauf geringer sein wird als bei Psychotherapeuten, die von der Krankenkasse bezahlt werden, ist mir klar. Meine Frage ist, ob es denn ABSOLUT aussichtslos ist oder ob ich nur mit (etwas?) weniger Kundschaft zu rechnen habe. Die Praxis würde ich zunächst als einzelnen Raum im neuen Haus einrichten, so dass schonmal keine Mietkosten anfallen. Je nachdem was besser läuft (Übersetzen, das ja bereits gut läuft, oder Praxis, falls sie sehr erfolgreich würde) würde ich das eine oder andere zum Hauptberuf machen.

Was mich aber verunsichert hat ist die Aussage im Bekanntenkreis, dass ich als Heilpraktiker für Psychotherapie nur über ganz bestimmte Dinge sprechen dürfe, nach genauen Schemata vorzugehen habe und „nur“ Gespräche führen dürfe. Stimmt das denn so und wenn ja, wie sehen diese Einschränkungen genau aus?

Viele Grüße

anna

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Hallo Jule,
ich stimme dir vollkommen zu, dass man einem „richtigen“ Psychotherapeuten mehr vertraut als einem Heilpraktiker und dass diese auch mehr Wissen haben.
Das was ich kritisiere ist, dass vielen Menschen dieses Privileg des Studiums verwehrt wird, weil man in der Schule nicht gut genug war.
Ich gebe dir auch Recht, dass Talent alleine nicht ausreicht.
Als Talent bezeichne ich aber die Gabe, Dinge die einen interessieren, schneller und intensiver aufzunehmen als andere Menschen.
Und das setzt keine schulischen Leistungen voraus.
Ich kann zwar nicht aus Erfahrung sprechen, aber ich glaube dass es auch sehr gute Heilpraktiker gibt, die sich einfach für ihren Beruf interessieren und das Wissen nachholen, was sie nicht im Studium kriegen konnten, weil sie z.B. nicht reinkamen wegen dem NC.

Viele Grüße,
Scarface

Hallo Anna,
ich verweise dich mal auf diese Seite:
http://www.gesetze-im-internet.de/heilprg/BJNR002510…

Dort ist erklärt was Heilpraktiker in Deutschland dürfen und was nicht.
Ich hoffe, ich konnte dir damit helfen.

Viele Grüße,
Scarface

Hi Anna,

Es liegt nicht am NC, dass ich nicht studieren will, sondern
ist eher ein Zeitfaktor - ich möchte möglichst schnell
einsteigen.

Wenn ich das lese, gruselts mir - echt.

Gruß,

Anja

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Hallo Anja,

warum das?

Gruß

anna

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Hallo,

sei mir nicht böse, aber Du versuchst hier mit möglichst wenig Aufwand ein zweites wirtschaftliches Standbein aufzubauen, und suchst Dir dafür ausgerechnet ein Gebiet aus, für dass man einen enormen Hintergrund braucht, der nur über eine entsprechend langwirige und qualifizierte Ausbildung zu erreichen ist.

Da dir die zu unbequem ist, und man damit nicht schnell ans Geld verdienen kommt, versuchst Du es jetzt mit halbseidenen Abkürzungen, deren bloße Existenz ich schon für einen Skandal halte (und andere hier haben Dir auch gesagt, dass sie davon nichts halten).

Wenn Du noch etwas Geld vom Küchentisch dazu verdienen willst, gibt es dafür genug Möglichkeiten, die geringe Voraussetzungen haben und bei denen man kaum Risiko tragen muss. Aber Psychotherapie mit „ich bin ein guter Zuhörer, unterhalte mich gerne mit den Leuten und gebe ihnen Ratschläge“ gleichzusetzen, und zu meinen, damit schnell nebenbei ein paar Euro zu machen verkennt, welche Verantwortung man damit auf sich lädt, und dass man diese nun einmal nur mit einer entsprechenden Ausbildung tragen kann. Und diese ganzen HP-Fernkurse sind nun mal ein Witz im Vergleich zu einem Studium.

Du kannst ja auch nicht so nebenbei mal eben schnell Chirurg werden, und im Haushaltsraum den Leuten die Mandeln raus nehmen, oder den Leuten die Steuern machen, sie vor Gericht vertreten, die Gasleitung anschließen, …

Gruß vom Wiz

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Hallo Wiz,

Da dir die zu unbequem ist, und man damit nicht schnell ans
Geld verdienen kommt, versuchst Du es jetzt mit halbseidenen
Abkürzungen.

Wie kommst Du darauf, dass es mir zu bequem ist und es um schnelles Geld verdienen geht? Du kennst doch meinen Hintergrund gar nicht.
Geld verdiene ich bereits mit meiner Übersetzertätigkeit. Aber ich habe eben leider nicht die Möglichkeit, das nun hinzuschmeißen und mich durch jahrelanges Studium auf eine dann folgende Ausbildung vorzubereiten, und suche daher nach anderen Wegen.

Aber Psychotherapie mit „ich bin ein guter Zuhörer, unterhalte mich
gerne mit den Leuten und gebe ihnen Ratschläge“
gleichzusetzen,

Wieder meine Frage, wie kommst Du darauf?

verkennt, welche Verantwortung man damit auf
sich lädt, und dass man diese nun einmal nur mit einer
entsprechenden Ausbildung tragen kann. Und diese ganzen
HP-Fernkurse sind nun mal ein Witz im Vergleich zu einem
Studium.

Glaub mir, ich weiß um die Verantwortung.

Du kannst ja auch nicht so nebenbei mal eben schnell Chirurg
werden, und im Haushaltsraum den Leuten die Mandeln raus
nehmen, oder den Leuten die Steuern machen, sie vor Gericht
vertreten, die Gasleitung anschließen, …

Das ist richtig, und ich habe auch nicht vor, das so zu machen. Aber was ist falsch an einem Fernstudium von 18 Monaten mit ich glaube 8 Präsenzseminaren am Wochenende und dem Vorhaben, sich auch nach Abschluss der Ausbildung weiterzubilden, nur eben nicht an einer Uni?

Viele Grüße

anna

Hallo Scarface,

Als Talent bezeichne ich aber die Gabe, Dinge die einen interessieren, schneller und intensiver aufzunehmen als andere Menschen.

Das würde ich als „Interesse“ bezeichnen.

Und das setzt keine schulischen Leistungen voraus.

Es ersetzt sie aber auch nicht zwingend. Und an welchen Kriterien will man eine Eignung festmachen, wenn nicht an den schulischen Leistungen? Für Spätberufene gibt’s ja immer noch den zweiten Bildungsweg oder entsprechende Wartezeiten und Anrechnungsmöglichkeiten. Man muss halt zäh sein.

Ich kann zwar nicht aus Erfahrung sprechen, aber ich glaube dass es auch sehr gute Heilpraktiker gibt

Das mag sein. Ich würde mir aber eben nicht die Mühe machen, nach einem solchen zu suchen - zumal mich das neben Zeit auch noch Geld kosten würde.

Schöne Grüße,
Jule

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18 Monate würden nicht einmal für eine Ausbildung zur Arzthelferin reichen …

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Hallo Anna,

Aber was ist falsch an einem Fernstudium von 18 Monaten mit ich glaube 8 Präsenzseminaren am Wochenende und dem Vorhaben, sich auch nach Abschluss der Ausbildung weiterzubilden, nur eben nicht an einer Uni?

Ein psychologischer Psychotherapeut hat nach seinem Psychologiestudium eine mindestens 3-jährige Weiterbildung (6 Semester Vollzeit oder 10 Semester Teilzeit) zu absolvieren. Dazu gehört auch ein großer Anteil an Selbsterfahrung. Ein Fernstudium von 18 Monaten ist nicht mal ansatzweise in der Lage, einer solchen Qualifikation das Wasser reichen zu können.

Wenn ich mir die Lehrinhalte der HP-Psychotherapie-Ausbildung anschaue, dann schüttelt es mich als Psychologin (ohne Therapieausbildung), was da angeblich in diesem Zeitraum vermittelt werden soll. Jedes Thema anreißen ist das Maximum dessen, was da gelehrt werden kann. Unterm Strich reicht das nicht mal zum fundierten Halbwissen. Wenn man dann noch zugrunde legt, dass die Mehrzahl der Absolventen grade mal Mittlere Reife (und damit null fachliches Vorwissen) hat, kann da nach meiner Überzeugung bei der Mehrzahl der Absolventen einfach nichts Gescheites rauskommen.

Deine Ursprungsfrage ging in Richtung Chancen auf dem Markt. Und diesbezüglich frage ich mich, warum ich jemanden mit einer Schmalspurausbildung wählen sollte (den ich auch noch selber bezahlen muss), wenn ich jemanden haben kann, der viel besser ausgebildet und zudem umsonst ist.

Die Chance auf Klienten liegt bei Leuten, die den Unterschied nicht kennen. Diese werden spätestens bei der Kostenfrage zögern und sich vermutlich umorientieren. Und dann gibt es vermutlich eine kleine Nische, die Leute bedient, die bewusst alternative Therapeuten suchen UND diese auch zu bezahlen gewillt sind. Um diese prügelt sich dann alles, was nach dem HPG ausgebildet ist.

Schöne Grüße,
Jule

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Hallo nochmal,

vielen Dank für alle bisherigen Antworten.

Ihr habt überzeugende Argumente/Kritik vorgebracht und ich muss sagen, dass ich nicht alles davon bisher so bedacht habe.

Allerdings fühle ich mich nun etwas mut- und perspektivenlos. :frowning:
Vielleicht ist es im Moment auch einfach nicht der richtige Zeitpunkt für so einen Neustart (anstehende Hochzeit, Hausbau, Kinder…), aber wann ist der schon?

Wenn man praktisch „schon immer“ den Wunsch hatte, in einem solchen Beruf arbeiten zu wollen und aber immer etwas dagegen sprach (vor allem finanzielle Aspekte), kann man dann überhaupt irgendwann mal dort „ankommen“?

Trotzdem danke und schreibt mir gerne noch weiter!

anna

Hallo Anna,

nicht gleich den Mut verlieren. Möglicherweise ist es nicht der richtige Zeitpunkt eine zweite berufliche Karriere zu starten. Aber dein Weg ist ein Anfang, den du zu einem späteren Zeitpunkt, wenn du wieder mehr Zeit hast, auch weitergehen und vollenden kannst. Noch hast du alle Zeit der Welt.

Vielleicht betrachtest du den neuen Weg vorerst einmal als intensiv gepflegtes „Hobby“, aus dem du später deinen Traumberuf machst (oder auch nicht). Wenn du dir sie zutraust, die zahlreichen neuen Aufgaben jetzt gleichzeitig anzugehen, dann mach es einfach. Innehalten kannst du jederzeit.

Es könnte dein persönlicher Weg für den Ausgleich zu all den „alltäglichen“ Pflichten und Verantwortungen werden. Aus deinen Postings zumindest lese ich es heraus. Beste Voraussetzungen. Sachlich, nüchtern, engagiert und willens. Geh es einfach an, ohne Zwang.

Grüße
Tommy

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Hi nochmal, Anna

Wenn man praktisch „schon immer“ den Wunsch hatte, in einem
solchen Beruf arbeiten zu wollen und aber immer etwas dagegen
sprach (vor allem finanzielle Aspekte), kann man dann
überhaupt irgendwann mal dort „ankommen“?

Es ist natürlich schon ein langer und auch kein preiswerter Weg dahin.
Ich war schon lange praktischer Arzt, da hatte ich noch immer finanzielle Bedenken, die Ausbildung an einem Psychoanalytischen Institut zu beginnen, bis mich eine Freundin und Kollegin deutlich ermunterte mit den Worten: „Was hast du nur für eine Nachkriegsmentalität! Wenn du das wirklich machen willst -und das ist doch dein Ding, Mensch - dann mach das endlich und nimm, wenns nötig ist, eben einen Kredit auf!“ Und dann habe uich das endlich getan und hab mich angemeldet. Damals wurden von etwa 300 Bewerbern pro Semester etwa 30 Genommen, aber ich war dabei -nach den Bewernbungsgesprächen. Bei den Psychotherapie-Instituten geht es nämlich nach wie vor nur nach dem Eindruck, den der Bewerber beim Gespräch hinterlässt, nicht nach irgendwelchen Noten oder Zensuren.
Inzwischen bin ich seit Jahren selber Lehrtherapeut an so einem Institut und führe selber solche Gespräche mit Bewerbern. Das macht Freude, weil man so unterschiedliche, interessante und interessierte Menschen kennenlernt.
Wichtig sind aber nach wie vor die Voraussetzungen!
Es grüßt dich
Branden

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Hallo,

Du schreibst von Hausbau, einer offensichtlich nicht ganz den Arbeitstag ausfüllenden Übersetzertätigkeit, „mal sehen was dann besser läuft“, „keine Kosten durch Raum im Haus“, … das hinterlässt bei mir schon den Eindruck, als ob es hier insbesondere um ein neues wirtschaftliches Standbein geht.

Daran ist grundsätzlich auch nichts Schlimmes. Viele Hausfrauen/-männer und Mütter/Väter (in spe) mit geplantem Hausbau und anstehender Familiengründung überlegen sich, wie sie die Einkünfte im Rahmen einer solchen Planung maximieren können. Und viele Immobilienträume werden so auch erst (leider oft nur auf den ersten Blick) realistisch.

Nur gibt es dafür eben geeignete Jobs, die für jeden anders aussehen, weil sie eben von erlangten Qualifikationen abhängig sind, und Jobs, die vollkommen ungeeignet sind, weil sie Qualifikationen voraussetzen, die nicht ansatzweise vorhanden sind. Und alleine schon was Zugangsvoraussetzungen und Ausbildungsumfang angeht, haben Dir hier ja viel entsprechende Antworten gegeben.

Wenn es Dir aber tatsächlich darum geht, genau diesen Job machen zu wollen, dann spricht doch nichts dagegen, ihn anzustreben. Und zwar auf dem regulären Weg. Ich habe selbst mein Studium mit zwei Frauen in ähnlicher Situation absolviert, und beide haben für ihren Traum vom Jurastudium zuerst die nicht vorhandenen Zugangsvoraussetzungen geschaffen (Immaturenprüfung) und dann das Studium neben Haushalt und Familie bis zum erfolgreichen 1. Staatsexamen absolviert. Danach zwei Jahre Referendariat, 2. Staatsexamen, und beide haben danach gute Jobs gefunden und sind beruflich erfolgreich. Natürlich ist das eine Ochsentour über viel Jahre, aber Jura ist da mit den medizinischen Berufen sicher gut vergleichbar: Es geht eben nicht ohne, und es ist machbar! Da gibt es keine Abkürzungen, kein „Jura-light“, … Und wer den Job machen will, und davon träumt, der muss den ganzen Weg gehen.

Gruß vom Wiz

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ich interessiere mich für die Ausbildung "Psychotherapie (HPG)

  • mit zusätzlicher Fachrichtung Entspannungsverfahren", die
    ich überlege, per Fernstudium zu machen.

Den HPG Psy als Grundlage, für Deine Qualifizierung an Verständnis und dem Anreißen, was es auf dem Gebiet der Psy so alles gibt.
Dann weiter jedoch diesen HPG Psy nicht nutzen, um als Therapeut zu arbeiten, weil für eine seriöse therapeutische Tätigkeit sehr viel mehr an theoretischer u. praxisorientierter Ausbildung nötig ist.
Diesen HPG Psy wirklich nur als Basis und nicht als ausreichende Voraussetzung sehen, um andere therapieren zu können, oder zu wollen.
Deine ambitionierten Interessen mittels weiterer Ausbildungen ausbauen, wie zB. Entspannungsverfahren, Wellnessberater, Stresscoach, …
Noch mehr dafür interessieren, was es für ähnliche Qualis gibt, mit denen Du Dir im gehobeneren Wellnessbereich eine Marktnische für ein zusätzliches „Geschäft“ von zu Hause aus schaffen kannst.

O.

Hallo!

ich interessiere mich für die Ausbildung "Psychotherapie (HPG)

  • mit zusätzlicher Fachrichtung Entspannungsverfahren", die
    ich überlege, per Fernstudium zu machen.

Es gibt nicht DIE Ausbildung zum Psychotherapeuten nach dem Heilpraktikergesetz, sondern vermutlich hunderte von verschiedene Lehrgängen ganz unterschiedlicher Qualität. Bei allen besteht man am Ende die formale Überprüfung durch das Gesundheitsamt - was man nun wirklich gelernt hat, ist eine andere Geschichte. Die Überprüfung sagt nichts darüber aus, ob man nun ein fähiger Heilpraktiker ist oder nicht.

Wenn Du Menschen helfen möchtest, musst Du dir also (abseits aller rechtlichen Aspekte), Gedanken darüber machen, was Du wirklich kannst und wo Deine Grenzen liegen. Ein Heilpraktiker ist kein Arzt oder Psychologe. Nichtsdestotrotz kann auch ein Heilpraktiker in bestimmten Situationen hilfreich sein. Dieses Bewußtsein musst Du dir unabhängig von der Überprüfung erarbeiten.

Über die wirtschaftliche Situation wurde schon genug gesagt.

Lg,
Max

Rein rechtlich bist in ale Fällen ein Heilpraktiker - ob Du die Fähigkeit ewrworben hadt, Mensaachen zu

wenn Du aber Menschen helfen möchtest, solltest Du Dir darüber hinaus Gedanken machen, ob (und was genau) Du gelernt hast und wo die Grenzen Deiner Fähigkeiten und Möglichkeiten liegen.