Ausbildung Sektionsgehilfe

Guten Abend liebe Leute

Weiß einer von euch vielleicht, wie man Sektiongehilfe oder Obduktionsassistent wird? Habe noch nicht wirklich das, was ich wissen will, gefunden.
Bin zwar glücklich mit meinem Beruf, überlege aber gerade, ob ich nicht doch noch mal was anderes lernen will, solange ich noch jung bin.
Darüber, was da gemacht wird usw. möcht ich gar nichts hören, das ist mir soweit ein Laie sich da informieren kann klar. (Hatte früher ein großes Interesse an Rechtsmedizin, in der Jugend ist der Wunsch aber untergegangen, daher bin ich jetzt auch was ganz anderes^^)

Falls das wichtig ist: Ich lebe in Frankfurt am Main, habe Mittlere Reife und eine abgeschlossene Berufsausbildung als Zahnmedizinische Fachangestellte (Vorteile aufgrund der medizinischen Ausbildung?)

Danke schon mal
und liebe Grüße

HAllo, als LAie ist dir sicher dann auch schon begegnet, dass es nicht nur in der GErichtsmedizin, sondern auch in der PAthologie und der Anatomie Sektionsgehilfen gibt und dass es bei letzteren beiden evtl leichter ist ranzukommen, zumindest wenn es erst einmal um ein Praktikum geht. Denn in der GErichtsmedizin geht es immer auch um BEweissicherung, und dabei hat man gerne eher feste Mitarbeiter auf die man sich wirklich verlassen kann.
Probier es doch erst einmal mit einem Praktikum in den beiden anderen BEreichen als Sektionsgehilfe (v.a. die Anatomie würde ich vorschlagen, denn da wird noch mehr direkt an der LEiche geschnippelt und die sind auf Ausbildungszwecke vorbereitet)
Dann kannst du immer noch sehen, ob die Arbeit deinen Erwartungen entspricht.
Ich hoffe dir ist klar, das der Sektionsgehilfe derjenige ist, der die Leichen zur Sektion vorbereitet, dh. sie auf den Tisch wuchtet (körperlich anstrengend. Die Sektionsgehilfen die ich in der GErichtsmedizin kennenlernte, waren eher vom Typ Bodybuilder/Ex-Knasti), sie nach der Sektion wäscht, das Blut wegspült etc.

Ansonsten gibt es keine geregelte Ausbildung, learning by doing ist das Zauberwort.

Daneben braucht es vor allem starke Nerven, wenn du wirklich in die GErichtsmedizin willst, denn dort sind die Leichen oft nicht besonders ansehnlich und duften auch mal, wenn sie erst einmal ordentlich vor sich hinfaulten, bevor man sie fand.
Dazu kommen noch die menschlichen Schicksale die dahinter stehen.

CSI entspricht nicht der Realität und von der Arbeit der Sektionsgehilfen sieht man da auch nichts.

Gruß Susanne

Hallo,

Susanne hat schon einiges dazu geschrieben, doch möchte ich noch hinzufügen, dass der Beruf des Präparators zumindest in der Rechtsmedizin auch relativ schnell langweilig wird (zumindest nach meinem Standpunkt), da der Präparator seine Schnitte kennt, diese dann auch effizient und schnell durchführt und sonst auch nur mit der Vor- und Nachbereitung der Leichen beschäftigt ist. Auch das Bild der feingliedrigen Präparation entspricht in der Rechtsmedizin eher weniger der Realität.

Tiefer gehende Informationen findest du auf der Seite des entsprechenden Verbandes: http://www.praeparation.de/

Grüße,
jaZoo

Vielen Dank für die Antworten =)

Mit CSI hat das nichts zu tun, ich begann mich dafür zu interessieren als ich 11 war, also meinen ersten Thriller las, mit CSI oder sonstigem hatte ich damals nichts am Hut.
Und mein Wissen stammt nicht nur aus Thrillern sondern auch aus Sachbüchern, aber danke für die Hinweise, Susanne :smile:

Dass es köperlich anstrengend ist, hab ich mir schon gedacht und genau das könnte zum Problem werden. Ein Praktikum während man den ganzen Tag arbeitet, ist natürlich auch schwierig…
Kann man sich denn einfach so z.B. telefonisch an die Pathologie oder so wenden, weiß das einer?

Danke nochmal =)