Ausbildung über Jugendamt

Folgende Situation: ich bin 18, kurz vor der mittleren Reife und lebe im betreuten Wohnen. Zu meiner Mutter habe ich den Kontakt abgebrochen, meinen Vater kenne ich nicht (und meine Mutter sagt auch nichts dazu).
Bis jetzt zahlt das Jugendamt für mich (Vormundschaft), ich vermute, aus dem Kindergeld für mich.
Da ich 18 bin: wer ist nun für mich zuständig, wenn ich Unterstützung benötige (Wohnung, Versicherung, Essen)?
Wie kann ich eine Ausbildung nach der mittleren Reife finanzieren, wenn von Elternseite (Hartz4) nichts zu erwarten ist? (Das Jugendamt sagt, ich soll mir einen Job suchen und die Ausbildung vergessen).

Bin dankbar für jeden Hinweis, welche Ämter, Behörden, Stellen man ansprechen kann, ohne zu hören, dass man eh zu viel Geld kostet.
LG, Alyssa

Hallo,

leider hört man immer wieder, dass die Jugendämter ihre Schützlinge mit Erreichen der Volljährigkeit einfach fallen lassen, eigentlich ein Unding, da eine normale 18-jährige, die keine Unterstützung durch das Elternhaus hat, mit vielen Dingen noch nicht aus eigener Kraft zurecht kommt.

Eine Möglichkeit ist, dass Du zur Berufsberatung bei der Arbeitsagentur gehst. Den Berufsberater hast Du vielleicht schon einmal in der Schule kennen gelernt. Die Berufsberatung kann Dir den Weg in eine Ausbildung ebnen, zum Beispiel über eine Berufsvorbereitende Maßnahme (BvB). Wenn Du an einer BvB teilnimmst, dann gibt es dort auch sozialpädagogische Betreuung, die mit Dir finanzielle und behördliche Angelegenheiten klärt.

Gruß, Bernd