Ausbildung zum Therapeuten

Liebes Forum,

ich habe überlegt, ob ich die Frage ausführlich oder kurz schreiben soll, hab mich aber für zweiteres entschlossen :wink:

Also kurz und schmerzlos:
Ist es sinnvoll, eine Ausbildung zum Therapeuten im deutschsprachigen Raum zu machen, wenn man später eventuell einmal auswandern möchte?
Wirkt sich das negativ auf die Therapien aus, oder ist es egal, wenn man (je nachdem, in welches Land man auswandern möchte -> Sprachkenntnisse) in einem (leiten) Akzent spricht?

Vielen Dank im Voraus!!

Hallo,
wenn Du bereits weisst in welches Land Du auswandern willst, dann kannst Du Dich doch ganz konkret nach den entsprechenden Anforderungen informieren. Wir wisen ja noch nichtmal um welches Land es sich handelt.

Grundsätzlich ist es ein absoluter Vorteil eine Therapie in mehreren Sprachen durchführen zu können. Die Feinheiten einer Sprache sind in einer Gesprächstherapie natürlich extrem wichtig.

Sogar hier in Berlin gibt es nicht viele Therapeuten, die beispielsweise in der Lage sind eine Therapie in Französisch oder Türkisch zu führen. Die wenigen sind auf lange Zeit ausgebucht.

Viele Grüße

Vielen Dank für deine schnelle Antwort!

Ich habe mir schon gedacht, dass eben genau diese Feinheiten in der Sprache große Auswirkungen haben können…!
Ich bin Österreicher und möchte (eventuell!) entweder in ein englischsprachiges Land oder nach Frankreich auswandern.

Aber Therapeuten mit Fremdsprachenkenntnissen sind grundsätzlich erfolgreich?!

Vielen Dank nochmal!

Hallo,

Ist es sinnvoll, eine Ausbildung zum Therapeuten im
deutschsprachigen Raum zu machen, wenn man später eventuell
einmal auswandern möchte?

Dann sollte man zunächst in Erfahrung bringen, ob die Ausbildung im Zielland anerkannt wird.

Wirkt sich das negativ auf die Therapien aus, oder ist es
egal, wenn man (je nachdem, in welches Land man auswandern
möchte -> Sprachkenntnisse) in einem (leiten) Akzent spricht?

Ob man die Fremdsprache mit einem leichten Akzent spricht ist nicht so wichtig, viel wichtiger ist, daß man die Fremdsprache wirklich gut beherrscht. Gerade bei Therapien muß man in der Lage sein auch sehr feine Nuancen zu verstehen. Wenn man etwas falsch versteht, wird die Antwort entsprechend unpassend und für den Patienten kaum hilfreich sein.

Gruß,
p+p

Für französisch kannst du dich mal

http://www.ivv-berus.de/contenido-4.6.8/cms/front_co…

bzw. hier
http://www.ahg.de/AHG/Standorte/Berus/Klinik/Persone…
erkundigen.

Diese deutsche Klinik (mit angeschlossenem Ausbildungsinstitut) behandelt auch ausdrücklich Franzosen (für die das Angebot nicht zuletzt deshalb attraktiv ist, weil es in Frankreich keine psychosomatische Reha gibt).

Die Fremdsprache als ‚Knackpunkt‘
Moin,

in diesem Punkt bin ich mit Dir einer Meinung:

Gerade bei Therapien muß man in der
Lage sein auch sehr feine Nuancen zu verstehen. Wenn man etwas
falsch versteht, wird die Antwort entsprechend unpassend und
für den Patienten kaum hilfreich sein.

Als Fremdsprachler möchte ich ihn etwas präzisieren.
Ein Therapeut muss nicht nur in der Lage sein, sehr feine Nuancen zu verstehen sondern er muss auch fähig sein, sich sehr nuanciert auszudrücken und sich dem sprachlichen Niveau des Patienten anzupassen.
Diese Fähigkeit erwirbt man nur, wenn man zweisprachig aufgewachsen ist oder einige Jahre im fremdsprachigen Land gelebt hat.
Bei der Zweisprachigkeit ist es zudem wichtig, dass die Zweitsprache nicht nur über einen Elternteil erworben wird, sondern dass ständig ein intensiver Kontakt mit anderen Sprechern dieser Sprache besteht.

Pit
Grüße

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Hallo Pit,

ich kann mich dich nur vollumfänglich anschließen: Ich persönlich könnte mich nicht auf einen Therapeuten einlassen, dessen Sprache nicht auch signalisiert, dass er sich auf einem intellektuellen Niveau bewegt, das meinem zumindest ebenbürtig ist.

Das gilt für Muttersprachler und Ausländer gleichermaßen.

Schöne Grüße,
Jule

Hallo!
Sprache ist ein wichtiges Kommunikationsmittel. In einer Sprache ist der kulturelle Hintergrund eingeschlossen. Ich meine, wenn man in einem fremden Land Einheimische Therapieren möchte ist es sehr wichtig die Kultur zu kennen und zu verstehen.
Ich drücke meine Gefühle sprachlich anders aus als ein Franzose beispielsweise.
Aus diesem Grund gibt es Schwierigkeiten auf intern. Kongressen die Metaphern der unterschiedlichen Sprachen und Kulturen einigermaßen richtig zu deuten.
In einer Therapie geht es genau darum die entsprechenden Hintergrundinformationen zu filtern und die Methoden der Behandlung darauf abzustimmen.
Ich habe Zweifel, dass es ausreicht eine Fremdsprache perfekt zu beherrschen um therapeutischen erfolg zu haben.
Gruß

,-,

Vielen Dank für eure Antworten!!
Ob ich wirklich auswandere, ist natürlich noch nicht sicher, genauso wenig, ob ich wirklich Therapeut werden möchte :wink:

Aber wenn, dann werde ich wohl die Ausbildung auch in dem betreffenden Land machen.

Also vielen Dank nochmal für eure Antworten!
Ihr habt mir sehr geholfen!!