Hallo
Ich bin jetzt in der 11. Klasse und möchte ab der 12. eine Ausbildung zur Übersetzerin bzw. Dolmetscherin machen.
Ich möchte aber keinen Fernkurs machen oder es „nur“ als Fach wählen sondern eine richtige Ausbildung was nach meinem Wissensstand auf speziellen Sprachschulen möglich ist.
Jetzt meine Fragen:
Gibt es in Raum Dortmund oder auch insgesamt in NRW eine Sprachschule oder zumindest etwas ähnliches wo eine solche Ausbildung möglich ist?
Und hat jmd. bereits Erfahrung mit einer solchen Ausbildung gemacht?
Wäre wirklich dankbar für weitere Informationen:
Ich wüsste auch gerne ob Förderung durch BaFög möglich wäre.
Vielen Dank!
Servus Julia,
was spricht denn gegen ein Studium?
http://www.uebersetzungen-basiswissen.org/studiumind…
(Heidelberg liegt nicht in NRW, aber es ist schön hier im Delta…)
Schöne Grüße
MM
Erstmal vielen Dank für deine Antwort.
Zu deiner Frage:
Das Abitur. 
Ich hab so ein paar wissenschaftliche Fächer wie Mathe und Biologie die mir einfach den letzten Nerv rauben.
Ich finde es ist zeit endlich zum wesentlichen zu kommen: Zu dem was ich später machen möchte und das was ich für meinen späteren Beruf brauchen werde… Und das soll nach meinen Vorstellungen auf gar keinen Fall Mathe beinhalten. Zumindest nicht so wahnsinnig sinnfreie Themen wie die Untersuchung von Funktionen.
Und da ich doch genau weiß was ich machen möchte warum sollte ich da Umwege gehen wenn es auch anders geht? 
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Servus nochmal,
Und da ich doch genau weiß was ich machen möchte warum sollte
ich da Umwege gehen wenn es auch anders geht?
Umwege auf dem Weg zu welchem Ziel?
Die beiden genannten Berufe sind keine geschützten Bezeichnungen. Der formal geringste Aufwand ist, sie ohne jede Ausbildung anzugehen, und auf diese Weise jeden Umweg zu vermeiden.
Wer die Staatsprüfung anstrebt, wird sich anders vorbereiten als jemand, für den der „staatlich Anerkannte“ das höchste der Gefühle ist. Wer sich vereidigen lassen will, wird wieder anders vorgehen. Simultandolmetschen ist eine ganz andere Welt als Literaturübersetzen, und Softwarelokalisierung nochmal eine andere.
Die Ausbildung richtet sich nach dem Ziel, und viele der auf dem Link aufgezählten Studiengänge bieten hervorragende Verbindungen von Sprachtheorie und Übersetzungstechnik.
Kannst Du etwas näher beschreiben, welche Tätigkeit Dir vorschwebt?
Schöne Grüße
MM
Servus nochmal,
auch im Südwesten der Republik gelegen, aber ein „must“, da mit einer sehr guten Reputation (insbesondere wegen des von Dir geforderten Berufs- und Praxisbezuges) ist die formal zur Uni Mainz gehörende Übersetzerschmiede in Germersheim:
http://www.fask.uni-mainz.de/
Achjaundübrigens:
Das Problem einiger Mathestoffe wie Kurvendiskussionen, Differenzial-/Integralrechnung, Vektoren- und Matrixrechnung ist nicht deren „Sinnfreiheit“ (das Gegenteil ist der Fall, die genannten Disziplinen sind abgesehen von Grundrechenarten, Dreisatz, Prozentrechnung und den legendären binomischen Formeln diejenigen in der Mathe mit dem engsten Praxisbezug überhaupt), sondern die tiefe Abneigung sehr vieler Mathelehrer gegenüber der Frage nach dem Praxisbezug.
Ich selber hab mich in der Schule genau aus diesem Grund sehr mit den genannten Dingen gequält und kann sie auch heute noch nicht richtig. Aber bereits im ersten Semester des Landwirtschaftsstudiums ist mir der Sinn dieser Teile der Mathe unmittelbar aufgegangen, und ich hab mich schon gefragt, warum die Lehrer in der Regel auf die Frage „wofür braucht man das?“ keine Antwort geben wollten, obwohl diese Antworten wie Aprikosen auf einem vollen Baum hängen, und man sie bloß grad zu pflücken braucht.
Man kann ohne die genannten Rechentechniken kaum eine Naturwissenschaft, Geisteswissenschaft oder Technik mit Hand und Fuß betreiben; vor allem die kritische Beurteilung von angeblich „empirisch gesicherten“ Hypothesen in den Geisteswissenschaften lebt davon, daß man ohne viel Grübelei beurteilen kann, wie sie zustande kommen. Übern Daumen gepeilt achtzig Prozent davon kann man in die Tonne kloppen, weil die statistische „Absicherung“ zuerst nicht angemessen formuliert und dann auch noch falsch getestet worden ist. Ist bei der Arbeit mit Sprachen ganz spannend…
Nunja, aber schon Geschmackssache, da hast Du recht.
Schöne Grüße
MM