Ausbildungsplatzabgabe

Hallo,

die CSU hat hier eine bessere Lösung:
Kürzung des Lehrlingsgehaltes statt Ausbildungsplatzabgabe
Um auf die Ausbildungsplatzabgabe verzichten zu können, fordern Politiker aus der CSU, dass das Lehrlingsgehalt halbiert wird. Hans Michelbach, CSU-Politiker, meint, dass damit mehr Ausbildungsplätze geschaffen würden.
Bei Betrieben mit bis zu 50 Mitarbeitern könnten sich zwei Auszubildende einen Lohn teilen, um dadurch im Mittelstand den Ausbildungsplatzmangel zu beheben, so der CSU-Politiker.
Auch die FDP ist für eine Kürzung der Ausbildungsgehälter. FDP-Generalsekretärin Cornelia Pieper sprach sich für eine Ausrichtung der Lohnhöhe für die Azubis an der Produktivität der Betriebe aus.
Quelle: www.netzeitung.de

Wie ich finde, eine gute Alternative.
Die Gehälter eines Auszubildenden sind m.M. sowieso um einiges zu hoch. Klar, der lehrlich selbst dem kann´s nich hoch genug sein. Absolut verständlich.
Doch was ist ein Lehrling?
Erst mal lange Zeit ein reiner Kostenfaktor. Er ist noch weniger produktiv als ein Angelernter.
Erst im letztem Jhr sind manche ein Plusfaktor eines Betriebes. Doch bei weitem nicht alle!
Es muss ja nicht so sein, wie es vor 100 Jahren war, dass der Lehrling für seine Ausbildung was zahlen muss. Doch teilweise 700 Euro muss nicht sein. Es reichen m.M nach 100 Euro vollkommen aus. Das kann man ja im 2. Jahr steigern und im 3. evtl. auf 200 Euro erhöhen.
Was meint Ihr dazu?

Grüße
Raimund

Hi,

Was meint Ihr dazu?

Schwachsinn. Da hatte ich zu ostzeiten schon mehr.
Wann kommast du endlich mal drauf, dass wir die Politiker abschaffen können? Hast du einen ausgebildet? Warum halbieren wir nicht dein Gehalt? Achso - kommt noch.

Gruß

Hallo Frank,
das war unüberlegter … na, lassen wir das.
es geht ja nicht um das Einkommen des fertig Ausgebildeten. Es geht um die Lehrlinge!
Der alte Spruch ist absolut richtig: „Lehrjahre sind keine Herrenjahre!“
Als ich 1963 eine kfm. Lehre machte, bekam ich in den ersten Monaten 60 DM. Klar, war damals auch schon wenig. Doch was soll´s? Ich erlernte einen Beruf.
Möchtest Du denn, dass Schüler auch ein Gehalt erhalten? Die lernen auch! Die bringen dem Staat auch mal Geld in Form von Steuern. Die sind mal Soldaten und verteidigen die Unversehrtheit der Politiker.

Grüße
Raimund

Hi!

die CSU hat hier eine bessere Lösung:
Kürzung des Lehrlingsgehaltes statt Ausbildungsplatzabgabe
Um auf die Ausbildungsplatzabgabe verzichten zu können,
fordern Politiker aus der CSU, dass das Lehrlingsgehalt
halbiert wird. Hans Michelbach, CSU-Politiker, meint, dass
damit mehr Ausbildungsplätze geschaffen würden.

[…]

Doch was ist ein Lehrling?
Erst mal lange Zeit ein reiner Kostenfaktor. Er ist noch
weniger produktiv als ein Angelernter.
Erst im letztem Jhr sind manche ein Plusfaktor eines
Betriebes. Doch bei weitem nicht alle!

Ich mache mich jetzt mal zum Chef eines Betriebes.

Ich habe 200 Mitarbeiter und 10 Lehrlinge.
Jeder Lehrling kriegt 500 Euro Gehalt - und leistet nichts für das Unternehmen.
Staat und/oder Tarifparteien bieten mir jetzt die Möglichkeit, das Lehrlingsgehalt zu halbieren.
Ich halbiere und spare so pro Monat 2.500 Euro.

Warum soll ich auch nur einen einzigen Lehrling zusätzlich einstellen?
Lehrlinge kosten nur, leisten aber nichts für das Unternehmen.
Andererseits habe ich jetzt bei unveränderter Belegschaft 30.000 Euro niederigere Personalkosten.

Was also sollte mich treiben, mir zusätzliches unnützes Personal ans Bein zu binden?

Grüße
Heinrich

Hallo Heinrich,
es ist mir klar, dass das einige nur zum einsparen verwenden würden.
Doch glaube ich schon, dass zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen würden.
denn es gibt viele Klein- und Mittelbetriebe, die es nicht mehr einsehen, Lehrlinge für teures Geld auszubilden, die zu mindestens 50 % nicht mal richtig Deutsch und Rechnen können.
Das Lehrlings"material" ist so schlecht wie noch nie.
Das ist auch ganz verständlich, wenn man die Aussage verschiedener Hauptschullehrer sich anhört:" ab der 5. Klasse ist nur noch Schrott in der Hauptschule!" Und wenn man die augenblickliche Bildungspolitik sich ansieht, bei der der gute Schüler sich dem schlechten anpassen muss und nicht umgekehrt.
Dafür auch noch viel Geld investieren, das kann man wohl nicht erwarten!
Grüße
Raimund

Hallo,

>Ausbildungsplatzabgabe

Ich finde das gut. Und ich habe das schon vor 10 Jahren gesagt. Wer hat mich da belauscht. Wer keine Schwerbehinderten einstellen will zahlt doch auch gerne die Schwerbehindertenabgabe. Wer nicht ausbilden will soll die Ausbildungsplatzabgabe zahlen, weil es einfach nicht sein kann, dass man sich zurücklehnt und dann, wenn die Lehrlinge ausgebildet sind mit höheren Gehältern lockt.
Wenn ich keinen Bock zum Ausbilden habe, dann beteilige ich mich an den immensen Kosten über diese Abgabe. Dann wäre es auch gerecht, wenn der Lehrling wechselt.

Gut… Ausbildungsgehälter zu kürzen… aber nicht halbieren… wäre vielleicht nicht verkehrt. Zumal die Lehrlinge heute viel häufiger in der Berufsschule rumdümpeln, als zu meiner Zeit. Aber würde das Ausbildungsplätze schaffen? Ich denke, der Unternehmer spart sich halt lieber das halbe Gehalt!

Die Gehälter eines Auszubildenden sind m.M. sowieso um einiges
zu hoch. Klar, der lehrlich selbst dem kann´s nich hoch genug
sein. Absolut verständlich.

Und der Manager ist Super bezahlt und findet sich noch immer unterbezahlt, genau wie die Politiker. M.E. solange mal nicht an der Deutschen Realitätsschraube gedreht wird… wird sich nix ändern. Die breite Masse verdient immer weniger und schraubt ihren Konsum logischerweise zurück. Die Unternehmen beklagen das. Ja, woher solls denn kommen… bloss weil handverlesene Manager noch höhere Gehälter und noch mehr Millionen-Abfindungen kassieren… das kurbelt doch nix an, mehr als essen können die auch nicht… da wird sich nie was tun. aber bis sich das mal rumspricht, bis dahin sind wir ganz unten, und das wir da landen, das sehe ich als unausweichlich. Der Unternehmer, der Manager gönnt dem Arbeitnehmer nicht 10 Euro mehr und wundert sich, das keiner konsumiert, ja ich kann mirs auch nicht aus den rippen leiern. Und bei der nächsten sparmassahme überprüfe ich, was ich noch kicken kann… Mey, ich hab halt nicht mehr. Wenn ich 50.000 Euro Jahreseinkommen hätte, müsst ich nicht so knappsen… Ja, hört ruhig her… die meisten verdienen weniger, aber wahrscheinlich müssen die schon am Netz-zugang sparen

Doch was ist ein Lehrling?
Erst mal lange Zeit ein reiner Kostenfaktor. Er ist noch
weniger produktiv als ein Angelernter.

Und genau diese Rechnung… erklär sie mir. ich höre nur immer wieviele zig-tausende ein Lehrling kostet. Aber ich kapier das nicht?
Unsere Lehrlinge wandern durch die Abteilungen. Wenn nun kein Lehrlig da ist, dann muss das ein anderer machen. Nur weil der Lehrling nicht da ist, ist ja nicht gleichzeitig die Aufgabe weg. Dann macht das eben ein teurerer Angestellter. Obwohl wir nicht überbezahlt sind, schätze ich mal, dass ich teurer als ein Lehrlig bin. Oder gibt es tatsächlich Berufe, in denen Aufgaben ausschließlich für Lehrlinge anfallen. Und wenn kein Lehrling da ist, dann wird das auch nicht gemacht? Also ich als Lehrling… damals… ich habe dinge gemacht, wenn ich sie nicht gemacht hätte, hätte sie eine teuer bezahlte Kraft machen müssen. Und ab dem 2. Lehrjahr habe ich dinge gemacht, die auch wirklich weiterberechenbar waren. Ich soll nur kostenfaktor gewesen sein? Glaub ich nicht. Erklärs mir bitte.

Erst im letztem Jhr sind manche ein Plusfaktor eines
Betriebes. Doch bei weitem nicht alle!

Wieso…? weil die nur dinge machen, die sonst nie gemacht würden? Konfetti stanzen, oder Sandkörner nach farben ordnen? die machen also völlig überflüssige Dinge, die man sich so sucht, damit sie halt was zum tun haben. Wenn kein Lehrling da wäre, dann würde es nicht gemacht?

Es muss ja nicht so sein, wie es vor 100 Jahren war, dass der
Lehrling für seine Ausbildung was zahlen muss. Doch teilweise
700 Euro muss nicht sein. Es reichen m.M nach 100 Euro
vollkommen aus. Das kann man ja im 2. Jahr steigern und im 3.
evtl. auf 200 Euro erhöhen.

700 Euro muss gewiss nicht sein… aber bei hundert euro würde ich mal stark vermuten, dass die betriebe sich verdammt auf ausbeutung herunterlassen. sklaven sind ja auch leichter zu halten, die muss man nicht entlassen, die kann man verkaufen.
schon was mal von einem mittelmass gehört. Ich denke so durchschnittlich 300-400 Euro sind schon okay… aber hundert… also, das ist doch schon menschenausbeutung… und ehrlich gesagt, warum sollte man dann nicht nur drauf fahren…
super geil… viele lehrstellen, weit gefehlt… das wird nie passieren.

Was meint Ihr dazu?

das mein ich dazu, und nu erklär mir mal, warum lehrlinge diese zig-tausende kosten?

lg

Sarah

Hi,

Wenn ich keinen Bock zum Ausbilden habe, dann beteilige ich
mich an den immensen Kosten über diese Abgabe.

was für Kosten?

Aber egal: Das ganze Modell der Ausbildungsabgabe ist Humbug und wieder eine bürokratisch aufwendige Umverteilungsmaßnahme. Dadurch wird kein neuer sinnvoller Ausbildungsplatz entstehen, sondern bestenfalls nutzlose Ausbildungsplätze, die Ausgebildete hervorbringen, die keiner braucht.

Wer nicht ausbildet, hat dafür einen Grund. Entweder die Branche ist im Sterben begriffen oder es wird kein Nachwuchs gebraucht, zumindest nicht über den Weg Berufsausbildung. Was bspw. sollte ein Ingenieurbüro oder ein Beratungsunternehmen ausbilden, wenn nicht Bürokaufleute? Da man aber meist über entsprechendes Personal verfügt oder zumindest nicht alle zwei oder drei Jahre Nachwuchs benötigt, ist die Nummer idiotisch.

Übrigens: Von den 35.000 Menschen ohne Ausbildungsplatz haben 20.000 einen Ausbildungsplatz nicht angetreten oder die Ausbildung abgebrochen. Bei den 15.000 Leuten, die dann übrig bleiben, bin ich gerne bereit anzunehmen, daß das die Leute sind, die nicht mal in der Lage waren, ihre Bewerbung in akzeptabler Weise zu produzieren.

Und genau diese Rechnung… erklär sie mir. ich höre nur immer
wieviele zig-tausende ein Lehrling kostet. Aber ich kapier das
nicht?

Ist das eine Frage? Wenn ja: Ich weiß nicht, warum Du das nicht kapierst.

Ich halte die Kostenfrage zwar für sekundär, aber dennoch ein Kommentar: Wir hatten früher 10 Auszubildende bei ca. 70 Mitarbeitern. Wenn man davon ausgeht, daß ein Azubi pro Woche 2,5 Tage anwesend ist und in der 30% der Zeit Betreuung/Unterweisung in Anspruch nimmt, kommt man in 2 Jahren Lehrzeit auf 75 Stunden Arbeitszeit der regulären Mitarbeiter je Azubi.

D.h. pro Azubi geht ein Drittelmannjahr der regulären Mitarbeiter drauf. Untestellt man Arbeitskosten von 50.000 Euro im Jahr (deutlich zu wenig, aber belassen wir es dabei), kommt man auf rd. 17.000 Euro Arbeitskosten je Azubi. Hinzu kommen die Kosten für den gecharterten Lehrer für den sog. internen Unterricht von rd. 2500 Euro je Azubi und Monat zzgl. Gehalt und Seminare usw. Die Arbeitsentlastung durch den Azubi läßt sich ziemlich genau mit ein-zwei Stunden pro Woche beziffern, zumindest in unserer Abteilung.

Letztlich kostet uns ein Azubi über die Lehrzeit gute 100.000 eher 120.000 Euro. Verwertbares Ergebnis: Alle drei Jahre konnte in den letzten Jahren einer eingestellt werden.

Wow! Das macht Ausbildung wirklich lohnenswert.

das mein ich dazu, und nu erklär mir mal, warum lehrlinge
diese zig-tausende kosten?

Bitte schön.

Gruß,
Christian

Hallo,

die CSU hat hier eine bessere Lösung:
Kürzung des Lehrlingsgehaltes statt Ausbildungsplatzabgabe
Um auf die Ausbildungsplatzabgabe verzichten zu können,
fordern Politiker aus der CSU, dass das Lehrlingsgehalt
halbiert wird. Hans Michelbach, CSU-Politiker, meint, dass
damit mehr Ausbildungsplätze geschaffen würden.

Ich bin immer wieder überrascht, zu welchen geistigen Blähungen unsere Politiker so alles in der Lage sind.

Kein Betrieb stellt mehr Mitarbeiter ein als er benötigt. So einfach ist das.

Wenn die Auftragsbücher leer sind, dann wird niemand eingestellt - auch dann nicht, wenn die Leute für lau arbeiten kommen. Denn jeder Arbeitsplatz kostet Geld, ganz unabhängig vom Lohn; und bei Lehrlingen kostet der Arbeitsplatz gleich doppelt, weil jeder Auszubildender auch noch einen Gelernten von der Arbeit abhält.

viele Grüße,

Ralf

Kommentar: Wir hatten früher 10 Auszubildende bei ca. 70
Mitarbeitern. Wenn man davon ausgeht, daß ein Azubi pro Woche
2,5 Tage anwesend ist und in der 30% der Zeit
Betreuung/Unterweisung in Anspruch nimmt, kommt man in 2
Jahren Lehrzeit auf 75 Stunden Arbeitszeit der regulären
Mitarbeiter je Azubi.

D.h. neben jedem Azubi sitzt im Durchschnitt (!) jemand täglich rd. 2 1/2 Stunden, der nichts anderes tut, als ihn zu unterweisen / betreuuen. Das halte ich für einigermaßen unwahrscheinlich.

kommt man auf rd. 17.000 Euro Arbeitskosten je Azubi. Hinzu
kommen die Kosten für den gecharterten Lehrer für den sog.
internen Unterricht von rd. 2500 Euro je Azubi und Monat
zzgl. Gehalt und Seminare usw.

Zeige mir einen (!) durchschnittlichen (!) Betrieb (z.B. Kfz-Werkstatt o.ä.) bei dem das so ist.

Letztlich kostet uns ein Azubi über die Lehrzeit gute 100.000
eher 120.000 Euro. Verwertbares Ergebnis: Alle drei Jahre
konnte in den letzten Jahren einer eingestellt werden.

Wenn das so wäre, würde der Betrieb nicht ausbilden sondern seinen Bedarf am freien Arbeitsmarkt decken.

Hallo Raimund,
nur eine kleine Korrektur: das war leider vor ca 20 Jahren schon so.
Wir waren ein kleiner Betrieb - Metallverarbeitung, Lohnfertigung.
Ich Trottel habe mich damals von meinem Chef breitschlagen lassen, zwei Mechanikerlehrlinge auszubilden.
Da wir die wirklich als Nachwuchs einstellen wollten, haben wir ausdrücklich Hauptschüler genommen. Und keine Realschüler, die uns danach an die FH abgesprungen wären.
Ich könnte hier seitenweise berichten, warum ich sowas NIE mehr tun würde.
Ein Beispiel:
die hatten noch nicht einmal gelernt, wie man Fläche und Umfang berechnet. Nun gehören zur Wechselräderberechnung oder zur Berechnung der Lochscheiben auf einem Teilapparat wenigstens ein bißchen Rechenkenntnisse, ganz zu schweigen vom Umsetzen einer Kontur in ein NC-Programm.
Es wurde jedenfalls klar, daß die nie die theoretische Prüfung bestehen würden.
Daraufhin haben wir einen Berufsschullehrer engagiert, der den beiden am Samstag Unterricht geben sollte.
Die Konsequenz war, daß die beiden Herren das als Arbeitszeit angerechnet haben wollten.
Mal davon abgesehen, daß die mich 1/4 meiner Arbeitszeit in Anspruch genommen haben.
Die waren ohne jedes Eigeninteresse - nach dem Motto: Ist doch mein Meister schuld, wenn ich nix lerne.
Ich denke, daß sich in vielen kleineren Betrieben einfach niemand mehr findet, der diesen Scheißjob noch nebenher übernehmen will.

Gruß
Peter

Schlacht um unwichtige Details

Kommentar: Wir hatten früher 10 Auszubildende bei ca. 70
Mitarbeitern. Wenn man davon ausgeht, daß ein Azubi pro Woche
2,5 Tage anwesend ist und in der 30% der Zeit
Betreuung/Unterweisung in Anspruch nimmt, kommt man in 2
Jahren Lehrzeit auf 75 Stunden Arbeitszeit der regulären
Mitarbeiter je Azubi.

D.h. neben jedem Azubi sitzt im Durchschnitt (!) jemand
täglich rd. 2 1/2 Stunden, der nichts anderes tut, als ihn zu
unterweisen / betreuuen. Das halte ich für einigermaßen
unwahrscheinlich.

Worum gehts hier? Um die Cent-genaue Auswertung? Fein, dann sage ich, daß unsere Azubis nicht 2,5 Tage im Haus sind, sondern 2,8 Tage, reduziere dann aber die notwendige Aufmerksamkeit (Fragen zu beantworten stellt übrigens auch eine Betreung dar) auf 25% pro Tag. Ausrechnen kannst Du Dir den Unterschied jetzt selbst.

kommt man auf rd. 17.000 Euro Arbeitskosten je Azubi. Hinzu
kommen die Kosten für den gecharterten Lehrer für den sog.
internen Unterricht von rd. 2500 Euro je Azubi und Monat
zzgl. Gehalt und Seminare usw.

Zeige mir einen (!) durchschnittlichen (!) Betrieb (z.B.
Kfz-Werkstatt o.ä.) bei dem das so ist.

Ich sprach nicht von einem durchschnittlichen Betrieb, sondern von uns. Vielleicht ist es nicht ganz aufgefallen: Ich sprach in der Vergangenheitsform. Wir werden nämlich unsere Ausbildungsaktivitäten mit der Abwicklung der aktuellen Azubis Mitte nächsten Jahres einstellen (was ich übrigen für Schwachsinn halte, aber meine Entscheidung wars nicht). Hintergrund: Nicht zuletzt die Kosten.

Im übrigen müssen es nicht gleich Seminare sein, sondern z.B. eine Lehrwerkstatt, in der dann 2-3 Vollzeitkräfte inkl. einem Meister gebunden sind.

Letztlich kostet uns ein Azubi über die Lehrzeit gute 100.000
eher 120.000 Euro. Verwertbares Ergebnis: Alle drei Jahre
konnte in den letzten Jahren einer eingestellt werden.

Wenn das so wäre, würde der Betrieb nicht ausbilden sondern
seinen Bedarf am freien Arbeitsmarkt decken.

So ist es auch. Dumm nur, daß die Realität von der Regierung abgeschafft wurde.

Gruß,
Christian

Ich sprach nicht von einem durchschnittlichen Betrieb, sondern
von uns. Vielleicht ist es nicht ganz aufgefallen: Ich sprach
in der Vergangenheitsform. Wir werden nämlich unsere
Ausbildungsaktivitäten mit der Abwicklung der aktuellen Azubis
Mitte nächsten Jahres einstellen (was ich übrigen für
Schwachsinn halte, aber meine Entscheidung wars nicht).
Hintergrund: Nicht zuletzt die Kosten.

Hi

Problem im Handwerk. Bewerber mit rotgrünen Haaren und Nasenring zur

Kundschaft mitnehmen? Mir ekelt davor und der Kundschaft auch.

Den Analphabeten die Tagelohnzettel schreiben lassen?

Den Bewerber mit Matheschwäche aufmessen lassen? Mir graut davor.

Die neue Generation der Anti-Autoritären, ist nur bedingt berufstauglich.

In der Schule mußten sie nicht, im beruflichen können sie nicht.

Es liegt nicht am Ausbildungswillen der Betriebe, sondern um Schulsystem unserer Polittrottel.

Ausbildungsfähige Jugendliche sind Mangelware.

Die Ausbildungabgabe eine Unverschämtheit unserer desorientierten Möchtegern-Politiker.

MfG Vanic.

Hallo Peter,
genau das meinte ich.
Es hört sich uralt an: doch als ich meine Ausbildung absolvierte, da wollte fast jeder noch lernen. Heute ist das umgekehrt.
Da erwartet jeder vom Staat eine lebenslange Unterstützung um zu gammeln. Kiffen ist schöner.
Zum Glück ist nicht jeder so.
Woher dieser Sinneswandel kommt?
Ich weiß es nicht!
Teilweise sind wir älteren mit schuld, weil wir nur von Rechten und nicht von Pflichten sprechen. Das Wort Pflicht wird immer mehr zum Fremdwort.
Es mag auch spießig von mir sein: aber wenn ich so einen wie weiter oben beschrieben vor mir habe, dann weiß ich mit ziemlicher Sicherheit seine Denke.
Oder wenn dann einer kommt, mit strähnig, fetten Haaren, ungewaschen, tätowiert von oben bis unten und einen ganzen Eisenwarenladen im Gesicht, dann fällt bei mir der Vorhang.
Ich bin wirklich nicht autoritär, doch meinem Sohnemann habe ich ganz klar gesagt, wenn er mit Piercing heim kommt, dann zwicke ich es ihm ab und wenn’s nachts während seines Schlafes ist. Und bei Tätowierung hört´s bei mir sowieso auf. Stell Dir mal die schöne Rose auf dem Busen einer 19-jährigen vor, wie die aussieht, wenn sie 60 ist. Da wird die Kurzstielrose zur welken Langstielrose. Nichts sieht unappetitlicher aus, als eine 60-70 Jährige mit Tätowierungen.
Mein Schwiegervater hatte sich auf der Walz (Zimmermann) das Berufszeichen in den Arm tätowieren lassen. Er hat es sein Leben lang bereut.
Aber das hat wenig mit unserem Thema zu tun.
Meine Überzeugung ist:
die Lehrlingsgehälter sind zu hoch,
der Drive was zu lernen ist extrem gering,
das Wissen der Hauptschulabgänger ist katastrophal
die Lehrherrn greifen nicht durch (oder dürfen es nicht mehr), wenn sich einer nicht ein Mindestmass pflegt
Das sind nur die Hauptpunkte. Könnte noch so einiges aufzählen.
Grüße
Raimund

Hallo.

mal die schöne Rose auf dem Busen einer 19-jährigen vor, wie
die aussieht, wenn sie 60 ist. Da wird die Kurzstielrose zur
welken Langstielrose. Nichts sieht unappetitlicher aus, als
eine 60-70 Jährige mit Tätowierungen.

Du meinst die Rose auf der Brust. Der Busen wandert nicht :wink:

die Lehrlingsgehälter sind zu hoch,

Kommt drauf an. Immerhin ist das „Eintrittsalter“ des durchschnittlichen Lehrlings höher als früher™. Dass man mit 15 noch nicht so viel Geld wirklich braucht wie mit 21, dürfte klar sein.

der Drive was zu lernen ist extrem gering,

Dank unserer Schulsysteme sowie der Verblødungsanstalten, leider ja.

das Wissen der Hauptschulabgänger ist katastrophal

Uneingeschränkt ja (s.o.), gilt aber für alle Schulformen. Ich erinnere mich - vermutlich noch auf dem Sterbebett - an den Einstellungskandidaten mit Einskomma- Notenschnitt (Abi!), der nix wusste, das aber besser, und den ich aus reiner Menschenfreundlichkeit einfach frug, wie er denn fahren würde, wenn er mit dem Auto von Kassel nach Ffm. wolle. Verstehst Du : nur, damit er mal ein paar Worte aneinanderreihen konnte. Als er dann virtuell in Hamburg war, habe ich ihn angehalten. Nun ja, Kassel- Frankfurt über Helsinki geht wohl, wäre mir aber zu weit …

die Lehrherrn greifen nicht durch (oder dürfen es nicht mehr),
wenn sich einer nicht ein Mindestmass pflegt

Das sehe ich wiederum anders. Wenn der Stift ungewaschen auftaucht, wird er auch darauf angesprochen, und zwar ab dem zweiten Mal schon etwas nachdrücklicher. Bisher hat es noch jeder begriffen, wenn ihm klar wurde, was er den Kollegen mit seiner Schmutzschicht zumutet. Einmal habe ich auch die archäologische Methode angewendet und aus der ihn umgebenden Erdschicht auf sein Alter geschlossen … hat funktioniert. Und die halbnackten Mädels ziehen sich auch etwas textiler an, wenn die Ansprache entsprechend erfolgt. Hier liegt das Problem eher in der Konfliktscheu vieler Vorgesetzter - die auch im Umgang mit Erwachsenen zu beobachten ist - man will ja geliebt werden und scheut sich deshalb, unangenehme Dinge zur Sprache zu bringen. Mal abgesehen davon, dass es genügend Chefs gibt, denen beim Anblick der unpassend leicht gekleideten jungen Damen die Freude in die Schuhe läuft.

Gruß kw