Ausbildungsstandards SanDienst NRW

Hallo zusammen !

Ich habe mir in letzter Zeit die Frage gestellt ob die Ausbildung der SanDienst Helfer in NRW im jetzigen Maße den Aufgaben und den Anforderungen der Patienten genügen.

Meines Wissens nach wird man in den hiesigen Bereitschaften zum Rettungshelfer und im besten Fall zum RS ausgebildet. Das hört sich auch im ersten Moment gut an, aber ein Blick in die Rahmenlehrplaene lässt mich da schon ein wenig zweifeln. Das ganze ist meines Erachtens nach ziemlich oberflächlich und befasst sich nicht ausreichend mit der Materie.

Ich bin der Meinung, dass selbst Rettungshelfer eine fundierte Kenntnis über alle Medikamente, und besser noch im Laufe ihrer Taetigkeit die Möglichkeit haben müssen, sich unbegrenzt im Rahmen von Seminaren weiterbilden zu können. Als Helfer in einer HiOrg wird man als „Sanitäter“ wahrgenommen, egal welche Ausbildung man hat !

Aus diesem Grund sollte man in der Lage sein möglichst viele Krankheitsbilder zu erkennen und die Wirkungsweise des jeweiligen Medikaments kennen.

Die Befähigung Medikamente oder Anweisungen zu erteilen, sollte hingegen an den jeweiligen Ausbildungsstand gebunden bleiben.

wie seht ihr das ? Geh ich zu weit ? Wie denkt ihr darüber ?

Immerhin geht es hier um Menschenleben.

Liebe Grüße

flo

Hallo,

ja, ich finde du gehst zuweit.

Ein SanHelfer muss im prinzip nicht mehr als erweiterte Erste Hilfe können. (Pflasterkleben… :wink:

Medikamente kommen frühestens im RettSan dran und da auch nur die notwendigsten.

Wozu sollte ein SanHelfer denn großartige Med. Kenntnisse haben?
Er darf alleine ja eh nichts geben! Noch nicht mal einen Zugang legen.

SanHelfer werden (zumindest hier, B-W) im Sanitätsdienst bspw. auf dem Sportplatz eingesetzt. Dabei haben sie dann einen Koffer/Rucksack dabei und eine Kiste mit Eispacks.
Mehr brauchen sie nicht.
Sollte es etwas sein, dass mit den vorhendenen Materialien nicht therapierbar ist muss der Patient zum Arzt oder der Regelrettungsdienst gerufen werden.

Dafür reichen die Kenntnisse aus.

Achso, andauernde Fortbildung ist natürlich unabdingbar!
Das gehört doch sowieso dazu!
Als Angehöriger einer „Bereitschaft“ gibt es regelmäßige Dienstabende, sowie verpfllichtende Auffrischungskurse -z.B. für den Defi.
Hier auch weitergehende Fortbildungen, bspw. beim Rettungsdienst oder in Krankenhäusern.

Grüße

Hey,

Also bei uns werden Rettungshelfer auch auf Großveranstaltungen eingesetzt und haben einen vollwertigen Rettungsrucksack dabei.

Ich denke mir ganz einfach, dass der Rettungshelfer von Passanten als Sanitäter angesehen wird, unabhängig von seinem Ausbildungsstand. Deswegen sollte er ein möglichst breites Spektrum an Krankheitsbildern erkennen können, und wissen, wie welches Medikament wirkt und wozu es da ist. Allein um alle denkbaren Situationen einschätzen zu können !

Man kann ja als Fußstreife nicht sagen " Oh OK, bleiben sie ruhig. Ich bin nur Rettungshelfer, ich habe keine Ahnung was sie gerade haben, weil meine Kenntnisse nur von A-G gehen. Sie können aber beruhigt sein, ich hab Unterstützung angefordert. Die mussten in 10 Minuten da sein."

Es geht ja nicht darum Medikamente zu verabreichen oder sich Befugnisse selbst zu basteln… Es geht mir eher darum, die jeweiligen Kräfte fachlich besser aufeinander ab zustimmen.

Moin,

jetzt hänge ich mich mal rein.

Was willst du denn besser Abstimmen?

Du forderst entweder einen RTW nach oder nicht.

Als RettHelfer behandelst du nicht invasiv Symptomorientiert. Da musst du keine Kenntnisse über ne Drainage nach Monaldi oder nen AV Block haben.

Hier geht es darum den patienten Stabil zu halten und bestmöglich vorversorgt an einen RTW zu übergeben.

Du bist nicht der Heilkunde berufen sprich darfst wenig bis keine Heilkundlichen Maßnahmen ergreifen. Also reicht es wenn du weißt wie du ne Masken-Beutel-Beatmung machst und wie du richtig drückst. Du sollst nichts können, außer eine Adäquate HLW.

Gruß

der Schma

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Pass mal auf… ICH bin RA … und ich weiß wovon ich schreibe. Es geht nicht darum, welche Maßnahmen ein RettH ergreifen darf und welche nicht. Es geht mir darum, dass alle Mitwirkenden im Rettungswesen möglichst tiefgreifende Kenntnisse davon haben, wie welche Krankheitsbilder aussehen, wie die Medikamente wirken etc.

Es geht mir nicht darum, dass der RettH anderen den Job weg nimmt, sondern darum, dass er Situationen besser einschätzen kann und ein fundiertes Hintergrundwissen hat, damit er professionell auftreten und dem Patienten das Gefühl einer guten Versorgung geben kann.

Immerhin geht es hier um die Arbeit mit Menschen und nicht um ne Fleischtheke. Da gibt es keine Grenzen für FACHWISSEN.

Nabend,

Pass mal auf…

Nein, jetzt passt du mal auf! Wie redest/schreibst du denn hier mit mir? Der Ton macht die Musik.

ICH bin RA … und ich weiß wovon ich schreibe.

DU bist Rechtsanwalt? Wusste nicht, dass die Ahnung von Medizin haben.
Oder suchst du hier nach der Abkürzung RettAss?!

Es geht nicht darum, welche Maßnahmen ein RettH
ergreifen darf und welche nicht. Es geht mir darum, dass alle
Mitwirkenden im Rettungswesen möglichst tiefgreifende
Kenntnisse davon haben, wie welche Krankheitsbilder aussehen,
wie die Medikamente wirken etc.

Aber wozu? Als RettAss oder RettSan verstehe ich diesen Anspruch ja noch, aber als RettHelfer oder Sandienst Helfer ist das überflüssig. Die müssen nicht wissen wie sich z.B. Nitro auswirkt, wozu auch?
Die sollen Gottverdammt nochmal Zeit überbrücken. Und da reicht es, wenn Sie ne ADÄQUATE Psychosoziale Betreuung hinbekommen. Was bringt es dem RettHelfer wenn er weiß wie eine Intubation funktioniert? Richtig, nichts! Da haste dann viel Graue Masse mit Schwachsinn verschwendet.

Schuster bleib bei deinen Leisten!

Es geht mir nicht darum, dass der RettH anderen den Job weg
nimmt, sondern darum, dass er Situationen besser einschätzen
kann und ein fundiertes Hintergrundwissen hat, damit er
professionell auftreten und dem Patienten das Gefühl einer
guten Versorgung geben kann.

Ich habe auch keien Angst davor, dass er anderen den Job weg nimmt. Aber man kann auch ohne viel Fahcwissen Professionell auftreten.

Rule 1 " Absolute Selbstsicherheit bei völliger Ahnungslosigkeit"

Immerhin geht es hier um die Arbeit mit Menschen und nicht um
ne Fleischtheke. Da gibt es keine Grenzen für FACHWISSEN.

Doch gibt es, denn wie gesagt der RettHelfer soll nicht invasiv Symptom Orientiert behandeln und Zeit überbrücken bis der RD da ist, da gibts keine Diskussion drüber, punkt!

Lg

der Schma

(Ausbilder Sanitätswesen, RettAss, Ausbilder EH, Ausbilder Rettungsschwimmen, leiter Sanitätswesen einer Schule sowie einer HiOrg in HH)

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Mit anderen Worten ein kleiner Wannabe, der Angst um sein „Ich bin was!, Ich bin was !“ Huetchen hat :wink:

Mit anderen Worten kann man den Sanitaetsdienst in HH vergessen. Da wird den Patienten nicht geholfen, da wird nur wichtig auf sie eingequatscht.

Ich stelle fest, dass solche Katastrophen wie bei der Loveparade in Duisburg keinerlei Wirkung auf das deutsche Rettungswesen hat. Schade eigentlich…

Naja… passt ja uu Deutschland. Alle denken sie arbeiten zukunftsorientiert und irgendwann stellt sich raus, dass es polnische oder afghanische Zustaende sind :wink:

Du hast nichts verstanden, oder?

Kleiner Wannabe :smiley:, find ich gut :3

„Ich bin was, ich bin was hütchen“

find ich noch besser, ich lachte hart über dich :smile:

Und der SanD in HH ist ja richtig schlecht, stimmt, deswegen sterben hier auch immer tausende von Leuten weg, weil die BfI ja bei noch so kleinen Veranstaltungen eine Absicherung vorschreibt :wink:

Du bist’n Clown

gruß der Wannabe :smiley:

Deine Meinung ist mir relativ egal. Du bist schon so gestraft damit, dass du in HH leben musst, dass man da nichts weiter zu sagen braucht.