Hallo,
eine Ausbildungsversicherung ist nichts anderes als eine
Kapitallebensversicherung. Natürlich hat diese Vor- und
Nachteile.
Nicht unbedingt. Es gibt auch Modelle, die eine
Beitragszahlung im Todesfall vorsehen - sprich: die
Versicherung zahlt die Beiträge für den Vertrag des Kindes
weiter!
Guckst du hier:
http://www.karstadtquelle-versicherungen.de/content/…
Überlegenswert ist der Todesfallschutz, wenn der Versicherungsnehmer nicht mehr bei bester Gesundheit ist. Ansonsten würde ich Geldanlage und Versicherungsschutz trennen, und für den Tod eine günstige Risikolebensversicherung abschließen. Vorteil: Keine 3 Jahre Wartezeit, und einen Schutz, der für einen geringen Beitrag die oben genannte Leistung der Beitragsweiterzahlung im Todesfall locker übertrifft.
Weitere Einschlußmöglichkeiten in einer Ausbildungsversicherung wie BU ohne Gesundheitsfragen für das Kind, Unfallrente oder sonstige Erweiterungen können sicher sinnvoll sein, es empfiehlt sich aber ebenfalls diese getrennt von einer Kapitalanlage abzuschließen, denn ob der Versicherungsschutz in der Ausbildungsversicherung ausreichend ist, sollte erst einmal ermittelt werden, und ist meiner Ansicht nach Sache der Eltern.
Ich persönlich bevorzuge eine britische KLV, in meinem Fall
die Clerical Medical
Sicherlich eine nette Möglichkeit, kommt aber auch ein bißchen darauf an wieviel Nicci anlegen will. Die CMI erfordert einen monatlichen Beitrag von 100,-- € oder eine Einmalanlage von 9.000,-- €. Andere britische Lebensversicherer mit niedrigeren Beiträgen sind die Canada Life und die Standard Life ab 50,- € monatlich.
Gibte es bei den englischen LV nicht des öfteren
Totalverluste, ohne Auffanggesellschaft???
Von öfteren Totalverlusten ist mir nichts bekannt. Clerical Medical wurde, was die finanzielle Stärke betrifft, von Standard & Poors îm Jahr 2003 wiederum mit AA (ausgezeichnet) und von Moody’s mit Aa2 (excellent) gerated, und dürfte somit derzeit höher eingestuft sein als die Allianz (AA-). Auch die Deutsche Auffanggesellschaft namens Protector ist nicht in der Lage, eine Gesellschaft von der Größe der Allianz aufzufangen. Dieses Argument zieht also in diesem Fall nicht.
Wenn Nicci etwas Risikofreudiger ist, und auch die Rendite eine Rolle spielt, könnte auch ein Fondssparplan in Betracht kommen. Der Cost-Average Effekt auf einer Laufzeit von 18 Jahren ist nicht zu verachten. Zur Sicherheit kann man ja von Zeit zu Zeit einen Teil des Guthabens in Anlagen mit weniger Schwankungen umschichten.
Vorteil gegenüber einer Ausbildungsversicherung: Das Kapital ist verfügbar, wenn es benötigt wird, und es muß auch nicht gleich alles aufgelöst werden. Es bietet die Chance, höhere Rendite zu erwirtschaften, als in der Ausbildungsversicherung, und es läßt sich leichter nachvollziehen wieviel Geld tatsächlich da ist.
Der ganze Artikel ist leider schon wieder länger geworden, als ursprünglich geplant. Deshalb endet er hier.
Schöne Grüße,
Michael