Vielleicht kann mir jemand bei meinem Problem helfen, ich kann die Symptome nur sehr Laienhaft beschreiben. Ein Neurologe meinte, dass ich mir keine Sorgen machen sollte, dies ist mir aber nicht genug.
Ich habe in regelmäßigen Abständen (3 Tage bis 1 Woche) einen totalen Ausfall der Sprache (für 15-20 Sekunden). Ansonsten bleiben alle Fähigkeiten (z.B.: Bewegung) erhalten. Auf dem MRT ist auch nichts zu erkennen. Einzig das EEG zeigt kleine Ausschläge in regelmäßigen Abständen. Diese sind aber bereits seit 10 Jahren vorhanden und haben sich nicht verändert.
Was für Gründe kann solch ein Ausfall haben?
Danke für die Hilfe
Hallo Steffen
Aus ärztlicher Sicht gibt es grundsätzlich zwei Ursachen für Deinen Sprachausfall:
a)neurologische (hast Du aber anscheinend zum Teil schon abklären lassen)
b) psychosomatisch / hysteriform
Bei Letzterem (b) wird man kein anatomisches Äquivalent finden, auch keine EEG-Veränderungen und dergleichen, da bei PSYCHOGENEN Ursachen eben keine physiologisch-anatomisch sichtbaren Veränderungen zu finden sind.
Ich würde zunächst neurologisch-hirnanatomisch EINGEHEND abklären loassen. Wenn dabei nichts herauskommt, kannst Du Dich ja in psychotherapeutisch-psychosomatische Hände begeben. (Also zuerst Facharzt für Neurologie, dann Facharzt für Psychosomatische Medizin.)
Gruß, Branden
Hallo Steffen,
ich hatte mal etwas ziemlich Ähnliches. Als ich mich genauer beobachtete, stellte ich einen engen Zusammenhang mit Prüfungs- und emotionalem Stress fest. Vielleicht beobachtest Du Dich mal, ob bei Dir auch ähnliche Zusammenhänge sind, die Du Deinem Arzt schildern kannst. Bei mir hat sich das übrigens inzwischen wieder komplett gegeben…
Liebe Grüße,
Susanne
Vielleicht ist nicht nur mir die eigentlich Symptomatik noch nicht
ganz klar. Daher würde ich Dir raten, eine Art
Selbstbeobachtungsprotokoll zu machen. Dabei solltest Du schauen,
wann bzw. in welchen Situationen das Problem auftritt. Und welche
Gedanken / Gefühle und Konsequenzen auftreten oder folgen.
Mir ist z.B. unklar, ob Du zwar gedanklich was sagen willst (d.h.
eigentlich Sprache gedanklich da ist, aber nicht ausgesprochen werden
kann) oder aber auch schon die gedankliche Sprachproduktion gestört
ist.
Zudem ist mir nicht klar, ob es in Stresszeiten bzw. Situationen
auftritt, bei Müdigkeit oder Traurigkeit etc.
Sicher ist eine neurologische Diagnostik sinnvoll. Allerdings hilft
die meistens nur wirklich weiter, wenn es sich um ein neues, d.h.
relativ akut eingetretenes Problem handelt. Bei ständig bzw. länger
bestehenden Problemen dieser Art ist eher eine psychotherapeutisch
ausgerichtete Diagnostik und Therapie angezeigt. Die Auswahl von
medizinischen Erkrankungen sind nämlich doch eher übersichtlich (z.B.
akute Durchblutungsstörung, Gefäßproblematik mit wechselnder
Durchblutung im Sprachproduktionszentren, Epilepsieformen) und gehen
in aller Regel mit weiteren neurologischen „Herdsymptomen“ einher,
neigen eher zu einer Verschlechterung & Ausweitung der Symptome etc.
So klingt es erstmal nicht bei dir. Aber wie gesagt, dafür bräuchte
man mehr Informationen.
Martin
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Vielen Dank für die Antworten.
Ich versuch noch mal einige Details zu beschreiben.
Das Sprachbildungsvermögen ist eigentlich noch vorhanden. Ich weiß was ich sagen möchte und wie ich es ausdreücken möchte. Daran kann es nicht liegen.
Ich dachte auch zuerst dass es am Stress liegt. Aber nach nunmehr 3 Jahren, kann ích mir das kaum noch vorstellen. Allerdings hat sich die Frequenz seitdem ich arbeite (weniger Schlaf, mehr Arbeit, viel vor dem Rechner) deutlich erhöht.
Das Thema Epilepsie habe ich mir dem Neurologen auch besprochen. Das EEG spricht eigentlich dafür. Allerdings gibt es beim Belastungs- (keine Ahnung wie der Fachausdruck heißt) EEG mit dem Stroboskop keine besonderen Ausschläge.
…
EEG mit dem Stroboskop keine besonderen Ausschläge.
…das ist aber nicht besonders aussagekräftig. Ich würd mich mal in nem Zentrum vorstellen (lassen), d.h. Uniklinik o. so.
Alles Gute,
Chris