angenommen es gäbe jemanden, der ein VRR (Verkehrsverbund rhein Ruhr) Ticket besäßen würde in der Preisstufe C (111.35 €)und dieser jemand müsste mit der Bahn täglich von Dortmund nach Wuppertal und zurück pendeln. Weiterhin angenommen die Züge würden häufig falsch enden (Regionalexpress von Wuppertal endet überraschend in Witten statt Dortmund und das zwei mal), die Züge würden mehrfach ausfallen (kein Zug morgens von Dortmund nach Wuppertal 4 mal vorgekommen) und die Züge würden ständig Verspätungen haben (meist 15 bis 20 Minuten oder länger).
Welche Möglichkeit, außer beschweren, hätte diese Person? Gibt es Wiedergutmachungen oder ähnliches? Gibt es Grundlagen, evtl gesetzliche, um eine Entschädigung zu beantragenß Ich finde immer nur etwas üer Inhaber für Bahntickets und nicht für Besitzer von VRR Tickets.
Rechtlich war die Sache bis vor kurzem ziemlich eindeutig. § 17 Satz 1 der Eisenbahn-Verkehrsordnung (EVO) lautete in der alten Fassung: Verspätung oder Ausfall eines Zuges begründen keinen Anspruch auf Entschädigung. Was in der aktuellen Fassung in dem Paragrafen steht, kannst du hier nachlesen: http://bundesrecht.juris.de/evo/__17.html. Da die Verspätungen/Ausfälle höchstwahrscheinlich im geschilderten Fall nicht dazu führten, dass der letzte Zug verpasst wurde, bleibt es dabei, dass der Fahrgast keinen Rechtsanspruch auf Entschädigung hat.
Es bleibt der übliche Weg der Kundenbeschwerde - in vielen Fällen gibt es auch Entschädigungen aus Kulanz. Wird die Beschwerde nicht zur Zufriedenheit des Kunden bearbeitet, bleibt noch: http://www.schlichtungsstelle-nahverkehr.de