Ausflugsziele Pfalz

Hallo liebe Reisende,

unsere Rommè-Runde ( 7 Personen) hatein bißchen Geld zusammenerspielt und wir wollen einen schönen Tagesausflug in die Pfalz machen. Nun ja, es gibt ja wahnsinnig viele Seiten im I-Net, die alle ganz toll erscheinen, aber meist nur die sowieso schon bekannten Ausflugziele anbieten.

Deswegen meine Frage, wer kennt ein schönes Ausflugsziel für einen Tagesausflug in die Pfalz? Allerdings muss man beachten, dass das Ziel gut per Bahn erreichbar ist. Wir wollen ein paar Sehenswürdigkeiten anschauen, etwas spazierengehen ( nach Möglichkeit nur in der Ebene, da zumindest ein Reiselustiger durch einen Schlaganfall schlecht zu Fuß ist ), es sollte auch für Kinder interessant sein, und natürlich sollte man auch gut Essen können ( gaaaanz wichtig ). Freizeitparks scheiden aus, ebenso Schlößer.

Also ran an die Taste, bin für jeden Tipp dankbar.

Liebe Grüße

Papillon

Servus,

Allerdings muss man beachten,
dass das Ziel gut per Bahn erreichbar ist.

Im früheren Herrschaftsbereich des Schienenküssers Martin Brüderle ist alles gut mit der Bahn erreichbar.

Am Sonntag z.B. der Eiswoog** mit dem Landgasthof Forelle. Oder Ramsen, von wo aus man ohne heftige Anstrengung (ca. 6 km einfacher Weg) über die Klosterruine Rosenthaler Hof* (zu Kerzenheim) zum Göllheimer Häuschen hinauf pilgern kann (fernab von allen Sternen, bei mir persönlich hats aber ***, davon einer für die Tatsache, dass dort weder in der Küche noch in der Stube irgendein Ungelernter arbeitet).

Man kann auch ab Dürkheim mit dem Bus bis zur Abzweigung Isenach fahren und von dort zur Wirtschaft „Saupferch“ - bissel wuchtige, aber durchaus gepflegte Wildküche.

Möglich ist auch - weiter im Süden - ab Bhf Wilgartswiesen die ländliche, aber hervorragend gute Wirtschaft „Zum alten Nussbaum“ in Schwanheim anzusteuern - sind knapp vier Kilometer einfacher Weg.

Baulich/Kunsthistorisch hervorragend schön ist die weiland freie Stadt Freinsheim, auch nett für wenig anstrengende Gänge durch die Wingerte außenherum, von denen der erfreuliche Freinsheimer Portugieser und Spätburgunder kömmt.

Der Donnersberg wird Sonntags ab Kirchheim-Bolanden (u.a. sehens- und hörenswerte Barockorgel) per Bus bedient: Bei guten Wetter eine prächtige Sicht. Gleiches gilt für die Kalmit (Bus ab Edenkoben).

Unschön, weil zersiedelt, ist das viel gelobte Dürkheim. Dann lieber Mussbach/Gimmeldingen, Deidesheim, Wachenheim (alle drei auch mit sehr schönen Weinen versehen). Zu Wachenheim eine leckere Adresse in der Ruine der Burg Wachenheim, unten im Ort die „Alte Münz“.

Eine betuliche Fahrt durch ein landschaftlich scharmantes Tal des oberen Speyerbachs geht in der Sommersaison mit dem Kuckucksbähnel zwischen Lambrecht und Elmstein. Erste Fahrt vormittags ab Neustadt, letzte Fahrt abends nach Neustadt. Das Kuckucksbähnel führt in seinem Zug ein paar Wagen, die zu den ältesten gehören, die überhaupt noch im Einsatz sind (u.a. ein Württemberger von ca. 1890). Die Lokomotive „Speyerbach“ ist unter Fäns umstritten, weil sie aus mehreren zusammengesetzt worden ist. Das hindert aber nicht daran, dass die einzelnen Teile auch zum „Urgestein“ (vor Jahrhundertwende) der Museumsbahnen gehören. Das Bähnel ist (eingeschränkt) bewirtschaftet, nette Einkehrmöglichkeiten in Elmstein und unterwegs in Breitenstein und Elmstein.

Soviel aus der hohlen Hand. Vielleicht ist schon etwas dabei.

Schöne Grüße

MM

Hallo Papillon,
Martin hat ja vieles schon beschrieben, einen Tipp noch, wenn ihr unterschiedlich gut zu Fuß seid: Im Sommer (und ich glaube, ich habe heute in der Zeitung gelesen, dass der Betrieb aufgenommen worden ist) kann man mit einem klasse alten Sessellift von der Villa Ludwigshöhe auf die Rietburg fahren. Man fährt mit dem Zug nach Edenkoben, von dort kann man mit dem Bus (aber nicht allzu oft, vorher informieren!) oder in ca. 1 Stunde zu Fuß entlang einem Weinlehrpfad neben der Straße hinauf zur Villa Ludwigshöhe (braucht man ja nicht zu besichtigen…allerdings dennoch auch von innen ganz hübsch). Mit der Sesselbahn hinauf zur Ruine Rietburg, da ist ein Cafe mit Terrasse, von der man einen atemberaubenden Blick über die Rheinebene hat. (Das wissen halt an schönen Sommerwochenenden auch noch ein paar Andere, aber man kriegt schon meistens Platz). Und von da aus kann man je nach Lust und persönlichem Können Spaziergänge von 1 km bis mehrere km durch den Wald machen. Runter entweder wieder mit dem Sessellift oder zu Fuß.
Kneipentipp: In Kallstadt die Weinstube „Schoppenstecher“, kleine Karte aber legendäre Bratkartoffeln, keine Haute Cuisine, sondern pfälzer Hausmannskost, aber lecker. Ordentliche Weine, netter Wirt.
Gruß Orchidee

Hallo,

vielen lieben Dank für Eure ausführlichen Tipps. Ich werde es beim nächsten Spieleabend ansprechen und dann werden wir weitersehen.

Herzlichste Grüße sagt Papillon