Wenn ich eine Vorlage anlege - sagen wir 2 HKS Volltonfarben -
und daraus dann ein PDF erstelle - ist es doch nahezu
unmöglich vorherzusehen, wie das ganze letztendlich auf
unterschiedlichen Heim- bzw Firmendruckern bzw. Laser oder
Inkjet ausgegeben wird, oder?
Hallo,
ein entscheidender Punkt für farbverbindliches Drucken - die Postscriptfähigkeit - wurde bereits angesprochen. Professionelle Drucker, zu denen im Allgemeinen nicht die 199-Euro-Tintenstrahler aus dem Elektro-Discounter von nebenan gehören, besitzen diese Eigenschaft i.d.R. nicht.
Desweiteren werden hochqualitative Proofdrucker mit Unterstützung einer RIP- und Farbmanagement-Software (Beispiele: GMG Colorproof, Best Color u.a.) angesteuert, die in der Lage ist, individuelle Farbanpassungen oder ICC-Profile zu erstellen. Im Idealfall beinhalten diese Dateien jeweils ein Parameterset des verwendeten (Proof-)Druckermodells, der eingesetzen Farbe, des Bedruckstoffs und des zu simulierenden Druckverfahrens.
Die Erstellung individueller Farbanpassungen/ICC-Profile ist mit einigem Zeit- und Materialaufwand verbunden und muss bei Änderung auch nur eines der verschiedenen Einflußfaktoren angepasst werden. Voraussetzung für die Brauchbarkeit der Anpassungen und Profile ist die tägliche Kontrolle und ggfs. Korrektur der Druckerkalibration, bei der es bspw. schon klimabedingt Schwankungen geben kann.
Um es abzukürzen: Im „Heimbereich“ ist farbverbindliches Drucken auf einem Billigdrucker unmöglich und auf qualitativ geeigneten Modellen mit einem so hohen Zeit- und Kostenaufwand verbunden, dass das die meisten Anwender recht schnell abschrecken wird.
Wie nun stellt ein Unternehmen sicher, dass die von ihm
beispielsweise weiter verschickten PDFs einem einheitlichen Standard
entsprechen im Sinne des CD oder ist dies wie ich vermute nahezu
unmöglich?!
PDF und Colormanagement hängen natürlich zusammen, PDF ist/kann jedoch mehr als nur Farbe. Eine der ergiebigsten Informationsquellen dazu ist die Seite von Stephan Jaeggi http://www.prepress.ch
Mehr zum Thema PDF und CM findet sich recht praxisnah beschrieben in einer Broschüre, die man hier http://www.cleverprinting.de/nutzen.html kostenlos herunterladen kann.
Gruß,
Andreas