Hallo!
Folgendes Problem:
Ich bin derzeit Aushilfe im Einzelhandel auf 400 Euro Basis. In meinem Arbeitsvertrag gibt es keine festgelegte Stundenzahl. Mir werden aber immer 400 Euro ausgezahlt und alle Stunden die über 400 Euro sind werden in den nächsten Monat gezogen. Mittlerweile habe ich das Gefühl das ich ausgebeutet werde, da ich jetzt 7 Monate dort arbeite und schon 120 unbezahlte Stunden habe. (Also Stunden die, mir noch nicht ausgezahlt wurden)
Durchschnittlich arbeite ich 20-23 Stunden die Woche, das ist ja eigentlich schon fast eine Teilzeitstelle, oder?
Heute wurde mir von einer Festangestellten (40 Stunden die Woche) berichtet das sie schon 40 Minusstunden hat. Ich hingegen über 120 Überstunden. Ist das rechtens?
Ich meine ich übernehme regelmäßig Schichten (8,5 Stunden Schichten) die eigentlich für die Festangestellten gedacht sind. Und bin demnach ja auch die billigere Arbeitskraft.
Darf der Arbeitgeber das?
Das soll wohl schon eine Weile so gehen das der Arbeitgeber so vorgeht. Kann man da irgendwas machen? Das irgendwo melden? Ich finde das eine ganz schöne Frechheit!
Hallo spacytraicy
Ich kann Ihnen da leider nicht weiterhelfen. Ich bin kein Experte auf dem Gebiet Arbeitsrecht! Und solche Antworten wie: habe irgendwo gelesen oder gehört, gebe ich nicht. In Ihrem Fall sollte ein Fachanwalt für Arbeitsrecht tätig werden. Haben Sie eine Rechtsschutzversicherung?? Dann den Mitarbeiter der RS ansprechen. Es gibt auch die Möglichkeit, bei dem zuständigen Arbeitsgericht Auskunft einzuholen. Vielfach helfen auch die entsprechenden Kammern( HWK/IHK) weiter.
mit freundlichen Grüßen
Hallo,
zuerst zur Klarstellung:
Ich war Sicherheitsingenieur, kann Dir also keine rechtsverbindliche Auskunft geben.
Aber einen dreifachen Rat:
Dass das Ausnutzung ist, erscheint mir klar zu sein.
Es gibt zwei Möglichkeiten:
- Du sprichst den Arbeitgeber ruhig an und zeigt die unbezahlten Zeitüberstände auf und bittest um Abhilfe, gut wäre es, wenn Du schon einen Vorschlag Deinerseits machen könntest.
Risiko: der Arbeitgeber sagt Ja, ja, ich finde jederzeit neue Kräfte, Sie können Ihre Papiere haben.
Da wäre es gut, schon eine andere Stelle in Aussicht zu haben.
- Du sagst Dir, das Leben ist hart, wenn mich der Arbeitgeber raussetzt, fehlt mir das Geld, ich beiße die Zähne zusammen und bleibe.
- Du fragst Deine zuständige Gewerkschaft, die sind auf solche Fälle scharf, vielleicht können die Dir helfen.
Viel Erfolg
Wolfgang
Hallo, zunächst solltest du deinen Arbeitsvertrag auf einen dort eingetragenen Stundenlohn überprüfen. sollte nichts drin stehen, solltest Du mit deiner zuständigen Gewerkschaft Kontakt aufnehmen. Ich gehe davon aus, dass es sich um VERDI handelt. Es gibt in diesem Bereich garantiert Tarifverträge. Solltest Du noch kein Mitglied sein, es ist bei deinem Einkommen recht billig dort Mitglied zu sein. Wenn Du es nicht möchtest, dass dein Arbeitgeber davon erfährt,
u bist nicht verpflichtet ihn darüber zu informieren und wenn Du es nicht möchtes, erfährt er auch nicht davon. Zu dem Herüberschieben von Stunden: Solange die Buchführung in Ordnung ist, kann man es als Langzeitkonto sehen. Beispiel: ein Kollege arbeitet auf 400 € Basis im Gartenmarkt. Im Winter läuft da ja bekanntlich garnix. Damit er nicht arbeitslos werden muss, werden die zuviel angefallenen Stunden im Winter vergütet. Spezielle Fragen solltest Du mit dem Arbeitsrechtsekretär deiner Gewerkschaft besprechen.
Mf Glück Auf
Heinz
Hallo
Leider kenne ich mich in dieser Geschichte nicht aus.
Trotzdem hoffe ich für dich auf Besserung
Hallo Guten Tag,
natürlich können Sie da etwas dagegen machen, nämlich ganz genau die Arbeitszeiten dokumentieren. Irgendwie muss hier ja auch ein Stundenlohn zu ermitteln sein, aus dem am Monatsende dann die 400,00 Euro errechnet werden. Sollte dieser Arbeitgeber eine Prüfung der Rentenversicherung bekommen und sollten hierbei diese Stundenzettel auftauchen oder zu Rückfragen führen, dann gibt es mächtig Probleme, denn zum Einen überprüft die Rentenversicherung unter Umständen die Einhaltung von Tarifverträgen, wenn es einen gibt und zum Anderen eben auch die richtigen Abrechnungsmodalitäten - und demnach müssten Sie ordnungsgemäß sozialversicherungspflichtig angemeldet werden. Also wichtig: Eigene Stundenaufschriebe machen und vom Arbeitgeber einfordern, den Stundenlohn genau zu definieren !!
Im übrigen ist es ein Irrglaube, dass Aushilfsbeschäftigungen billige Arbeitskräfte sind. Das sind sie nur, wenn sie nicht ordnungsgemäß angemeldet sind bei der Bundesknappschaft. Und so eine Anmeldung ist für den Arbeitgeber mit weiteren Lohnnebenkosten von 30 % verbunden. Haben Sie denn je eine Anmeldung zur Sozialversicherung erhalten ? Es lohnt sich, hier mal nachzufragen 
Ich hoffe, ich konnte ein bisschen weiterhelfen.
Freundliche Grüße
A.Walther