Eine Leuchstoffröhre flackert schwach im ausgeschaltetem Zustand (im Dunkeln gut zu sehen) und neuartige LED-Lampen (im 50 mm Glasreflektor wie die Halogenbirnchen, mit GU 10 Sockel für 220 V) leuchten ebenfalls schwach, obwohl sie ausgeschaltet sind.
Ich denke mal bei dir wird der Neutralleiter geschaltet und nicht der Leiter. Dadurch läd sich die lampe auf und gibt die Spannung wieder ab so bei der Leuchtstoffröre bei den LED´s kann ichs mir auch nicht erklären.
Chris
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Eine Leuchstoffröhre flackert schwach im ausgeschaltetem Zustand (im Dunkeln gut zu sehen) und neuartige LED-Lampen (im 50 mm Glasreflektor wie die Halogenbirnchen, mit GU 10 Sockel für 220 V) leuchten ebenfalls schwach, obwohl sie ausgeschaltet sind.
Grüße
Michael
Ich denke mal bei dir wird der Neutralleiter geschaltet und nicht der Leiter. Dadurch läd sich die lampe auf und gibt die Spannung wieder ab so bei der Leuchtstoffröre bei den LED´s kann ichs mir auch nicht erklären.
Chris
Es kann auch ein „Übersprechen“ in der Leitung sein.
Wenn eine geschaltete Leitung über eine gewisse Entfernung mit einer unter Spannung stehenden Leitung parallel läuft, findet durch die Leitungskapazität eine Spannungsübertragung auf die an sich stromlose Leitung statt. Im Extremfall kann die geschaltete Leitung sogar als Antenne für in der Nähe liegende Sendeanlagen wirken.
Die über diese - sehr hochohmige - Übertragung eingestreute Spannung kann in Leuchtstoffröhren schwache Glimmentladungen herforrufen (was ich selber schon häufig beobachtet habe), bei LEDs kann ich mir die gleiche Wirkung vorstellen. Nur bei Glühlampen ist dieser Effekt nicht zu erwarten, da der Mindeststrom, der eine Glühlampe zum Leuchten bringt, zu groß ist.
Es kann auch ein „Übersprechen“ in der Leitung sein.
Oder im Schalter sitzt ne Glimmlampe, die das Auffinden des
selbigen Im Dunkeln erleichtern soll.
Die Lampe hat einen einfachen Schalter ohne Glimmlampe.Kann mir auch nicht vorstellen, dass es eine induzierte Spannung durch eine andere Leitung ist, dann müsste es ja vom Stromfluss in der Leitung abhängen.
Dann käme schon eher in Frage, dass der Schalter den Nullleiter trennt und die Phase weiterhin anliegt. Aber dass dann irgendwo noch so viel Strom abfließt, dass etwas leuchtet… Auf der anderen Seite brauchen ja die LEDs nicht sehr viel Strom, vielleicht tuen es ja Ströme unter 1 mA schon, um gering zu leuchten. Wäre bei 1 mA dann z.B. ein Übergangswiderstand von 230.000 Ohm.
Die Lampe hat einen einfachen Schalter ohne Glimmlampe.Kann
mir auch nicht vorstellen, dass es eine induzierte Spannung
durch eine andere Leitung ist, dann müsste es ja vom
Stromfluss in der Leitung abhängen.
Meistens sind es kapazitive Einkopplungen, keine Induktion.
Dann käme schon eher in Frage, dass der Schalter den
Nullleiter trennt und die Phase weiterhin anliegt.
Das reicht bei Leuchtstofflampen für Glimmentladungen, auch ganz ohne Neutralleiter!
Aber dass
dann irgendwo noch so viel Strom abfließt, dass etwas
leuchtet… Auf der anderen Seite brauchen ja die LEDs nicht
sehr viel Strom, vielleicht tuen es ja Ströme unter 1 mA
schon, um gering zu leuchten. Wäre bei 1 mA dann z.B. ein
Übergangswiderstand von 230.000 Ohm.
Jederzeit kann auch ein Isolationsfehler bestehen, der die Effekte verstärkt.
Meistens sind es kapazitive Einkopplungen, keine Induktion.
Das könnte sehr gut passen: Es handelt sich nämlich um eine Treppenhaus-Wechselschaltung und bei ausgeschaltetem Licht liegen ja die Leitungen über einige Meter parallel und bilden quasi einen Kondensator in einem Wechselstromkreis. Dadurch könnte also ein minimaler Strom fließen. Man könnte ihn abschätzen, wenn man die Kapazität von zwei parallelen Drähten über mehrere Meter abschätzt. Allerdings dürfte diese Kapazität doch äußerst gering sein und damit auch der Strom. Ob das dann reicht um die LED-Lampe zum leuchten zu bringen…
Dann käme schon eher in Frage, dass der Schalter den
Nullleiter trennt und die Phase weiterhin anliegt.
Das reicht bei Leuchtstofflampen für Glimmentladungen, auch
ganz ohne Neutralleiter!
Ja, das hatte ich mir auch gedacht, müsste dann mal die Anschlüsse kontrollieren und schauen, ob die Phase durch den Schalter getrennt wird.
Aber dass
dann irgendwo noch so viel Strom abfließt, dass etwas
leuchtet… Auf der anderen Seite brauchen ja die LEDs nicht
sehr viel Strom, vielleicht tuen es ja Ströme unter 1 mA
schon, um gering zu leuchten. Wäre bei 1 mA dann z.B. ein
Übergangswiderstand von 230.000 Ohm.
Jederzeit kann auch ein Isolationsfehler bestehen, der die
Effekte verstärkt.
Ob das dann reicht um die LED-Lampe zum leuchten zu bringen…
Direkt würde das vermutlich nicht ausreichen. Eine LED wird aber nicht mit 230V betrieben, sondern mit viel weniger. Man benötigt also ein Vorschaltgerät, ein kleines Schaltnetzteil. Und das hat am Eingang einen Gleichrichter und einen Kondensator. Letzterer lädt sich langsam auf, bis die Energie / Spannung reicht, um das Netzteil und damit die LED einmal kurz zu starten. Und das kann man dann sehen.
Bei der Energiesparlampe ist es prinzipiell genauso, nur das wegen der hier benötigten Zünd- und Betriebsspannung zum einen durch das Netzteil keine geringere, sondern eine höhere Spannung als die 230V erzeugt werden und dass die zum Zünden benötigt Energie größer ist.
Und das führt dazu, dass die Energiesparlampen nur ab und an blitzen und die LED zu glimmen scheinen (eigentlich ist es ein hochfrequentes Blitzen, das durch die Trägheit des Auges zum glimmen wird).
Gruß
loderunner
So hochfrequent kann dieses Blitzen der LEDs dann allerdings nicht sein, es müsste dann deutlich unter 50 Hz liegen, denn wenn z.B. der interne Kondensator zwei Zyklen braucht um aufgeladen zu werden und die Ladung dann auf einmal abzugeben, würde die Blinkfrequenz nur noch 25 Hz betragen. Aber ich gehe mal davon aus, dass es bei dem vermutlich sehr geringen Strom noch viel länger dauert, d.h. es müsste ein langsames Blinken sein. Das kann ich aber nicht erkennen, die LED leuchten stetig schwach. Es fällt nur auf, dass ein paar LEDs (insgesmat sind es 30) schwächer leuchten als andere und dass die Leuchtstärke auch zeitlich variiert.
Grüße
Michael
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Ob das dann reicht um die LED-Lampe zum leuchten zu bringen…
Direkt würde das vermutlich nicht ausreichen. Eine LED wird
aber nicht mit 230V betrieben, sondern mit viel weniger. Man
benötigt also ein Vorschaltgerät, ein kleines Schaltnetzteil.
Du überschätzt das Maß dessen, was ein Hersteller von LED Lampen betreibt. In einem Anflug von Wahnsinn habe ich selber mal bei C ein 230V LED Leuchtmittel bestellt. Dort war als „Vorschaltgerät“ eigentlich nur ein Kondensator als kapazitiver Vorwiderstand drin.
Die LEDs waren dann gruppenweise verschaltet, jeweils mit nem normalen Widerstand vor jeder Gruppe und jeweils zwei Gruppen mit vertauschter Polung (somit leuchten die jeweils nur bei einer Halbwelle und man spart sich die antiparalelle Diode).
Oder halt einfacher gesagt: Kernschrott.
So hochfrequent kann dieses Blitzen der LEDs dann allerdings
nicht sein, es müsste dann deutlich unter 50 Hz liegen, denn
wenn z.B. der interne Kondensator zwei Zyklen braucht um
aufgeladen zu werden
Der kann sich schon nach einer Halbwelle auf eine Spannung geladen haben, die zum Aufblitzen der LED reicht. Das würde dann - wenn vor dem C ein Gleichrichter ist - zweimal pro Periode passieren, dann hättest Du 100 Blitzchen pro Sekunde. Das wäre dann das Glimmen.
Lösungen:
Überprüfe, ob L oder N geschaltet sind. Letzteres wäre unschön!
Schalte eine Glühbirne dazu. Oder einen Kondensator. Oder nimm Energiesparlampen mit integrierter 40W Halogenbirne. (Gibt es! Sinnvoll! Die 40W Lampe leuchtet so lange, bis die ESL warm ist und schaltet dann ab, bei Zimmertemperatur in weniger als 1min, da die Abwärme der 40W Lampe die ESL mitheizt.)
Ob das dann reicht um die LED-Lampe zum leuchten zu bringen…
Direkt würde das vermutlich nicht ausreichen. Eine LED wird
aber nicht mit 230V betrieben, sondern mit viel weniger. Man
benötigt also ein Vorschaltgerät, ein kleines Schaltnetzteil.
Du überschätzt das Maß dessen, was ein Hersteller von LED
Lampen betreibt. In einem Anflug von Wahnsinn habe ich selber
mal bei C ein 230V LED Leuchtmittel bestellt. Dort war als
„Vorschaltgerät“ eigentlich nur ein Kondensator als
kapazitiver Vorwiderstand drin.
Die LEDs waren dann gruppenweise verschaltet, jeweils mit nem
normalen Widerstand vor jeder Gruppe und jeweils zwei Gruppen
mit vertauschter Polung (somit leuchten die jeweils nur bei
einer Halbwelle und man spart sich die antiparalelle Diode).
Oder halt einfacher gesagt: Kernschrott.
Also so schlecht finde ich die Dinger nicht: Die eingestzten 3 W LED-Lampen mit je 30 LEDs sind wirklich superhell, eigentlich heller als die vorher eingesetzten 35 W Halogenlämpchen. Also trotzdem sehr effektiv. Nur die Lichtfarbe ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber es gibt ja verschiedene. Ich hatte halt die billigen Lampen vom Plus für 5.99 gekauft.
So hochfrequent kann dieses Blitzen der LEDs dann allerdings
nicht sein, es müsste dann deutlich unter 50 Hz liegen, denn
wenn z.B. der interne Kondensator zwei Zyklen braucht um
aufgeladen zu werden
Der kann sich schon nach einer Halbwelle auf eine Spannung
geladen haben, die zum Aufblitzen der LED reicht. Das würde
dann - wenn vor dem C ein Gleichrichter ist - zweimal pro
Periode passieren, dann hättest Du 100 Blitzchen pro Sekunde.
Das wäre dann das Glimmen.
Wie gesagt, die Kapazitäten der Leitung dürften extrem gering sein, so dass auch extrem geringe Stromstärken auftreten. Daher vermute ich mal, dass es einiger Halbwellen braucht, um genügend Ladung zu erreichen. Dann müsste aber die Blinkfrequenz deutlich niedriger als 50 Hz z.B. sein.
Lösungen:
Überprüfe, ob L oder N geschaltet sind. Letzteres wäre
unschön!
Schalte eine Glühbirne dazu. Oder einen Kondensator. Oder
nimm Energiesparlampen mit integrierter 40W Halogenbirne.
(Gibt es! Sinnvoll! Die 40W Lampe leuchtet so lange, bis die
ESL warm ist und schaltet dann ab, bei Zimmertemperatur in
weniger als 1min, da die Abwärme der 40W Lampe die ESL
mitheizt.)
Also so schlecht finde ich die Dinger nicht: Die eingestzten 3
W LED-Lampen mit je 30 LEDs sind wirklich superhell,
eigentlich heller als die vorher eingesetzten 35 W
Halogenlämpchen. Also trotzdem sehr effektiv.
Niemals. LEDs dieser Größe haben nur schlechte Wirkungsgrade, die nur wenig über Halogen liegen. Eine 3,5W Lampe mit 30 LEDs wird etwa so hell sein wie eine 5 oder 10W Halogenlampe. Damit meine ich den Lichtstrom in Lumen.
Schalte eine Glühbirne dazu. Oder einen Kondensator. Oder
nimm Energiesparlampen mit integrierter 40W Halogenbirne.
(Gibt es! Sinnvoll! Die 40W Lampe leuchtet so lange, bis die
ESL warm ist und schaltet dann ab, bei Zimmertemperatur in
weniger als 1min, da die Abwärme der 40W Lampe die ESL
mitheizt.)
Punkt 2 verstehe ich nicht ganz…
Eine Glühlampe vertilgt den minimalen Strom und die LEDs glimmen nicht mehr, benötigt aber dann beim Leuchten der LEDs (weil sie dann auch leuchtet) auch Leistung.
Ein Kondensator paralell zu den LEDs macht dasselbe, aber benötigt beim Leuchten keine Wirkleistung.
Also so schlecht finde ich die Dinger nicht: Die eingestzten 3
W LED-Lampen mit je 30 LEDs sind wirklich superhell,
eigentlich heller als die vorher eingesetzten 35 W
Halogenlämpchen. Also trotzdem sehr effektiv.
Niemals. LEDs dieser Größe haben nur schlechte Wirkungsgrade,
die nur wenig über Halogen liegen. Eine 3,5W Lampe mit 30 LEDs
wird etwa so hell sein wie eine 5 oder 10W Halogenlampe. Damit
meine ich den Lichtstrom in Lumen.
Oh, dem muss ich tatsächlich deutlich widersprechen! Ich hatte ehrlich gesagt vorher auch Angst, dass es so sein wird. Nun habe ich die 3W-LED_Lampen zum ersten Mal getestet und ich bin eines anderen belehrt worden! Ich würde sogar behaupten, sie sind eher so hell wie eine 50 W Halogenlampe, auf jeden Fall sind sie heller als die 35 W im Vergleich dazu. Eigentlich sind sie uns nämlich schon zu hell. Wenn sie denn wirklich nur die angegebenen 3 Watt verbrauchen (was ich mal annehme aber nicht nachgemessen habe), dann sind sie um ein Vielfaches (ca. Faktor 15!) effektiver als die Halogenlampen. Das ist aber auch kein Wunder: Die Halos werden extrem heiß, die LED-Lampe wird nur warm und man kann sie problemlos anfassen.
Schalte eine Glühbirne dazu. Oder einen Kondensator. Oder
nimm Energiesparlampen mit integrierter 40W Halogenbirne.
(Gibt es! Sinnvoll! Die 40W Lampe leuchtet so lange, bis die
ESL warm ist und schaltet dann ab, bei Zimmertemperatur in
weniger als 1min, da die Abwärme der 40W Lampe die ESL
mitheizt.)
Punkt 2 verstehe ich nicht ganz…
Eine Glühlampe vertilgt den minimalen Strom und die LEDs
glimmen nicht mehr, benötigt aber dann beim Leuchten der LEDs
(weil sie dann auch leuchtet) auch Leistung.
Ein Kondensator paralell zu den LEDs macht dasselbe, aber
benötigt beim Leuchten keine Wirkleistung.
Oh, dem muss ich tatsächlich deutlich widersprechen!
Sorry, aber Du verwechselst da was. LED strahlen nur in einem ganz engen Winkelbereich ab. Der Lichtstrom, der insgesamt aus Deiner 3W-LED rauskommt, ist ganz erheblich kleiner als das, was aus einer 10W-Halogenlampe kommt. Er erscheint Dir nur heller, weil er stärker gebündelt ist. Den Unterschied merkst Du deutlich, wenn Du versuchst, ein Zimmer damit zu beleuchten.
Gruß
loderunner
Direkt kann ich das Licht gar nicht nutzen, da es zu hell ist. Ich habe die LED-Lampen an die Seitenwand gerichtet, um nur das indeirekte Licht zu nutzen. Der Flur ist dabei immer noch sehr hell erleuchtet.
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Direkt kann ich das Licht gar nicht nutzen, da es zu hell ist.
Ich habe die LED-Lampen an die Seitenwand gerichtet, um nur
das indeirekte Licht zu nutzen. Der Flur ist dabei immer noch
sehr hell erleuchtet.
Hast Du mal den genauen Typ, einen Link oder sogar ein Datenblatt?
Gerade die LED Cluster (also zig kleine LEDs in einem Leuchtmittel) haben vergleichsweise miese Wirkungsgrade.
Der Flur ist dabei immer noch sehr hell erleuchtet.
dieser Thread ist ein sehr schönes Beispiel dafür, wie ein subjektiver Eindruck zur objektiven Wirklichkeit erklärt wird. Es beruhigt mich sehr, dass nicht alle Menschen so vorgehen.
Gruß
loderunner