Hallo,
Jetzt bin ich dabei mich beruflich neu zu orientieren, da ich
einen 10-12 Stunden Tag momentan (mit Kids) nicht leisten kann
und möchte.
Wer in der Schule arbeitet, hat auf jeden Fall unregelmäßige Arbeitszeiten, da können (bei Teilzeit) manchmal trotzdem genauso viele Stunden zusammenkommen.
In der Berufsschule findet (je nach Schule) der Unterricht häufig in den Nachmittags- / Abendstunden statt - passt das zu deinen Plänen?
Auf der Such nach einem Teizeitjob bin ich darauf gestoßen,
eventuell einen Quereinstieg an einer Berufsschule zu wagen.
Ich bin Dipl. Ökonomin (Uni).
- Geht das aktuell überhaupt?
Ich kann dir nicht sagen, ob du Chancen an einer Berufsschule hast. Für dich spricht, dass du ein Studium absolviert hast und Berufserfahrung aufweist (das fehlt vielen, die denken, dass sie mal an die Schule gehen könnten). Ob man dich nimmt, erfährst du am ehesten, wenn du dich an die zuständige Landesschulbehörde wendest.
- Wenn ich z.B. bei einer Berufsschule als Feuerwehrlehrer/
Aushilfslehrer auf teilzeitbasis arbeiten könnte: wie
funktioniert das?
Es könnte gut sein, dass man dich als Refendarin einstellt - du machst dann neben dem Unterricht die Ausbildung und vielleicht einige Zusatzseminare (Pädagogik etc.), die die anderen Referendare nicht machen, weil sie diese bereits an der Uni belegt hatten.
Manchmal werden auch Aushilfslehrer eingestellt. Natürlich schlechter bezahlt als „normale“ Lehrer, da ja die Ausbildung nicht vorhanden ist.
- Wie hoch ist die Bezahlung?
Referendare werden befristet verbeamtet, netto hast du dann (verheiratet, Kinder) ca. 1000 Euro, davon bezahlst du dann deine Krankenversicherung (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil oder Privatbeiträge, bei denen du deine Kinder separat versicherst/ bezahlst).
Aushilfslehrer könnte bezahlt werden nach einem Tarifvertrag (http://de.wikipedia.org/wiki/TV-L ???), aber eben eventuell geringere Einstufung.
- Ich habe auch schon oft gelesen, dass diese Lehrer über die
Ferien (v.a. Sommerferien) entlassen werden, um Geld zu
sparen. Stimmt das?
Ja. Aber du bist dann ja arbeitslosenversichert, die Arge wird dich mit einem geringen Betrag über den Sommer bringen, dir evtl. einen anderen Job vermitteln in den sechs Wochen - Und du weißt relativ sicher, dass du einen Nachfolgevertrag bekommst. Man wird dir auch schon die Klassen des nächsten Schuljahres mitteilen, damit du dich in den (unbezahlten) 6 Wochen unterrichtsfreier Zeit vorbereiten kannst. Denn die (d.h. alle) Ferien sind für die Schüler zwar Ferien, Lehrer nutzen diese Zeiten zur Unterrichtsplanung / -vorbereitung, Korrektur von Arbeiten etc.
- Wie sieht es mit der beruflichen Perspektive aus, d.h. kann
ich ggf. verbeamtet werden als Quereinsteiger - welche
Voraussetzungen muss ich hierfür erfüllen?
Wenn du über das Referendariat einsteigst, ist das zumindest möglich. Je nach Bundesland (oder Bedarf, oder Attraktivität des Bewerbers) variiert aber das Alter, bis zu dem verbeamtet werden darf. In manchen Ländern ist dies 35, in anderen 45.