Auskoffern bei Untergrund ehemaliges Spülfeld ?

Moin !
Ich arbeite in einem Betrieb der auf einem ehemaligen Spülfeld liegt (1910).Überall auf dem Betriebsgelände sind Absackungen der Pflasterung zu erkennen .Selbst nachgearbeite Stellen zeigen nach 1-2 Jahren deutliche gebrauchsspuren .Nun soll der vorhandene Lagerplatz erweitert werden .Dazu ist der „Wald“ der auf der Fläche entstanden war gerodet worden und die Wurzeln sollen per Bagger entfernt werden .Nun ist meine Frage wie tief müsste die Fläche ausgekoffert werden ? Aus bisherigen Beiträgen lese ich 50-80cm je nach Frostsicherheit .Ist das auf einem ehemaligen Spülfeld überhaupt sinnvoll ??
Da ja kein tragender Grund erreicht wird ? Und welche kostengünstige Alternative zur Befestigung gibt es außer Pflastern ? Die Fläche wird(soll) befahren(werden) mit 40t LKW
und Staplern

LG

Hallo!

bisherigen Beiträgen lese ich 50-80cm je nach Frostsicherheit
.Ist das auf einem ehemaligen Spülfeld überhaupt sinnvoll ??
Da ja kein tragender Grund erreicht wird ? Und welche
kostengünstige Alternative zur Befestigung gibt es außer
Pflastern ? Die Fläche wird(soll) befahren(werden) mit 40t LKW
und Staplern

Da bin ich aber froh, daß niemand auf die abgefahrene Idee kommt, für Baumaßnahmen auf kritischem Untergrund in einem Internetforum nachzufragen. Zum Glück ist dir klar, wie hirnrissig solche Art „Planung“ wäre.

Zum allergrößten Glück weißt du, daß du in den Gelben Seiten Ingenieurbüros für Baugrunduntersuchungen findest, die nach Untersuchung der Verhältnisse vor Ort sagen können, was getan werden muß, um eine bestimmte Tragfähigkeit zu gewährleisten.

Du wolltest nur mal antesten, wie seriös es hier zugeht.

Gruß
Wolfgang

Moin !

Danke Wofgang für Deine Antwort! Zitat:Du wolltest nur mal antesten, wie seriös es hier zugeht. Nein !! Mir geht es um Tipps von Praktikern .Selbstverständlich kann mein AG ein Bodengutachten erstellen lassen und Probebohrungen durchführen lassen. Und dann wird man feststellen : Ups ehemaliges Spülfeld 80-90% Sand oder mein AG kann Goldbarren inner Ems versenken selbes Ergebnis :wink:

Mir geht es mehr um die Richtung . Ist eine Vorbearbeitung der Fläche überhaupt sinnvoll ? Oder sollte man erst einmal mit ner Schotterschicht das nutzbar machen um der Fläche Zeit zu geben sich zu setzen? Welche Art von Steinen nehmen diese Kräfte auf (bedingt ) Ist Asphaltierung ne Alternative (kosten?)Oder evtl. Betonplatten? Stahlplatten auf den Fahrwegen der LKW ?Welche Erfahrungen haben Praktiker gemacht ?
Es geht mir nicht um ein fertiges Konzept sondern um Tipps in welche Richtung ich meinen Chef schubsen muss !:smile:

LG

Vorsicht…Trollalarm…so blöd KANN keiner sein mit so ner Frage

Guten Abend!

…oder mein AG kann Goldbarren inner Ems versenken selbes Ergebnis ;-

Zum Versenken von Goldbarren kommt es durch ungeeignete Maßnahmen und womöglich in der Folge durch Unfälle.

Mir geht es mehr um die Richtung . Ist eine Vorbearbeitung der
Fläche überhaupt sinnvoll ?

Ohne Kenntnis der örtlichen Verhältnisse, u. a. der Entwässerung, kann niemand brauchbare Hinweise liefern.

Es geht mir nicht um ein fertiges Konzept sondern um Tipps in
welche Richtung ich meinen Chef schubsen muss !:smile:

Den Tipp hast du bereits bekommen, nämlich den Untergrund von einem Ing.-Büro untersuchen zu lassen. Mehr Geld kann man nicht sparen, weil die entstehenden Kosten nur einen Bruchteil jeder noch so simplen Behelfsmaßnahme ausmachen. Du bist mit deinem Anliegen in einem Internetforum an ganz und gar ungeeigneter Adresse.

Gruß
Wolfgang

Hallo!

Mal paar Gedanken zum Thema:
-Es dürfte sich ja um eine Fläche von so 2000 m² handeln, wenn man da 2 40-Tonner abstellen, be-und -entladen bzw. unlenken-rangieren will.
-LKW´fahren üblicherweise immer genau in der selben Spur.
-Wenn man mit Staplern arbeitet, muss der Boden eben sein, da darf es keine Senken, Löcher, lockere Pflastersteine geben.
-Es ist über eine geeignete Entwässerung nachzudenken, leichtes Gefälle anlegen.
-Auch mal nachdenken, wie es im Winter wird, ob man da mit dem Schneepflug gut arbeiten kann, am besten etwas vorsehen, wo man den Schnee problemlos ohne hohe Borde irgendwie in eine Wiese schieben kann.
-Bedenken, wenn Gefahrstoffe verladen werden, oder auch wegen der Stapler, (Öl auslaufen ect.) ob in die Entwässerung irgend ein Abscheider oder Schieber reinmuss, Notfallstöpsel oder sowas, Umweltamt fragen, sich beraten lassen. Auch über Wasserversickerung, usw. beraten lassen. Und Abwassergebühren, ev. Regenwassersammler.

-Wenn da 2000m² altes, abgefahrenes Granitpflaster anfallen,
sind das so 200.000 Steine, die kann man mit dem Bagger herausnehmen,
es gibt da Siebschaufeln, um die Steine zu reinigen, und dann kann man die verkaufen. Das dürfte eine erhebliche Summe einbringen, so 20.000- 50.000 €.
-Das ganze könnte vielleicht 200.000€ kosten, in solchen Grössenordnungen bastelt man nicht planlos herum, wenn das nicht klappt, dann wird 5 Jahre lang immer geflickt, und dann reisst man das alles weg, und macht das nochmal neu, das kostet dann nochmal mindestens so viel.
-Man kann hier gar keinen Rat geben, weil man den Untergrung nicht kennt. Ich hab mir erstmal angesehen, was überhaupt ein Spülfeld ist,
also so was absolut unmögliches ist es garnicht.
-Da muss auf jeden Fall ein Ing-Büro Bodenuntersuchungen machen,
das auf Altlasten untersuchen, und ein Projekt erstellen.
Drainagenplan machen.
-Es ist möglich, unter Umständen eine Bodenstabilisierung durchzuführen, da wird Kalk eingemischt, und verdichtet. Das wird sogar im Labor getestet, und das Mischungsverhältnis festgelegt.

Also, es gibt da viel zu beachten, bestimmt auch noch viel mehr,
ich bin auch nur höchstens ein interessierter Laie.
Kann Dir als letztes aber noch sagen, dass Betonpflaster auf Dauer nicht hält, sehe ich bei mir auf Arbeit, und da sind 40-Tonner eine Seltenheit.
Meist sind solche Verladehöfe mit groben Asphalt gemacht, und da wird so alle 10 Jahre abgefräst und neu asphaltiert.

MfG,
Edelherb!