Auskunftspflicht Kiga

Hallo allerseits,

in einem Kiga erkranken zwei Betreuerinnnen und nachfolgend eine handvoll Kinder, welche daraufhin wiederum die Eltern anstecken. Die Betreuerinnen seien vom 10. Dezember bis zum Ende des Jahres krankgeschrieben. Besteht eine Auskunftspflicht des Kindergartens, an was die Betreuerinnen erkrankt sind (um die Behandlung der anderen zu optimieren)? Oder hat der Datenschutz hier Vorrang?

Gruss
n.

Hi,

sollte in der heutigen Zeit nicht der Arzt/das Labor sagen können um welche Krankheit es sich handelt? Ich würde mich zumindest nicht sehr wohl dabei fühlen wenn in der Lobby meiner Firma ein Schild hängt „An alle: Kasi ist an xy erkrankt. Wer sich schlecht fühlt sagt dies bitte seinem Arzt damit der die Behandlung darauf abstimmen kann“.

Gruss
K

Moin, n.,

wenn Verdacht auf etwas Ansteckendes besteht, ist das Gesundheitsamt gefragt. Woran das Personal erkarankt ist, kann man sich u.U. denken; eine Auskunftspflicht besteht ganz sicher nicht.

Gruß Ralf

Hi Kasi,

sollte in der heutigen Zeit nicht der Arzt/das Labor sagen können um welche Krankheit es sich handelt?

die Qualitaet der aerztlichen Leistungen wird von einigen sehr ueberschaetzt. Hier werden auch gerne auf Verdacht AB verschrieben, obwohl sie ganz und gar nicht notwendig wären oder unsinnig sind. Insbesondere bei Kindern möchten man das ja vielleicht vermeiden. Aber dieser Teil ist eigentlich OT.

„An alle: Kasi ist an xy
erkrankt. Wer sich schlecht fühlt sagt dies bitte seinem Arzt
damit der die Behandlung darauf abstimmen kann“.

nun, so weit von der Realitaet ist das nicht weg. In genau dem Kindergarten haengt eine derartige Liste (Krankheit, von wann bis wann, Anzahl der Kinder) fuer die Kinder, allerdings nicht fuer die Erzieherinnen.

Gruss
n.

OT ärztliche Leistungen
Hallo,

sollte in der heutigen Zeit nicht der Arzt/das Labor sagen können um welche Krankheit es sich handelt?

was hat denn das

die Qualitaet der aerztlichen Leistungen wird von einigen sehr
ueberschaetzt.

mit der Problematik zu tun? Ziemlich genau nichts …
Und das

Hier werden auch gerne auf Verdacht AB
verschrieben, obwohl sie ganz und gar nicht notwendig wären
oder unsinnig sind.

mit dem Thema Qualität der Ärzte in Verbindung zu bringen ist ja generell schon sehr vermessen, mit der nachgefragten Problematik hat es aber noch viel weniger zu tun.

Am Stammtisch oder in der Bildzeitung wären die beiden Aussagen sicher besser aufgehoben.

Gruß
Wawi

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Hallo,

in KiTas ist das

wenn in der Lobby
meiner Firma ein Schild hängt „An alle: Kasi ist an xy
erkrankt. Wer sich schlecht fühlt sagt dies bitte seinem Arzt
damit der die Behandlung darauf abstimmen kann“.

nicht ungewöhnlich, aber ohne Nennung von Namen. Nicht nur fürs Personal sondern auch zur Information der Eltern um zB bei Parasitenbefall oder infektiösen Erkrankungen einzelner Kinder die Eltern a) zu sensibilisieren und b) ihnen die Möglichkeit zu geben, das Kind vorübergehend herauszunehmen.

Gruß
Wawi

Hallo,

in einem Kiga erkranken zwei Betreuerinnnen und nachfolgend eine handvoll Kinder, welche daraufhin wiederum die Eltern anstecken. Die Betreuerinnen seien vom 10. Dezember bis zum Ende des Jahres krankgeschrieben. Besteht eine Auskunftspflicht des Kindergartens, an was die Betreuerinnen erkrankt sind (um die Behandlung der anderen zu optimieren)?
Oder hat der Datenschutz hier Vorrang?

Ja. Und ich wette, dass auch die Eltern wenig Wert darauf legen, dass am Aushang steht, dass es ihr Kind war, das xyz in den Kindergarten eingeschleppt hat. Daneben gibt es meldepflichtige Krankheiten. Die werden allerdings dem Gesundheitsamt gemeldet, das dann ggf. Kontaktpersonen der Infizierten informiert oder schließt auch schonmal so eine Einrichtung.

Grüße

Hallo,

warum?

zum einen geht es den Arbeitgeber nichts an, weshalb bei den Angestellten eine AU vorliegt, wie soll er also diese Info weiter geben?

Weiterhin würde sich jeder Arzt grob fahrlässig verhalten, wenn er bei einer Untersuchung nicht das Kind untersucht sondern aufgrund der pseudomedizinischen Gebrabbels der Eltern das Kind behandeln würde.

Also was soll die Info nützen?

Wie viele Kinderärzte habt ihr bei euch? sind das so viele, dass jeder der 10 Kinder nen eigenen Arzt hat? die sind doch auch nicht blöd und wissen ganz genau, welche Krankheit gerade durchs Dorf getrieben wird…

Abend!

wenn Verdacht auf etwas Ansteckendes besteht, ist das
Gesundheitsamt gefragt.

Auch ein Schnupfen ist ansteckend. Das Gesundheitsamt ist höchstens bei meldepflichtigen Krankheiten gefragt.

Gruß
Falke

Hallo,

nun, so weit von der Realitaet ist das nicht weg. In genau dem
Kindergarten haengt eine derartige Liste (Krankheit, von wann
bis wann, Anzahl der Kinder) fuer die Kinder, allerdings nicht
fuer die Erzieherinnen.

Ja, aber das wird sicher nicht für alle Eltern kopiert und heraus gegeben.
Wenn die Erzieherin jetzt eine super seltene Tropenkrankheit hätte, wäre es sicher fair das mitzuteilen.
Wenn der Kinderarzt aber nicht in der Lage ist, eine in Europa gänige
Krankheit zu behandeln, dann würde ich einfach den Arzt wechseln, statt private Informationen von den Erzieherinnen verlangen.

Gruß Jenny

Gruss
n.

Moin,

wenn Verdacht auf etwas Ansteckendes besteht, ist das
Gesundheitsamt gefragt.

Auch ein Schnupfen ist ansteckend.

wegen eines Schnupfens im Kindergarten wird wohl kaum so ein Bohei gemacht werden. Hoffe ich jedenfalls.

Gruß Ralf

Hallo,

in der Kita meiner Tochter war es üblich, ohne Namensnennung darauf hinzuweisen, dass z.B. gerade ein Darmvirus, die Windpocken oder Läusebefall die Runde machen. Damit hatten die Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder kritisch zu beäugen und bei einschlägigen Anzeichen frühzeitig und gezielt handeln zu können. Die 2einhalb Kinderärzte im Viertel wußten sowieso Bescheid, welche Krankheiten in den Top10 waren.

Wenn meldepflichtige Seuchen im Umlauf gewesen wären (was nicht vorgekommen ist), wären wir ebenfalls ohne Namensnennung von den zuständigen Stellen informiert worden.

Funktioniert das heute etwa nicht mehr?

LG Barbara

Hi wawi,

gut gebruellt und ich betrachte dich ab jetzt als Robin Hood der Aerzte.

Die Tatsache, dass deutsche Aerzte schon Probleme haben, Krankheiten, die Antibiotika benoetigen von denen zu unterscheiden, die anders zu behandeln sind, ist ein anerkanntes Faktum. Das stammt nicht aus der Bildzeitung und auch nicht von einem Stammtisch (den ich ueberhaupt nicht habe). Google liefert dir genug serioese Berichte, z.B.

http://www.rp-online.de/gesundheit/news/aerzte-versc…

Aber das war ohnehin nur ein Beispiel, dass es schon an kleinen Dingen mangelt.

Du gestattest mir,

  • der zwei Todesfaelle in der Familie/Bekanntenkreis hat, die auf Aerztefusch zurueckzufuehren sind (gerichtlich festgestellt)

  • der selbst fast Opfer einer derartigen Aktion wurde, bei der er nach mehr als 8 woechiger Trial-And-Error Behandlung durch seinen Hausarzt (6 verschiedene Medikamente und Bestrahlung), am Tag vor der Einlieferung in die Notaufnahme eines KH ihm in der Praxis des Hausarztes 3 Doctores bestaetigt haben, dass er eigentlich kerngesund sei und die Beschwerden nicht zu erklaeren seien. 30m nach der Notaufnahme wurde operiert. Der Chefarzt hat ein wenig schockiert reagiert, als auf seine Nachfrage „2h spaeter und sie haetten tot sein koennen. Warum sind Sie denn nicht eher gekommen?“ hoeren musste, dass da schon ueber 2 Monaten dran herumgedoktert wird. Bei den Doctores selbst war kein Statement zu bekommen und es ging sicherlich der Witz „Schwester: Der Simulant von Zimmer 10 ist nun gestorben. Dr: Nun uebertreibt er aber wirklich“ um…

  • der von deutschen Aerzten eine „neue“ Medizin verschrieben bekommen hat, die er allerdings lebenslang nehmen muesste und die dann auch 3 Jahre brav nahm. Nach Untersuchung durch einen Privatarzt in einem anderen Land musste er hoeren: „diese Medizin ist total veraltet, sie wird eigentlich seit mehr als 5 Jahren nicht mehr verschrieben und hat viel zu viele Nebenwirkungen.“ Er bekam eine andere Medizin, mit der das Leiden nach 6 Monaten verschwunden war und auch nicht wieder aufgetreten ist. Hinzuzufuegen hier noch: der deutsche Hausarzt weigerte sich natuerlich, diese andere Medizin zu verschreiben. Nicht, weil es nicht moeglich gewesen waere, sondern weil er weiterhin nur seine „Neue“ Medizin verschreiben wollte. Ein deutscher Facharzt hingegen befürwortete diese Medizin (mit der gleichen Argumentation wie der Privatarzt) und nachfolgend fand sich auch ein anderer „einsichtiger“ Hausarzt …

  • dessem Kind in 10 Faellen, in denen es mit einem Infekt (urlaubsbedingt bei 6 verschiedenen Kinderaerzten) vorgestellt wurde, 9 mal AB verschrieben werden sollten, obwohl die Indikationen dafuer nicht gegeben waren. Erst auf Nachfrage, ob das wirklich die richtige Medizin sei, wurde darauf verzichtet.

  • dessen Kind vom aktuellen Arzt tendentiell keine AB verschrieben bekommt, was wiederum aber auch schon einmalig falsch war.

  • dessen Frau mit einer bakteriellen Infektion am Wochenende in ein Hospital der Kreisstadt fuhr, dessen Notdienst sich aber weigerte, etwas zu tun. Daraufhin fuhr sie in ein zweites Hospital in einen nahen anderen Kreis. Der dortige Arzt sagt: „Fahren Sie doch bitte zur Apotheke, lassen sich dort das richtige Antibiotikum geben und rufen mich danach an, dann stelle ich ihnen das Rezept entsprechend aus“. Noch verwunderlicher in diesem Fall war, dass der Apotheker ihr das AB auch tatsaechlich vorab mitgegeben hat. Und noch mehr Glueck, dass der Apotheker auch tatsaechlich wusste, dass es das richtige war.

… usw usw

Du gestattest mir also, dass ich an der Qualitaet der Haus/Kinderärzte zweifle, und dass ich deshalb nach einer Option gesucht habe, die Informationen zu sammeln, damit ich meinen Teil zur Verminderung von Fehldiagnosen beitragen kann. Selbstverstaendlich bekommt der Arzt zunaechst die Gelegenheit, das Ganze zu bewerten. Sollte dabei aber rauskommen, dass alle anderen Kinder die Krankheit X haben und er diagnostiziert Y, dann nehme ich mir die Freiheit, ihn um eine weitere Untersuchung zu bitten. Unabhaengig davon, dass diese Krankheiten durchaus auch fuer Erwachsene sehr gefaehrlich sein koennen.

Gruss
n.

Hi Ralf,

wegen eines Schnupfens im Kindergarten wird wohl kaum so ein
Bohei gemacht werden. Hoffe ich jedenfalls.

nein, es ging nicht um einen Schnupfen. Fuer den wird man ja auch ohnehin nicht 3 Wochen krankgeschrieben …

Gruss
n.