Ausländische Schule oder die Nachbarschaftsschule?

Hallo Heike!

Ich meinte, dass er mit auch schriftlichen Sprachkenntnissen sich
besser
zurechtfinden wird und in seinem späteren Leben leichter
zurechtkommt. Ein Land, in dem ich die Aufschrift auf den
Verpackungen im Laden lesen (anstatt nur erkennen) kann, ist
einem doch vertrauter.

Das kann ich nicht so wie Du empfinden, denn wenn er hier, in der hiesigen Schule lesen lernt, kann das auch überall auf die Welt, wo lateinische Buchstaben verwendet werden. Wenn er lesen kann, wird er schon überall wissen daß „patatas“ Kartoffel sind. Was anders ist, wenn er selber etwas schreiben muß. Dann zeigt es sich wie lange und wo er Spanisch gelernt hat. Aber zum Aufschriften lesen im supermarkt wird es allemal reichen…

Das mit den lebenslangen Kinderfreundschaften ist so eine
Sache. Wenn der Wechsel auf Realschule/Hauptschule/Gymnasium
nach der 4. Klasse erfolgt, gehen schon viele
Grundschulfreundschaften auseinander.

Genau das ist was ich meine. In Spanien trennen sich die schulischen Wege nach der 4. Klasse auch (wenn ich mich nicht irre. Es hat sich grundlegend geändert seitdem ich dort die Schulsystem verlassen habe). Aber ein Nachbar ist noch immer der Nachbar und der bleibt Türe an Türe mit mir. Wenn dazu noch er in meiner Klasse ist, nach 4 Jahren sind wir schon fast unzertrennlich. Jetzt auf die schnelle konnte ich Dir 10 Beispiele aus meinem Dorf nennen: Mit mitte 40 sind noch immer sehr eng befreundet!!! (Nur sie spielen nicht mehr mit dem Feuerwehrauto oder Perlen einfädeln zum Halsschmuck)

Da könnte der
langjährige Zusammenhalt auf der Spanischen Schule vielleicht
sogar die räumliche Entfernung wieder wettmachen.

Oder auch nicht…

Er wird doch
auch älter und darf dann allein per Bus oder Fahrrad seine
Freunde besuchen. Nur weil jemand neben mir wohnt und die
gleiche Klasse besucht, mag ich ihn noch lange nicht so sehr,
dass ich mit ihm befreundet bin.

Das ist klar. Aber man hat immer wieder die Chancen diese gewisse „Abneigung“ wieder wett zu machen…

Der Hinweis, das Niveau des Sprachunterrichts zu erfragen, war
allerdings gut. Das kann ich dir auch nur noch einmal ans Herz
legen.

Ja, danke. Ich denke auch, daß der toll ist!

Wie auch immer du entscheidest - es wird richtig sein.

Vielen Dank, Heike. Das hoffe ich! Hauptsache Spanisch bleibt bei ihm nicht auf der Strecke und wird weiter aufgebaut.

Viele Grüße, Heike

Danke. Dir auch ganz liebe Grüße
Helena

Hallo Helena,

ich glaub, ich hab in deinen Antworten irgendwo gelesen, dass du mittlerweile rausgefunden hast, dass die nächste Schule in der sowas angeboten wird, 30 km entfernt ist. Diese Entfernung find ich für einen Grundschüler schon sehr heftig. Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn du ihn erstmal auf eine Grundschule in euerer Nähe schickst. Nach der Grundschule trennen sich die Wege ja häufig auch. Dann fällt es ihm nicht so schwer, wenn auch er weiter weg muss. Vor allem ist er dann schon älter, und so ein weiter Schulweg eher zu verantworten. Es wäre aber natürlich schade, wenn er dann erst ab der 5. Klasse ,zusätzlich zu dem was er von dir lernt, in spanisch gefördert würde. Aber vielleicht gibt es ja die Möglichkeit, außerhalb der Schule einen Kurs zu besuchen, wo er nur einmal die Woche oder so hingeht. Da würd ich mich auf jeden Fall nochmal informieren. Für einmal die Woche, wäre es ja auch nicht so schlimm, wenn es etwas weiter weg wäre.

So, ich hoffe, ich konnte dir noch einen paar Anregungen geben.

Gruß
Michaela

Hallo Michaela!
Vorab: Vielen herzlichen Dank für Deinen Beitrag!
Und dann: Nein, entweder habe ich mich falsch ausgedrückt (eher); oder Du hast mich falsch verstanden (weniger wahrscheinlich).
Was ich meinte ist, daß im Umkreis von 30 Km keine spanische Schule gibt. Das hies aber nicht (war nicht so gemeint, zumindest), daß in 31 Km doch so eine Schule gibt. Ich sagte die Zahl 30 als eine für mich unzumutbare entfernung für eine Schule für einen 6-jährigen, der sonst noch in 5 Gehminuten die nächste Schule hat.
Uff! Ich hoffe ich habe mich jetzt richtig ausgedrückt.
Auf jeden Fall, sorry, Michaela.
Der Rest Deines Postings kann ich nur zustimmen und gebe Dir absolut recht: Wenn es doch mit der sp. Schule nicht klappen sollen, dann werde ich eine andere suchen, wo er zusätzlich zum „normalen“, das schriftliche Spanisch lernen kann. Da sind wir uns, glaube ich, absolut einig. :o)))
Auf jeden Fall vielen Dank für Deine Anregungen!
Schöne Grüße aus der „spanische-Schule-lose“ Stadt (oder wie auch immer es richtig heissen soll) ;o)))
Helena

Hallo,
also auch ich habe die Wahl zwischen 2 minuten bzw. 50 min. Schulweg und habe mich für letzteres entschieden. Sicher, 3 Kinder aus unserem HAUs gehen in die Gundschule nebenan, aber die wohnen auch hier im Haus, so können FReundschaften weiterbestehen.Ich werde meine TOchter auf die SPAnische Europaschule schicken. Erstens, wegen der SPRache, zweitens aber auch wegen dem UMFeld. Die Schule wird hauptsächlich von Lateinamerikanern besucht (WIe sie eine halbe ist). IHR jetztiger Kiga ist auch spanisch, da geht es natürlich anders zu, als in deutschen staatlichen KITas. DER abrupte WEchsel, plötzlich kein spanisch mehr hören, keine spanischen LIEder mehr singen ect. möchte ich auch nicht für sie.

also, que se vaya a la esuela española!

Liebe GRüße
MAria
(OT: Ja, meine UMSchalttaste klemmt wirklich, zu faul alles nachzukorrigieren)