Auslagerungsdatei: Vielfaches des vorhanden RAM?

Hallo,

ich habe schon oft den Tipp gehört, man solle als Größe der Auslagerungsdatei ein Vielfaches des vorhandenen RAMs verwenden (das Doppelte, 2,5-fache oder …?)

Ich finde diesen Tip total unlogisch: Weshalb sollte ein PC mit mehr RAM eine größere Auslagerungsdatei brauchen? Es müßte doch eingentlich umgekehrt sein, oder?

Ich habe jetzt seit kurzem einen AMD Athlon 1,4 GHZ mit 512 MB RAM (welch ein Unterschied zu meinem alten Pentium 100 MHZ mit 64 MB RAM - bin total begeistert von der Kiste), habe als Mininum und Maximum 150 MB für die Ausl-Datei eingetragen.

Der System-Monitor sagt mir immer (auch wenn mehrere Programme gleichzeitig offen sind): „Belegt von Ausl-Datei: 0“, dagegen habe ich immer noch viele MB „Nicht belegten Arbeitsspeicher“ - momentan 352 MB. Angesichts dieser Werte müßte ich ja eigentlich den virtuellen Arbeitsspeicher sogar ganz deaktivieren können, aber ich habe mal gehört, WIN braucht diesen, um den RAM zu defragmentieren (??? - stimmt das?) Ich lasse es mal bei 150 MB.

Aber ich lerne immer gerne dazu: Kann mir jemand erklären, weshalb doch ein Vielfaches (welcher Faktor?) des RAM empfehlenswert ist (das wäre ja in meinem Fall weit mehr als 1 GB - wäre auch egal - genug Festplattenspeicher wäre vorhanden, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass eine derart große Ausl-Datei Sinn macht, glaube eher, dass die Verwaltung dieser großen Datei den PC langsamer/instabil machen würde?

Klärt mich bitte auf. (OS ist übrigens WIN98 SE) und bald zusätzlich win2000 (Wie ist es bei WIN2000?)

Vielen Dank für Antworten

CIAO
Helmut

Hallo,

also, windows braucht den Virtullen speicher eigentlich garnicht, solange man keine programme startet und nicht allzuviele treiber lädt, …

der Virtuelle tritt immer dann in aktion wenn die gesamtmenge an speicher die von applikationen angefordert wird größer wird als der freie Ramspeicher, am einfachsten legst du ne auslagrerungs datei in ner handlich größe an (so 100 MB bis 1 GB) und startest einfach Photoshop und lädst ein A4 Großen 32-bit scan mit 1200 dpi und legst ein paar ebenen an, das war der grund meinen rechner von 256 MB auf 512 MB aufzurüsten… als swap bereich hab ich ne schnelle 4 GB platte freigegeben und auch den pfad \temp dahin verlegt per SET temp= in c:\autoexec.bat und in der registry den pfad für die temporären internet dadeien dahin gepatcht…

ciao norbert

wenn du dein ram man voll auslasten willst , kopier per drag und drop ein CD komplette auf platte, die aber ein stark verschachteltes directory haben sollte, (z.B. Die c’t Rom)

CIAO
Helmut

Alte Zöpfe…

ich habe schon oft den Tipp gehört, man solle als Größe der
Auslagerungsdatei ein Vielfaches des vorhandenen RAMs
verwenden (das Doppelte, 2,5-fache oder …?)

Solche Faustregeln waren zu Zeiten, als noch 16 oder höchstens 32MB RAM verwendet wurden, meist recht brauchbar.

In Zeiten von 128MB und mehr RAM ist es dagegen Blödsinn, so zu rechnen.

Angesichts dieser Werte müßte ich ja
eigentlich den virtuellen Arbeitsspeicher sogar ganz
deaktivieren können, aber ich habe mal gehört, WIN braucht
diesen, um den RAM zu defragmentieren (??? - stimmt das?) Ich
lasse es mal bei 150 MB.

Unter Windows sollte man die Auslagerung nie ganz abstellen. Soweit ich das mal gelesen habe, arbeitet Windows so, dass Dateien, die nur beim Start eines Programms benötigt werden, ziemlich schnell im Swap landen, bis man das Programm wieder beendet.

In der Regel sollten so 150 bis vielleicht 300MB ausreichen. Wenn Du merkst, dass Du mehr benötigst, kannst Du es immer noch ändern.

Wer es für sich selber ganz genau wissen will, geht so vor: Mit Hilfe des Systemmonitors während einer Sitzung, in der man möglichst viel gleichzeitig macht, also evt. mehr als üblich, beobachten wie viel ausgelagert wird. Diesen Wert grosszügig aufrunden und als Swap einstellen.

CU
Peter

Peter und Norbert haben das Wichtigste ja schon geschrieben.

Eine weitere Möglichkeit: Gib der Auslagerungsdatei eine definierte Größe; lade alle Programme die Du so im Normalfall parallel nutzt und/oder die viel Speicher fressen. Dann schaust Du wieviel übrig ist und schon kennst Du Deinen wirklichen Bedarf. Alles andere kannst Du Dir dann aufsparen.

Viele Grüße

olli

kleine Korrektur
Hallo,

danke an alle, die geantwortet haben!

ich habe schon oft den Tipp gehört, man solle als Größe der
Auslagerungsdatei ein Vielfaches des vorhandenen RAMs
verwenden (das Doppelte, 2,5-fache oder …?)

Solche Faustregeln waren zu Zeiten, als noch 16 oder höchstens
32MB RAM verwendet wurden, meist recht brauchbar.

In Zeiten von 128MB und mehr RAM ist es dagegen Blödsinn, so
zu rechnen.

Ja, das denke ich auch, schade, dass sich keiner meldet, der die Theorie mit dem Vielfachen des vorhandenen RAMs vertritt und begründet (dieser Tipp ist nämlich nicht totzukriegen - taucht immer wieder in PC-Zeitschriften auf und war auch schon mehr als einmal hier im Forum)

Angesichts dieser Werte müßte ich ja
eigentlich den virtuellen Arbeitsspeicher sogar ganz
deaktivieren können, aber ich habe mal gehört, WIN braucht
diesen, um den RAM zu defragmentieren (??? - stimmt das?) Ich
lasse es mal bei 150 MB.

Wer es für sich selber ganz genau wissen will, geht so vor:
Mit Hilfe des Systemmonitors während einer Sitzung, in der man
möglichst viel gleichzeitig macht, also evt. mehr als üblich,
beobachten wie viel ausgelagert wird. Diesen Wert grosszügig
aufrunden und als Swap einstellen.

Hier die kleine Korrektur: Habe früher schon noch auf dem auf dem alten PC festgestellt, dass das nicht ausreicht.

Frank Ullrich meint dazu in seiner WIN FAQ (http://www.winFAQ.de)

„Frage: Wie groß muß meine Auslagerungsdatei sein (wenn permanent)?
Antwort: Genau zur Beantwortung dieser Frage gibt des den System-Monitor. RAM+Swap müssen so groß sein wie der maximal erreichte Wert von „Reservierter Speicher“.“
Und:
„Reservierter Speicher:
Eine der wichtigsten Angaben. Soviel Speicher benötigt man insgesamt (RAM und Swap). Wenn Reservierter Speicher = RAM + (permanente) Auslagerungsdatei sollte man schnell alle Daten sichern und einige Programme schließen. Sollte dies öfter geschehen, muß die Swap-Datei vergrößert werden (wenn permanent).“

Also ich denke, um festzustellen, wie groß die permanente Auslagerungsdatei sein muss, sollte man viele Programme starten, und die Größe des RESERVIERTEN Speichers als Maßstab heranziehen. Dann noch großzügig einiges dazugeben und es sollte reichen (hatte auf meinem alten PC mit 64 MB RAM und 130 MB Auslagerungsdatei nie Probleme unter WIN98 SE)

Interessant ist allerdings, dass wenn ich auf dem alten Pentium 100, 64 MB RAM und dem neuen PC (Athlon 1,4 512 MB RAM) unter dem gleichen Betriebssystem (WIN98 SE), die gleichen Programme starte, ich dennoch sehr unterschiedliche Werte als Reservierten Speicher bekomme.

CIAO Helmut