Hallo an alle!
Folgende Sachlage:
Ich möchte mich beruflich gerne weiterbilden, Sprachkenntnisse erweitern und die große weite Welt entdecken. Ich habe letztes Jahr meinen Wehrdienst uA im Ausland abgeleistet und dort „Blut geleckt“. Ich habe gemerkt wie mir die Zusammenarbeit mit anderen Nationalitäten und deren Mentalitäten Spaß macht. Sich auf Biegen und Brechen mit Händen und Füßen teilweise in bis zu 3 verschiedenen Sprachen zu verständigen war einfach nur… abenteuerlich
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Diese interkulturelle Verständigung möchte ich auf jeden Fall weiter verfolgen und auf längere Sicht gesehen in mein Leben einbauen. Leider habe ich nicht studiert, bin mit meiner Berufsausbildung schon fertig und bin jetzt in einer Berufslaufbahn (IT-Systemelektroniker) in der es zwar steil nach oben gehen kann, allerdings wird man eher auf der Stelle treten, wenn man nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Leider setzt mein Arbeitgeber mir nur all zu gern riesige Felsen in den Weg und versucht mich klein zu halten. Modern Business eben.
Ich habe jetzt beschlossen einige Weiterbildungen und Zertifizierungen selbst zu finanzieren und mich auf diese (sehr kostspielige) Weise selbst aus der Misere zu ziehen.
Auf meiner Recherche im Internet bin ich dann auf die Möglichkeit eines Auslandspraktikum gestoßen. Hier wäre ein Anbieter, den ich mir mal näher ins Auge gefasst habe: http://www.projects-abroad.de
Wenn ich mir die Seite allerdings durchlese, scheint das eher was für Schüler und Studenten zu sein, ähnlich einem Austauschprogramm einer Schule. Versteht mich nicht falsch, ich möchte das nicht aus reinen Eigennutz machen. Ich habe oben ja schon geschrieben, dass ich mich letztes Jahr für das Militär anstelle des gemeinnützigen Zivildienstes entschieden habe. Nun würde ich gerne mal „die andere Seite“ kennen lernen. Menschen in ihrem Leben weiterhelfen, etwas gemeinnütziges machen, endlich mal ehrenamtlich tätig werden etc. Ich sehe hierbei eine Möglichkeit gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Immerhin könnte ich das in einem Entwicklungsland machen, das nicht nur auf Spenden und humanitären Organisationen, sondern vor allem auf aktive Helfer dringend angewiesen ist.
Das Praktikum, sofern von der Karriere-Seite her betrachtet überhaupt sinnvoll, würde ich in einem Zeitraum von 2 Monaten durchführen. Ich würde außerdem drauf achten, dass es etwas mit meiner Berufslaufbahn zu tun hat - so kann ich schließlich auch den Leuten vor Ort am meisten helfen. Hierfür müsste ich aber erstmal einige unangenehme Gespräche mit meinem Arbeitgeber führen, den Urlaub genehmigt bekommen (vielleicht kann ich ja Sonderurlaub beantragen?), mir die nötigen Impfungen verabreichen lassen und vor allem das nötige Kleingeld dafür zusammen kratzen, da es nicht gerade günstig sein würde.
Ihr seht, es würden sich schon einige Hürden auftun und deswegen eben auch die Frage ob es mir in meiner Karriereplanung irgendwas bringen würde oder ob die Personaler diesen Abschnitt einer Bewerbung eher mit Gleichgültigkeit überfliegen: „Der hat ja eh nicht studiert…“, „Auslandspraktikum ohne Studium? Da hatte wohl jemand keine Lust zu arbeiten.“, „dann war er halt mal kurz im Ausland… und?“
Ach ja, ich bin 22 falls das eine Rolle spielt.
Vielen Dank schonmal für eure Meinungen.