Auslandsüberwisung

Hallo!

Aus Schweden erhielt ich eine Überweisung von einem Freund. Meine Bank hat mir 7,50€ Gebühr abgezogen. Ist es üblich, dass die Bank den Empfänger zur Kasse bittet? Kann mir jemand erklären warum das so ist? Ich fand das ziemlich ärgerlich, und meinem Freund wäre es wohl recht unangenehm wenn er wüsste, dass ich nicht die volle Summe erhalten habe.

Gruß Petra

Auch hallo,

bei Auslandsüberweisungen hat nicht nur die Auftraggeberbank Arbeit, sondern auch die Empfängerbank. Der Auftraggeber kann aber festlegen, wer welche Kosten zahlen soll. So kann er auch die fremden Kosten übernehmen, dann wäre das Geld bei Dir voll angekommen. Standard (so auch hier) ist die Kostenteilung (Share).

Gruss Hans-Jürgen
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Hallo Petra,

zunächst mal ist es „richtig“ dass die Bank Provisionen kassieren darf für so einen Eingang.

Es 3 Gebührenregelungen die der Auftraggeber bei der Auftragserteilung wählen kann.

a)OUR = alle Gebühren z.L. Auftraggeber = Auftraggeber zahlt zusätzlich auch die Gebühren die in Deutschland anfallen (innerhalb der EU legt die Bank hierfür eine Pauschale fest mit der sie in den meisten Fällen hinkommt, außerhalb der EU und bei großen Beträgen wird eventuell was nachbelastet)

b)SHARE = Jeder zahlt die Gebühren die in seinem Land anfallen

c)BEN = Alle Gebühren z.L. des Begünstigten = Die ausländische Bank zieht Ihre Gebühren vom Überweisungsbetrag ab und du zahlst noch die hier anfallenden Gebühren.

Nach diesem kleinen Exkurs, gehe ich davon aus, dass es sich um die Regelung SHARE handelt, was auch durchaus üblich ist. Abhängig ist die Höhe vom Preisverzeichnis deiner Bank und das ist eigentlich gar nicht so viel mit den EUR 7,50.

Offensichtlich wurde auch keine EU-Standardzahlung ausgeführt (für Kritiker: die gibt es in Schweden auch, trotz SEK) für die keine Gebühren angefallen wären. Demnach war bei der Auftragsabgabe irgend ein Kriterium dafür nicht erfüllt (diese findest du in den FAQ).

Gruß Ivo