Hallo,
ab welcher auslastung kann man mit stockendem verkehr auf einem gigabitlink rechnen. zb ab wieviel videoströmen a 10mbit treten ruckler auf?
habt ihr links die soetwas erklären? formeln? tabellen?
danke euch
Hallo,
ab welcher auslastung kann man mit stockendem verkehr auf einem gigabitlink rechnen. zb ab wieviel videoströmen a 10mbit treten ruckler auf?
habt ihr links die soetwas erklären? formeln? tabellen?
danke euch
Das kommt darauf an…
Zum einen musst Du unterscheiden zwischen Latenz und Bandbreite - Es kann auch bei geringer Auslastung der Bandbreite zu sogen. Lags, also verlängerten Übermittlungszeiten kommen. Bandbreitenmäßig ist es ja einfach, auf 1000MBit/s passen 100x10 MBit/s. Theoretisch. Abziehen musst Du dann noch evtl. Kollisionen und Ethernet-Overhead (Je nach Aufbau der Videostream-Pakete, nicht pauschal beurteilbar). Und dann, ja dann kommt’s noch auf die eingesetzte Hardware an, ob die eine volle Auslastung überhaupt zulässt, auf ALLEN Ports. Bei Switchen nennt man das dann „non-blocking“, heisst, die Backplane, also die Switch-interne Datenautobahn hat eine größere Bandbreite als die Summe aller verfügbaren Ports und die Prozessoren machen das auch mit. Naja, und wenn dann noch Router dazwischen hängen, wird’s noch komplizierter.
Eine Katastrophe für sowas sind btw. Hubs. Jene sollten in so einer Umgebung nicht vorkommen.
Fragen? Fragen!
Gruß,
-doc
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Hallo Doc,
Zum einen musst Du unterscheiden zwischen Latenz und
Bandbreite - Es kann auch bei geringer Auslastung der
Bandbreite zu sogen. Lags, also verlängerten
Übermittlungszeiten kommen. Bandbreitenmäßig ist es ja
einfach, auf 1000MBit/s passen 100x10 MBit/s. Theoretisch.
Abziehen musst Du dann noch evtl. Kollisionen und
Ethernet-Overhead
und darum ging es eben. wieviel bekomme ich tatsächlich durch?
(Je nach Aufbau der Videostream-Pakete,
nicht pauschal beurteilbar). Und dann, ja dann kommt’s noch
auf die eingesetzte Hardware an, ob die eine volle Auslastung
überhaupt zulässt, auf ALLEN Ports.
ja, davon ist auszugehen. die kann es.
Naja, und wenn dann noch Router dazwischen
hängen, wird’s noch komplizierter.
es hängt auch ein router dazwischen. dieser kann auch nonblocking und wirespeed L3.
Eine Katastrophe für sowas sind btw. Hubs. Jene sollten in so
einer Umgebung nicht vorkommen.
? bei gigabit?
die videostreams könnten mjpeg mit 10mbit sein.
grüße
matthias
Hallo Doc,
und darum ging es eben. wieviel bekomme ich tatsächlich durch?
Okay. Also, fange wir an:
Du hast 1000MBit/s Ethernet.
Ethernet hat 26 Bytes Overhead/Frame und bis zu 1500 Bytes Nutzdaten.
CAVE: Es _können_ auch weniger Nutzdaten verpackt werden, und es gibt auf der anderen Seite auch Giant Frames mit mehr Nutzdaten, die jedoch nicht ganz standardkonform sind. Wir gehen mal von 1500 Bytes aus.
Darüber hast Du IP.
IP hat idR 20 Bytes Overhead/Paket, der Datenanteil ist variabel, die Gesamtlänge idR auf 576 Bytes beschränkt. Ergibt 556 Bytes Datenteil.
Damit passen zwei IP-Pakete in einen Ethernet-Frame.
Bei Streaminganwendung liegt über IP meist UDP.
UDP hat einen Overhead von 2 Bytes/Segment.
Das ergibt dann bis zu 554 Bytes Daten/Segment.
Bei dieser Konstellation ergäben sich also:
1108 Bytes Nutzdaten :: (2*2)+(2*20)+(1*26)= 70 Bytes Overhead.
Das entspricht einem Overhead-Anteil von 5,94%, womit Du etwa 940 MBit/s real zur Verfügung hättest.
Aber: Das ist nur eine Möglichkeit, die ganzen Daten zu verpacken. Andere sind denkbar, wie’s wirklich aussieht, könntest Du mit einem Ethernet-Sniffer herausfinden.
Und dann, ja dann kommt’s noch
auf die eingesetzte Hardware an, ob die eine volle Auslastung
überhaupt zulässt, auf ALLEN Ports.ja, davon ist auszugehen. die kann es.
Okay, also Netzwerkkarten, Switche, Router etc. können das alles.
Eine Katastrophe für sowas sind btw. Hubs. Jene sollten in so
einer Umgebung nicht vorkommen.? bei gigabit?
Die 10MBit/s-Streams laufen ja nicht von Server bis zum Client auf Gigabit, oder? Irgendwo wird ja auf (Fast) Ethernet runtergeschraubt, und dortige Probleme pflanzen sich dann performancemäßig fort.
Naja, soweit erstmal eine mögliche Berechnung. Falls Du die Möglichkeit hast, in einem Testszenario einfach mal einen Stream auf Layer 2 mitzusniffen, könnte man sich den Sniffer Trace mal genauer ansehen.
Gruß,
-doc
.
Ethernet hat 26 Bytes Overhead/Frame und bis zu 1500 Bytes
Nutzdaten.
CAVE: Es _können_ auch weniger Nutzdaten verpackt werden, und
es gibt auf der anderen Seite auch Giant Frames mit mehr
Nutzdaten, die jedoch nicht ganz standardkonform sind. Wir
gehen mal von 1500 Bytes aus.Darüber hast Du IP.
IP hat idR 20 Bytes Overhead/Paket, der Datenanteil ist
variabel, die Gesamtlänge idR auf 576 Bytes beschränkt. Ergibt
556 Bytes Datenteil.
Damit passen zwei IP-Pakete in einen Ethernet-Frame.Bei Streaminganwendung liegt über IP meist UDP.
UDP hat einen Overhead von 2 Bytes/Segment.
Das ergibt dann bis zu 554 Bytes Daten/Segment.Bei dieser Konstellation ergäben sich also:
1108 Bytes Nutzdaten :: (2*2)+(2*20)+(1*26)= 70 Bytes
Overhead.Das entspricht einem Overhead-Anteil von 5,94%, womit Du etwa
940 MBit/s real zur Verfügung hättest.
soweit sogut
Aber: Das ist nur eine Möglichkeit, die ganzen Daten zu
verpacken. Andere sind denkbar, wie’s wirklich aussieht,
könntest Du mit einem Ethernet-Sniffer herausfinden.Die 10MBit/s-Streams laufen ja nicht von Server bis zum Client
auf Gigabit, oder? Irgendwo wird ja auf (Fast) Ethernet
runtergeschraubt, und dortige Probleme pflanzen sich dann
performancemäßig fort.
die links zwischen den switchen/routern wären gbe, die anschaltports der codecs sind fastethernet. schon klar, dass da nur 9* das ganze durchgeht. ist das aber so? die pakete kommen ja nicht so, dass sie hintereinanderpassen. oder reichen die cachefunktionen des switches aus, um eben 10* 100mbit inkl overhead in einen gigabitlink zu packen. oder fallen eben dort verluste an weil eben doch nicht alles direkt hintereinander passt.
Naja, soweit erstmal eine mögliche Berechnung. Falls Du die
Möglichkeit hast, in einem Testszenario einfach mal einen
Stream auf Layer 2 mitzusniffen, könnte man sich den Sniffer
Trace mal genauer ansehen.
habe ich vor, aber noch nicht alles da. dauert auch noch ein bisl.
danke und schönen abend erstmal
die links zwischen den switchen/routern wären gbe, die
anschaltports der codecs sind fastethernet. schon klar, dass
da nur 9* das ganze durchgeht. ist das aber so? die pakete
kommen ja nicht so, dass sie hintereinanderpassen.
Dafür gibt es Puffer, die die IP-Pakete sortieren. Das sollte bei hochwertigen Switches kein Problem darstellen - solange kein weiterer Traffic über die Leitungen geht!
oder
reichen die cachefunktionen des switches aus, um eben 10*
100mbit inkl overhead in einen gigabitlink zu packen. oder
fallen eben dort verluste an weil eben doch nicht alles direkt
hintereinander passt.
Doch, das passt schon - auf Ethernet-Ebene, also Layer 2! Auf Layer 3 und 4 kommst Du natürlich nicht auf 10*100 = 1000 MBit/s.
Pro FE-Link bekommst Du theoretisch 9 Streams hin, das wären bei 10 Ports 900 MBit/s, das müsste hinhauen.
Naja, soweit erstmal eine mögliche Berechnung. Falls Du die
Möglichkeit hast, in einem Testszenario einfach mal einen
Stream auf Layer 2 mitzusniffen, könnte man sich den Sniffer
Trace mal genauer ansehen.habe ich vor, aber noch nicht alles da. dauert auch noch ein
bisl.
Du brauchst dafür nur einen Streaming-Server und einen Client mit Sniffer, es geht ja nur um das Format der Frames/Pakete/Segmente. Naja, den Router vielleicht auch noch, manchmal verändern Router die Pakete, also einmal davor und einmal dahinter sniffen.
Gruß,
-doc