Da ich gerade die Haushüterrolle für meine sich im Urlaub befindene Mutter übernommen habe, sitze ich zur Zeit an ihrem PC und schneide nebenbei meine mit Save.tv aufgenommenen Filme (Schnittprogramm Avidemux). Avidemux ist mehrkernfähig und auf höchste Priorität für beide Kerne eingestellt, trotzdem daddeln beide Kerne lt. Task-Manager so zwischen 15 und 20% Auslastung vor sich hin, irgendwas bremst hier gewaltig das System aus, vermutlich die Festplatte (Ausgangs- und Zielordner auf der selben Partition! Hatte extra die Ausgangsdaten von der externen HD auf den PC gezogen, weil anfangs USB die Bremse war, leider wurde die Performance nur zu ca. 50% besser).
RAM sind 2x2GB PC800, CPU ne AMD X2 5000+ und ne 500 GB Sata-HD. Mein Geistesblitz: das Board verträgt 16GB RAM (und der kostet ja heutzutage fast nichts mehr, darf garnicht daran denken, daß ich 1991 für die Aufrüstung von 4 auf super, super, geile 8 MB(wohlgemerkt MB !!!) stolze 400DM bezahlt habe!!!), also Board vollstopfen bis Anschlag, 3,5GB für Windows reservieren und mit dem Rest eine RAM-HD erstellen und den ganzen Schnittkram auf diesen 12,5GB RAM rumtoben lassen.
Weiß schon, endgültige Speicherung der Ergebnisse muß vorm Runterfahren auf einer anderen HD erfolgen, aber meine Hauptfragen: hat jemand damit Erfahrung, ist eine Größe von 13,5GB überhaupt realisierbar, kennt jemand eine praxiserbrobte Software für Einrichtung und Bedienung der RAM-Disk oder ist die ganze Idee vielleicht einfach nur völlig daneben?
Wenn der PC 2GB in 90s bearbeitet, ist das ja eigentlich auch o.k., aber würde schon gerne der CPU etwas mehr Arbeit verschaffen wollen, soll was tun für ihr Geld
!
Oder verursacht etwas ganz anderes diese Bummelei der Kerne??
MfG
Sorry, diesmal kann ich da leider keine Hilfe anbieten, aber ich wär tierisch am Ausgang dieser „verwegenen“ Konstruktion interessiert, ob das funzt. 
hallo
also, mit einem „normalen“ 32-bit-windows wird es schwer werden: üblicherweise kann das betriebssystem nur 4 gb addressieren. der bereich zwischen 3,5 gb und 4 gb ist reserviert und normalerweise unbenutzbar (gibt starke abweichungen je motherboard und sonstiger komponenten). es gibt angeblich eine ramdisk, die den bereich zwischen 3,5 und 4 gb auch unter normalen win xp nutzen kann, habs aber nie ausprobiert.
mit einer server-version von win xp sollte es klappen - die kann mit einer technik, die ähnlich der xms-technik aus früheren tagen ist, auch auf bereiche über 4 gb zugreifen.
wenn du keine lizenz für win xp server (oder auch vista) hast, ist das aber haarig.
ev. interessant ist die anschaffung einer solid state disk - eine extrem schnelle „festplatte“ die eigentlich aus ram-bausteinen aufgebaut ist, aber wie eine normale festplatte angesprochen wird. ist inzwischen relativ billig, in brauchbaren grössen erhältlich (bis 350 gb und mehr) und funktioniert notfalls noch mit einem alten dos.
lg
erwin
also, mit einem „normalen“ 32-bit-windows wird es schwer
werden: üblicherweise kann das betriebssystem nur 4 gb
addressieren.
Aber er will doch gar nicht adressieren, sondern alles über 4 GB hinaus als Ramdisk verwenden. Das sollte doch kein Problem sein?
ev. interessant ist die anschaffung einer solid state disk -
Die haben halt den Nachteil, dass bei hoch volatilen Daten (um die es hier ja geht) sehr schnell jede Speicherzelle einmal angepackt ist (da dürften im konkreten Fall auch sehr grosse Flash-Disks nicht wirklich helfen) und anschließend neu formatiert (sofern der Hersteller ein entspr. Tool überhaupt liefert) oder mit extremen Performanceeinbrüchen gerechnet werden muss.
Zudem müsste der Flash sowohl einen gleichermaßen hohen Lese- wie auch Schreibdurchsatz erzielen. Damit käme nur SLC-SSDs in Frage, und die sind heute noch extrem teuer. Für eine 32 GB-Intel-SLC-SSD habe ich vergangenen Monat rd. 400 € gezahlt.
Gruß
Hallo Christian,
Habe in einem anderen Forum was gefunden, klingt zumindest ziemlich vielversprechend.
Beitrag 122
http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=30…
Auch dieser Beitrag hier ist interessant:
http://www.tomshardware.com/de/foren/240612-26-vista…
Persönlich würde mich aber interessieren, ob hier jemand auch das im Ausgangsbeitrag beschriebene Problem hat und ob eine RAM-HD Besserung bringt.
MfG
Hallo Erwin
solid state disk dürfte nicht viel bringen, da ja dann die Schnittstelle (SATA) genau wie bei der internen HD der Engpass sein dürfte.
MfG
solid state disk dürfte nicht viel bringen, da ja dann die
Schnittstelle (SATA) genau wie bei der internen HD der Engpass
sein dürfte.
Ich habe noch keine HD gesehen, die eine SATA-Schnittstelle auch nur annähernd ausgelastet hätte. SSDs können einen gewaltigen Performance-Schub mit sich bringen. Auf einem Rechner zuhause starte ich das BS (jeweils Debian Lenny) alternativ von
- Festplatte: ca. 45 sek.
- MLC-SSD: ca. 45 sek.
- SLC-SSD: ca: 15 sek.
Das sind jetzt keine Benchmarks, aber es wird doch deutlich, dass man mit einer SSD durchaus was reissen kann.
Gruß
Moien
Aber er will doch gar nicht adressieren, sondern alles über 4
GB hinaus als Ramdisk verwenden. Das sollte doch kein Problem
sein?
RAM ist wie ein grosses Buch. Jede Seite hat eine Nummer. Mit der Nummer kommt man an die Seite ran und kann lesen / schreiben. XP begrenzt die Seitenzahl auf 2^32 (- ein bisschen Schmoder).
Die RAMdisk kann Windows gar nicht nach den hinteren Seiten fragen, kann damit auch nicht dahin schreiben / lesen. Die hinteren Seiten sind einfach nur tot.
Aber: man kann über diverse Hacks den Windows Kern umgehen und direkt mit der CPU über den Zugriff verhandeln. Das sind sehr üble und durchaus problematische Techniken. „Instabil“ beschreibt den Zustand nur unzureichend. Die sind aber bei Virenschreibern recht beliebt.
Die haben halt den Nachteil, dass bei hoch volatilen Daten (um
die es hier ja geht) sehr schnell jede Speicherzelle einmal
angepackt ist (da dürften im konkreten Fall auch sehr grosse
Flash-Disks nicht wirklich helfen) und anschließend neu
formatiert (sofern der Hersteller ein entspr. Tool überhaupt
liefert) oder mit extremen Performanceeinbrüchen gerechnet
werden muss.
Naja, sequenzielle Zugriffe auf grössere Datenblöcke funktionieren mit den akutellen Intel Firmwares sehr lange recht gut. Und jetzt wo das TRIM Commando teilweise verfüg ist sollte es eh weniger Ärger mit der internen Fragmentierung geben.
Ich versteh eh nicht wieso ihr auf SSD gekommen seid. 4 normale Platten, 2x RAID-0 und avidemux wird richtig rennen. Selbst mit 2 normalen Platten komme ich schon auf > 70MB/s demuxing …
cu
Moien
also, mit einem „normalen“ 32-bit-windows wird es schwer
werden: üblicherweise kann das betriebssystem nur 4 gb
addressieren. der bereich zwischen 3,5 gb und 4 gb ist
reserviert
3.0 - 3.5 ist PCI, 3.5 - 4.0 ist frei.
und normalerweise unbenutzbar (gibt starke
abweichungen je motherboard und sonstiger komponenten).
(Vorallem der Graka)
mit einer server-version von win xp sollte es klappen - die
kann mit einer technik, die ähnlich der xms-technik aus
früheren tagen ist, auch auf bereiche über 4 gb zugreifen.
Nennt sich PAE.
ev. interessant ist die anschaffung einer solid state disk -
eine extrem schnelle „festplatte“ die eigentlich aus
ram-bausteinen aufgebaut ist, aber wie eine normale festplatte
angesprochen wird.
Stopp, du schmeist 2 Dinge zusammen:
Es gibt SSDs auf RAM Basis und SSD auf Flash Basis. Die Flashteile gibt es inzwischen in bezahlbar, gross und langsam oder schnell, klein und relativ teuer. Das kennt Ottonormal unter dem Namen SSD.
RAM basierte SSDs sind immer klein, teuer und sauschnell. Ottonormal kennt sowas gar nicht, sehen etwa so aus: http://www.gigabyte.com.tw/Products/Storage/Products… (das NEW auf der Seite kann man vergessen, das Produkt ist alt).
Funktionieren aber beide als normale Platten.
cu
Aber er will doch gar nicht adressieren, sondern alles über 4
GB hinaus als Ramdisk verwenden. Das sollte doch kein Problem
sein?
???
wie bitte soll das betriebssystem eine ram-disk in einem speicherbereich anlegen, an den es gar nicht rankommt? die frage war definitiv, ob er eine ramdisk in den bereich über 4 gb legen kann und meine antwort war: nur mit windows server. was genau hast du daran nicht verstanden?
die frage, ob etwas teuer ist oder nicht ist immer relativ: wenn ich etwas unbedingt haben will, kann der preis manchmal egal sein. will ich ein wirklich schnelles system, packe ich (unter anderem!) die schnellste platte rein, die ich bekommen kann. will ich ein LEISTBARES schnelles system, dann bau ich mir ein raid aus guten platten (und mache brav ein regelmässiges backup).
auf die frage, ob eine schnellere platte überhaupt sinn hat - weil der flaschenhals ev. ganz woanders liegt - bin ich bewusst nicht eingegangen, da der fragesteller explizit nach der möglichkeit einer ramdisk gefragt hat.
lg
erwin