Auspufferneuerung

Ha @ll,

habe gerade gestern das hintere Endrohr bei meinem Bus erneuert und sah bei der Gelegenheit, daß das Mittelteil mit Schalldämpfer auch nicht mehr taufrisch ist, obwohl der Händler mir sagte, es sei noch gut.

Da gab es doch mal vor Zeiten so eine „Farbe“ zum Aufstreichen (ich meinte, das sollte man im heißen Zustand drauftun bzw brennt sich dann noch ein). Diese Chemikalie verbindet sich dann wohl mit dem äußeren Rost zu einer stabilen rostfesten Masse und läßt den Auspuff länger leben.

Kennt jemand das Zeug, und wie heißt es? Welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht?

Schönes WE wüscht
Richard

Hallo Richard,

ein Auspuff gammelt in aller Regel von innen durch, so daß Anstriche gleich welcher Art wenig nützen. Aggressive Verbrennungsrückstände und Wasser (ebenfalls ein Verbrennungsprodukt), machen dem Auspuff den Garaus. Was wirklich lebensverlängernd wirkt, ist eine kleine Bohrung (2-3mm) am tiefsten Punkt im Auspufftopf. Die Schalldämpfung wird durch die Bohrung nicht beeinflußt, aber Wasser kann abfließen. Das macht man natürlich am besten gleich beim nagelneuen Auspuff.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

für diesen gleichen Tipp vor drei (?) Wochen bekam ich eine Rüge von einem User !!

gruß

dennis

*obwohl Du Recht hast*

für diesen gleichen Tipp vor drei (?) Wochen bekam ich eine
Rüge von einem User !!

Hallo Dennis,

was gibt es bei diesem Tipp zu bemängeln? Es ist eine uralte, bewährte Methode zur Verlängerung der Auspuff-Lebensdauer, von mir praktiziert seit meinem ersten klapprigen Auto Ende der 60er. Ob Renault Dauphine, R4, Käfer in allen Variationen, Audi 75, Jaguar E-Hingucker, Uralt-Benz (so ein Ding mit Flossen und 55 PS-Diesel) oder alles, was Opel hieß und Räder hatte, alle hatten die Bohrung. Der TÜV interessierte sich für die merkwürdigsten Dinge und beanstandete nie diese sinnvolle Maßnahme.

Mehrere meiner Auto hatten noch weitere Bohrungen, nämlich im Unterboden, weil es reinregnete und sich die undichte Stelle nicht finden ließ. Das Blech um diese Ablaufbohrung formte ich mit einem Dorn so, daß in Fahrtrichtung kein Wasser geschöpft wird.

Bei einem Langstrecken-Fahrzeug, möglichst mit Edelstahl-Auspuff, sind solche Maßnahmen allerdings entbehrlich. Wenn alles regelmäßig warm genug wird, sammelt sich auch kein Wasser im Auspuff.

Gruß
Wolfgang

Hi Wolfgang
Der Dennis meinte den Ratschlag mit dem Loch im Topf.
Seit 1.1.2001 ist bei der AU die Dichtheit der Abgasanlage zu
kontrollieren und wird durch die anschließende Messung dokumentiert.Wird bei der Kontrolle die geringste Undichtigkeit
festgestellt,darf die Messung nicht durchgeführt werden.
So die Aussage des TÜV im Mai vorigen Jahres.
Als Ausweg böte sich an,vor der AU eine Blechschraube in das
Loch zu drehen und anschließend wieder zu entfernen.
Gruß
Lenz

Der Dennis meinte den Ratschlag mit dem Loch im Topf.
Seit 1.1.2001 ist bei der AU die Dichtheit der Abgasanlage zu
kontrollieren und wird durch die anschließende Messung
dokumentiert.Wird bei der Kontrolle die geringste
Undichtigkeit
festgestellt,darf die Messung nicht durchgeführt werden.
So die Aussage des TÜV im Mai vorigen Jahres.
Als Ausweg böte sich an,vor der AU eine Blechschraube in das
Loch zu drehen und anschließend wieder zu entfernen.

Hallo Lenz,

das hört sich logisch an.

Die bewährte Lochmethode habe ich allerdings in den letzten reichlich 10 Jahren nicht mehr benutzt. Da hatte ich nur Leasing-Geschäftsautos, die auf Langstrecke geprügelt wurden. Dabei sammelt sich gewiß kein Wasser und eine gewisse nach-mir-die-Sintflut-Stimmung kann ich auch nicht leugnen, wenn klar ist, daß man das Auto nach 3 Jahren gegen ein neues tauscht. Tüv war in der Zeit auch kein Thema, weil Neufahrzeuge in den ersten 3 Jahren nicht vorgestellt werden müssen. Aber seit einiger Zeit habe ich wieder ein eigenes Auto und bei passender Gelegenheit setze ich die Bohrmaschine an.

Gruß
Wolfgang