Ausrichtung/Lage? Meinung v Hausbesitzern gefragt

Hi,

ich interessiere mich sehr für eine Gebrauchtimmobilie.
Das Haus als solches gefällt mir super und passt in mein Budget. Leider passen einige Randbedingungen weniger gut ins Bild:

  1. Im Gebiet befinden sich viele renovierungsbedürftige Mehrfamilienhäuser.
  2. Das Grundstück hat nur 211 qm, Wunschvorstellung war mal 300 qm
  3. Die Ausrichtung des Gartens ist nach Nordosten, d.h. auch im Hochsommer wird man im Wohnzimmer und auf der Terrasse nachmittags nie Sonne haben.
  4. Hinter dem Haus befinden sich ehemalige Kleingärten. Die Pachtverträge wurden gekündigt, weil die Eigentümer sich erhoffen, großen Reibach daraus zu machen. Allerding ist dieses Gebiet angeblich gar nicht mit Häusern bebaubar (angeblich Bergschäden). Zur Zeit häuft sich dort leider einiges an Unrat an.

Wie wichtig wären euch diese (negativen) Randbedingungen, um von einem Kauf des Hauses, das ansonsten gefällt, Abstand zu nehmen?
Nur EURE Meinung ist gefragt.

Kleine Zusatzinformation: Es wird bereits seit zwei Jahren erfolglos gesucht. Irgendwas ist immer…

Gruß
Kiwi

Wie wichtig wären euch diese (negativen) Randbedingungen, um
von einem Kauf des Hauses, das ansonsten gefällt, Abstand zu nehmen?

Ich würde es nicht kaufen.

  1. Im Gebiet befinden sich viele renovierungsbedürftige
    Mehrfamilienhäuser.

Die Frage ist, warum sind die Haeuser renovierungsbeduerftig. Und werden aktuell Haeuser renoviert oder herrscht Stillstand? Im letzteren Fall wuerde ich eher Abstand nehmen.

  1. Das Grundstück hat nur 211 qm, Wunschvorstellung war mal
    300 qm

Das muss nicht unbedingt ein Nachteil sein. Wichtiger ist der Zuschnitt.

  1. Die Ausrichtung des Gartens ist nach Nordosten, d.h. auch
    im Hochsommer wird man im Wohnzimmer und auf der Terrasse
    nachmittags nie Sonne haben.

Das kann kompensiert werden, indem man sich weiter hinten im Garten eine schoene Sitzecke einrichtet. Haengt natuerlich von der Tiefe des Gartens ab.

  1. Hinter dem Haus befinden sich ehemalige Kleingärten. Die
    Pachtverträge wurden gekündigt, weil die Eigentümer sich
    erhoffen, großen Reibach daraus zu machen. Allerding ist
    dieses Gebiet angeblich gar nicht mit Häusern bebaubar
    (angeblich Bergschäden). Zur Zeit häuft sich dort leider
    einiges an Unrat an.

Dazu kann man so nicht viel sagen. Ich wuerde mich bei der Gemeinde erkundigen wegen der baurechtlichen Lage und eventuellen Vorhaben.

Grundsaetzlich gilt: Im Zweifel nicht kaufen. Die Lage des Grundstuecks kann man nicht aendern. Dann lieber eine bessere Lage suchen und beim Bauzustand Abstriche machen.

Gruss
Christoph

Hallo Kiwi,

ich würde es nicht nehmen, vor allem nicht wegen Punkt 1 und 4.

Renovierungsbedürftige Mehrfamilienhäuser ziehen leicht Pack an, denn ordentliche Leute suchen sich lieber etwas anderes. Zu leicht wohnst du dann später in einem heruntergekommenen Stadtteil.

Du solltest dich vielleicht erkundigen, wem die Gebäude gehören und mal den Eigentümer ansprechen, ob Sanierungsmaßnahmen geplant sind.

Ein leerstehendes Grundstück auf dem sich Müll ansammelt ist natürlich erst einmal kein schöner Anblick. Was mich aber noch mehr stören würde, wäre die Ungewissheit, was da evtl. eines Tages hinkommen könnte. Wenn eine Wohnbebauung doch nicht möglich sein sollte, wäre ein solches Gebiet vielleich noch gut als Autowaschanlage mit Tankstelle oder als Abstellplatz für LKW, neuproduzierte Fahrzeuge oder als Sportanlage nutzbar. Oder die Nachbarschaft nutzt es als Hundetoilette bis dann ein Lebensmitteldiscounter seine neue Filiale dort eröffnet. Überlege dir gut, ob du soetwas gern als Nachbarn hättest.

Frage doch mal bei der Stadt nach, ob es für das Gebiet einen Bebauungsplan gibt, bzw. was dort geplant ist. Vielleicht gab es auch schon Pressemitteilungen darüber? Da würde ich genau recherchieren.

Punkt 3 würde mich weniger stören. Evtl. findet sich im hinteren Teil des Gartens ein sonniges Plätzchen. Und eine brütend heiße Terrasse ist auch nicht unbedingt schön. Auf Südterrassen kann sich die Hitze ganz schön stauen. Weiter hinten im Garten ist es zwar genauso sonnig, aber die Wärme verteilt sich besser. Wenn wir wirklich eine Klimaerwärmung bekommen, kann eine schattige Terrasse richtig angenehm sein.

Und was Punkt 2 angeht: da kommt es immer auf die Verhältnisse an, d.h. wie der Garten zu nutzen ist. Oft wird durch einen ungünstigen Schnitt eines Grundstücks die Fläche nicht optimal genutzt, dann ist aber ein kleines Grundstück gut durchdacht und man kommt trotzdem mit dem Platz aus.

Viele Grüße

Anne

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Hallo Kiwi,

ich kenne das, irgend etwas ist wirklich immer, ich fürchte, wenn man nicht gerade einen Goldesel daheim hat, muss man beim Hauskauf Abstriche machen.

  1. Im Gebiet befinden sich viele renovierungsbedürftige
    Mehrfamilienhäuser.

Bei uns sind/waren es eher kleinere MFH oder EFH’s. War unter anderem der Grund, dass unser Haus schwer verkäuflich (und daher für uns günstiger *g*) war. Wir haben uns die Gegend sehr sorgfältig angeschaut und auch mal den einen oder anderen Bewohner angesprochen. Hier ist es so, dass diese älteren Häuser meistens aufgrund eines Erbfalls verkauft werden an junge Familien, die dann mehr oder weniger schnell sanieren. Unsere Gegend sieht jetzt, 5 Jahre nach unserem Einzug, viel besser aus als damals, eben weil sich etwas tut.

Dazu kommt bei uns noch, dass wir jetzt in das Sanierungsgebiet unserer Stadt fallen und Zuschüsse winken *freu*.

Diejenigen, die noch vor kurzem die Nase über die alten Häuser hier gerümpft haben, staunen jetzt über die teilweise sehr schönen Renovierungen.

Bei größeren Mehrfamilienhäusern kann das allerdings anders aussehen, da besteht auch die Gefahr, dass die noch lange vor sich hingammeln.

  1. Das Grundstück hat nur 211 qm, Wunschvorstellung war mal
    300 qm

Unser Grundstück ist ähnlich klein, der Zuschnitt aber prima (alle Gärten gehen sozusagen „in die Mitte“, so dass man nicht bemerkt, wie klein das Grundstück tatsächlich ist. Da alles gut eingewachsen ist, sieht man die Nachbarn trotzdem nicht, es ist nicht so „offen“ wie in den Neubaugebieten.

  1. Die Ausrichtung des Gartens ist nach Nordosten, d.h. auch
    im Hochsommer wird man im Wohnzimmer und auf der Terrasse
    nachmittags nie Sonne haben.

DAS wäre für mich ein No-go.

  1. Hinter dem Haus befinden sich ehemalige Kleingärten. Die
    Pachtverträge wurden gekündigt, weil die Eigentümer sich
    erhoffen, großen Reibach daraus zu machen. Allerding ist
    dieses Gebiet angeblich gar nicht mit Häusern bebaubar
    (angeblich Bergschäden). Zur Zeit häuft sich dort leider
    einiges an Unrat an.

Hört sich auch nicht gut an.

Wie wichtig wären euch diese (negativen) Randbedingungen, um
von einem Kauf des Hauses, das ansonsten gefällt, Abstand zu
nehmen?
Nur EURE Meinung ist gefragt.

Für mich würde es reichen, das Haus nicht zu nehmen.

Viele Grüße
Insel

Moin,

nach einem Hauskauf kannst du alles verändern, nur nicht das Grundstück und die Lage.

Gruß
Marion

Hallo Kiwi,

für mich wären alle vier Punkte ein NO-GO.

  1. Im Gebiet befinden sich viele renovierungsbedürftige
    Mehrfamilienhäuser.

Generell wären für mich persönliche schon viele Mehrfamilienhäuser ein NO-GO. Renovierungsbedürtig setzt dem Ganzen dann noch die Krone auf. Wie hier schon geschrieben wurde, ziehen in solche Häuser oft sozialschwache Familien ein.

Falls dich das Haus so sehr interessiert und die anderen Punkte für dich nicht so ausschlaggebend sind, könntest du dich informieren was mit den Häusern in Zukunft geplant ist. Vielleicht werden sie ja aufwendig in super Objekte saniert. Wer weiß das schon.

  1. Das Grundstück hat nur 211 qm, Wunschvorstellung war mal
    300 qm

Wäre für mich ebenfalls ein NO-GO. Bei uns musste es ungefähr die Größe sein, die wir uns vorgestellt hatten. Aber wenn es für dich in Ordnung ist. Das muss halt jeder selbst entscheiden.

  1. Die Ausrichtung des Gartens ist nach Nordosten, d.h. auch
    im Hochsommer wird man im Wohnzimmer und auf der Terrasse
    nachmittags nie Sonne haben.

Wäre für mich ebenfalls ein absolutes NO-GO, da ich die Sonne liebe. Bei uns im Baugebiet gibt es aber einige, die sich ihr Grundstück extra so ausgesucht haben, dass Wohzimmer und Terasse Mittags und Abends im Schatten liegen. Ist halt auch wieder Geschmackssache und du musst entscheiden ob das für dich denkbar ist.

  1. Hinter dem Haus befinden sich ehemalige Kleingärten. Die
    Pachtverträge wurden gekündigt, weil die Eigentümer sich
    erhoffen, großen Reibach daraus zu machen. Allerding ist
    dieses Gebiet angeblich gar nicht mit Häusern bebaubar
    (angeblich Bergschäden). Zur Zeit häuft sich dort leider
    einiges an Unrat an.

Auch dieser Punkt wäre für mich ein NO-GO. Wer weiß was damit mal passiert.

Und dann fällt mir noch was anderes ein. Wenn diese ehemaligen Kleingärten sich direkt hinter dem Haus befinden und dort Bergschäden vorhanden sind - was ist denn in der Hinsicht mit dem von dir ins Auge gefassten Haus und Grundstück. Eventuell auch Gefahr von Bergschäden??

Gruß

Samira

Wie wichtig wären euch diese (negativen) Randbedingungen, um
von einem Kauf des Hauses, das ansonsten gefällt, Abstand zu
nehmen?
Nur EURE Meinung ist gefragt.

Kleine Zusatzinformation: Es wird bereits seit zwei Jahren
erfolglos gesucht. Irgendwas ist immer…

Gruß
Kiwi

Hallo,

Allerding ist
dieses Gebiet angeblich gar nicht mit Häusern bebaubar
(angeblich Bergschäden).

Bergschäden hören doch nicht an der Grundstücksgrenze auf!
Man sollte sich da genau erkundigen. Allerdings ist es in der Regel so, daß man mit unverbindlichen Auskünften (Wishi- Waschi) abgespeist wird. Gibt einen Bergschadensverzicht?

Existieren an dem Haus bereits Bergschäden?

Wie sieht es mit dem Grundwasser aus?

Wird keine Wasserhaltung durch die Zeche betrieben, steigt vllt. das Grundwasser. Da gibt es haarsträubende Fälle am Niederrhein mit Totalschäden.

Ich würde nicht kaufen.
Es könnte zu viel Unbekanntes nachfolgen.

Gruß:
Manni

Hi

Wie wichtig wären euch diese (negativen) Randbedingungen, um
von einem Kauf des Hauses, das ansonsten gefällt, Abstand zu
nehmen?

Eigentlich sehr wichtig, denn ich müßte dann dort wohnen und alles in Kauf nehmen, was mich von Anfang an gestört hat.

Besonders bedenklich finde ich die Sache mit den Bergschäden. Ich würde da auf jeden Fall noch einen Fachmann zu Rate ziehen, der abschätzen kann, ob „Dein“ Haus sicher ist.

Kleine Zusatzinformation: Es wird bereits seit zwei Jahren
erfolglos gesucht. Irgendwas ist immer…

Ich weiß ja nicht, was bei den anderen Häusern nicht gepaßt hat, aber bei dieser Beschreibung ist da ein bißchen viel was Dir schon vor dem Kauf negativ auffällt.

Gruß
Edith