mich hat gerade eine Freundin angerufen. Wir haben in letzter Zeit wenig Kontakt. Unsere Beziehung ist herzlich aber nicht intensiv.
Sie kommt aus einem Kriegsgebiet und lebt seit ein paar Jahren mit ihren Eltern hier in Deutschland. Der Vater ist kulturell bedingt recht dominant. Sie wohnt noch Zuhause und konnte jetzt mit mitte 20 eine Ausbildung beginnen.
Nun: Sie ist vor ein paar Wochen in der Arbeit Ohnmächtig geworden. Wie sie erzählt hat, wurde ihr schwindelig die Hände feucht…wie bei einem Kreislaufkollaps. Weil sie das an dem Tag zwei Mal hatte, ist sie ins KH. Dort wurde Blut abgenommen, EKG geschrieben…alles normal. U- Schall, schwanger ist sie nicht.
Wurde also wieder nach Hause geschickt. Sie ist dann noch ein paar Mal umgefallen. Da haben die Ärzte im KH ihr angeraden sich mal Psychologisch untersuchen zu lassen. Das finde ich gar keine schlechte Idee, weil ich der Meinung bin sie leidet schon sehr unter dem Vater.
Sie meint, sie sei auch immer so traurig und völlig antriebslos.
Jetzt gerade am Telefon fragt sie mich:
Ist das gefährlich was ich habe? Das hat mir ein wenig Angst gemacht! Ich hab sie gefragt ob sie es gefährlich fände, da meint sie nur, dass wüßte sie nicht.
Wie soll ich diese Aussage verstehen? Ich weiß nicht wo ich das einordnen soll.
Es wundert mich auch, dass sie mit mir darüber sprechen will. Sie meint sie hätte sonst niemanden. Aber vielleicht gerade weil wir kein soooooo tiefes Verhältnis haben, tut sie sich leichter zu sprechen…
Aber was haltet ihr von dieser Aussage ob es „gefährlich“ sei?
Jetzt gerade am Telefon fragt sie mich: Ist das gefährlich was ich habe?
Und was hat sie?
Dein Text gibt dazu keine Auskunft oder sollte mir dies entgangen sein?
Wie soll ich diese Aussage verstehen?
Ich würde es als das verstehen, was es ist - eine Frage (und keine Aussage, den jene fehlt in Deinem Text)
Es wundert mich auch, dass sie mit mir darüber sprechen will. Sie meint sie hätte sonst niemanden. Aber vielleicht gerade weil wir kein soooooo tiefes Verhältnis haben, tut sie sich leichter zu sprechen…
Dass ihr kein „soooooo tiefes Verhältnis“ habt, ist Deine Einschätzung.
Ihre Einschätzung eures Verhältnisses zueinander ist möglicherweise (ich vermute gar stark, dass dem so ist - wie ich diese Situatonen liebe, in welchen ich in einer Vermutung lande ganz anders - zumal sie ja, ausser Dir und nach ihrem Bekunden, sonst niemanden hat.
Es liegt also nun an Dir, ob Du Deiner Verantwortung nachkommen willst oder nicht. Sie braucht jemanden und das bist -> Du.
So kanns kommen.
Passiert mir fortwährend. Ich scheine etwas an mir zu haben, was Hilfsbedürftige (auf menschlicher Ebene) anzieht wie das Licht die Motten.
Gib was Du geben kannst und glaube an die Ausgleichende Gerechtigkeit.
Jetzt gerade am Telefon fragt sie mich: Ist das gefährlich was ich habe?
Und was hat sie?
So wie ich es sehe/ erzählt bekommen habe/ einschätze, hat sie psychosomatische Beschwerden wie Schwindel, feuchte Hände, Herzrasen, Übelkeit…und „düstere Gedanken“…meint: Sie ist wohl sehr traurig, versucht immer einen Grund dafür zu finden…möchte viel darüber reden…Lebensunlust irgendwie…
darum hat mir diese Frage irgendwie Angst gemacht. Für mich war das so, als frage sie mich ob sie sich etwas antunn könnte…
danke für die Ergänzung.
Es ist, wie ich bereits anschnitt - jetzt bist Du gefordert - - - sofern Du die Verantwortung spürst und die Kraft aufbringst ihr die eingeforderte Hilfe zu gewähren.
Wenn Du das aber ncht kannst, dann hast Du die Pflicht es ihr klipp und klar zu erläutern (kein einfaches „schleich Dich“).