Aussagen über Freundinnen im Testament?

klitzekleine Nachfrage:smile:
Hallo Eli,

Die Hochzeit (nach Mischna) kann auf drei Wege vollzogen
werden:

  1. mit Geld
  2. einem Vertrag
  3. oder Geschlechtsverkehr (heisst in der Bibel immer so
    schön: „und sie erkannten sich.“)

Diese drei Elemente werden heutzutage in eine Zermonie
integriert (auch die Verlobung). Hierbei wirde die Trauung
aber durch die Eheleute selbst (wer sonst?) durchgeführt.

Heißt dass, das theoretisch Geschlechtsverkehr rechtlich eine Eheschließung sein kann? (ist natürlich wieder der spannende Aspekt daran*gg*)

Auch zur Trennung wird kein Rabbiner benötigt, solange bis es
rechtliche Probleme gibt, aber bei welcher Scheidung gibt es
so etwas schon :wink:

Da reicht meines Wissens der Scheidebrief vom Mann, oder?

PS. Ich weiss jetzt leider nicht, wie sich dieses im liberalen
Judentum verhält. Warten wir also auf den Beitrag von Iris :wink:

genau: Huhu Iris *wink*

Schalom, Barbara

hallo, Eli,
haben schon lange nicht mehr miteinander diskutiert!

Damals war eine Frau weniger wert, als eine Kuh oder ein
Pferd. Das konnte man wenigsten gewinnbringend verkaufen.
Ein Gott hätte die Frauen genauso bedacht, wie die Männer.

Interessant wäre es hier zu schreiben, an welcher Stelle du
dieses festmachst. Nach meiner Sicht sind nämlich beide
gleichwertig bedacht worden und viele Rechtsvorschriften
berücksichtigen die besondere Lage der Frau. Du solltest den
Frauen damals keine unbedeutende Rolle zuschreiben, nur weil
sie oft nicht aktiv auftauchen. So sind gerade die Patriarchen
je dadurch kennzeichnend, dass sie mit ihren Frauen eine
gleichberechtigte Partnerschaft hatten oder nicht?

erst mal: für mich sind Frauen absolut gleichwertig. Sehen zugegebenermaßen einganz klein wenig anders aus aber von der geistigen Leistungsfähigkeit keinen Deut schlechter.
Dass in der Vergangenheit Frauen zeitweilg sogar Regenten warten (z.B. Hatschepsut, die Königin von Saba, usw. widerlegt noch nicht, dass die Frauen damals nicht die gleiche Wertigkeit wie ein Mann hatten. Nebenbei (Frage an den Juden, nicht allgemein): warum durften Frauen nicht in den Tempel gehen? Warum mussten sie d´raußen bleiben? Warum wurden Ehebrecherinnen gesteinigt… nicht aber der Ehebrecher? Und wie ist es heute? Dürfen Frauen an die Klagemauer? Ich weiß es tatsächlich nicht! In der Synagoge dürfen Frauen glaube ich auch nur in bestimmte Teile. Oder ist das jetzt aufgehoben?
Es ist zwar richtig, dass bei den Juden früher die Frauen eine besondere Stellung hatten, aber so viel ich weiß nicht im täglichem Leben. Nur als Stamm-Mutter. Bitte mich zu verbessern, wenn das falsch ist. Der Mann soll ihr Herrscher sein. So ähnlich steht es irgendwo im AT (also Deiner Bibel)
Selbst die Germanen, die ein relativ natürliches Verhältnis zu den Frauen hatten, waren in dem Punkt auch nicht viel besser.
Für mich wurde von der Natur (oder wenn Du willst: von Gott)nur ein Wesen „konstruiert“: der Mensch. Allerdings spezialisiert für verschiedene Aufgaben. Sie sollten zusammenstehen und nicht gegeneinander kämpfen. Das schadet beiden.
Grüße
Raimund

Hallo Raimund.

…Nebenbei (Frage an den Juden,
nicht allgemein): warum durften Frauen nicht in den Tempel
gehen?

Sie durften.

Warum mussten sie d´raußen bleiben?

Wer hat denn das behauptet?

Warum wurden Ehebrecherinnen gesteinigt… nicht aber der
Ehebrecher?

Es wurden beide gesteinigt, wobei hierzu auch zwei Zeugen die Tat bezeugen müssen. Aber die Frau wurde verschont, wenn nicht eindeutig ist, ob sie es freiwillig getan hat.

Und wie ist es heute?

Es wird nicht mehr gesteinigt :wink:

Dürfen Frauen an die Klagemauer?

Ja.

In der Synagoge dürfen Frauen glaube ich auch nur in bestimmte
Teile. Oder ist das jetzt aufgehoben?

Bei Orthodoxen ist dieses so, wobei auch Männer nur in dafür vorgesehene Teile dürfen.

Es ist zwar richtig, dass bei den Juden früher die Frauen eine
besondere Stellung hatten, aber so viel ich weiß nicht im
täglichem Leben. Nur als Stamm-Mutter. Bitte mich zu
verbessern, wenn das falsch ist.

Dieses ist falsch. Ich denke es ist für uns heute problematisch, dass in der Lehre nur die aktive Rolle der jeweiligen Männer beschrieben wird und im Text selbst die Frauen nur in Nebenrollen auftauchen. Daraus sollten wir aber nicht schliessen, dass sie keine besondere Stellung hatten (auch praktisch).
So ist es einer Frau zu verdanken, dass das jüdische Volk überhaupt aus Mitzrajim ziehen durfte. Wie das? Das Volk hat Josef bei dessen Tod versprochen, dass sein Leichnam beim Auszug mitgenommen wird. Nun wusste später aber niemand mehr, wo die Ägypter diesen versteckt hatten, nur Zerach (Enkelin von Josef) konnte die Stelle im Nil wiederfinden (Mischna zum aktuellen Wochenabschnitt).

Für mich wurde von der Natur (oder wenn Du willst: von
Gott)nur ein Wesen „konstruiert“: der Mensch. Allerdings
spezialisiert für verschiedene Aufgaben. Sie sollten
zusammenstehen und nicht gegeneinander kämpfen. Das schadet
beiden.

Sage ich doch.

Schalom,
Eli

hallo, Eli,

…Nebenbei (Frage an den Juden,
nicht allgemein): warum durften Frauen nicht in den Tempel
gehen?

Sie durften.

habe in der Schule gelernt: Frauen durften nicht in den inneren Bezirk des Tempels. Das war nur den männern vorbehalten. der absolut innere (wo die Bundeslade stand) war nur den pristern vorbehalten.

Warum mussten sie d´raußen bleiben?

Wer hat denn das behauptet?

Wie gesagt: Religionsuntericht Gymnasium

Warum wurden Ehebrecherinnen gesteinigt… nicht aber der
Ehebrecher?

Es wurden beide gesteinigt, wobei hierzu auch zwei Zeugen die
Tat bezeugen müssen. Aber die Frau wurde verschont, wenn nicht
eindeutig ist, ob sie es freiwillig getan hat.

Und wie ist es heute?

Es wird nicht mehr gesteinigt :wink:

könnten wir ja für ungehorsame Frauen einführen! :smile:) Psst, ganz leise, sonst hört das meine Frau! Ich versuche schon seit der Hochzeit ihr beizubringen, dass in der Bibel steht: das Weib sei dem Manne untertan und diene ihm redlich. Aber auf dem Ohr ist sie vollkommen unchristlich!:smile:

Dürfen Frauen an die Klagemauer?

Ja.

Ich habe noch nie eine Frau dort gesehen!

In der Synagoge dürfen Frauen glaube ich auch nur in bestimmte
Teile. Oder ist das jetzt aufgehoben?

Bei Orthodoxen ist dieses so, wobei auch Männer nur in dafür
vorgesehene Teile dürfen.

Das ist richtig. Genau getrennt zwischen Männer und Frauen. Ich vermute, Du hättest nichts dagegen, neben Deiner Frau zu sitzen!

Grüße
Raimund

Frauen an d. Klagemauer …
Hallo Raimund,

dochdoch, das sind ne Menge Frauen an der Klagemauer. War mal 10 Tage in Jerusalem und bin da mehrmals vorbeigekommen und da waren immer viele Frauen und viele Männer. Halt getrennt Bereiche.

könnten wir ja für ungehorsame Frauen einführen! :smile:)

ICH habs auf jedenfall gehört! Pass bloß auf :wink:)

Psst,

ganz leise, sonst hört das meine Frau! Ich versuche schon seit
der Hochzeit ihr beizubringen, dass in der Bibel steht: das
Weib sei dem Manne untertan und diene ihm redlich. Aber auf
dem Ohr ist sie vollkommen unchristlich!:smile:

Und ich predige immer wieder: Das Haupt der Frau ist nicht ihr Mann , sondern ihr Kopf (steht irgendwo im Korintherbrief!)

Beste Grüße,

Barbara

Hallo Raimund.

habe in der Schule gelernt: Frauen durften nicht in den
inneren Bezirk des Tempels. Das war nur den männern
vorbehalten. der absolut innere (wo die Bundeslade stand) war
nur den pristern vorbehalten.

Ja, aber der Besuch des Tempels (einzelner Bezirke) war ja auch Zweckgebunden. Somit ergibt sich dieses einfach aus dem Sinn und nicht aus dem Verbot gegen die Frauen hat sich die Arbeit abgeleitet. Aber stellt des den Wert eines Menschen in Frage, wenn ihm/ihr bestimmte Gebiete verschlossen sind?

Warum mussten sie d´raußen bleiben?

Wer hat denn das behauptet?

Wie gesagt: Religionsuntericht Gymnasium

Ja, aber nur vor dem heiligsten Inneren, in welchen Bereich auch nicht jeder Mann kam.

könnten wir ja für ungehorsame Frauen einführen! :smile:)

Als Richter würde ich hier erst einmal nachfragen, ob es dem Manne nicht vielleicht am Verständnis für seine Frau mangelt :wink:

…in der Bibel steht: das Weib sei dem Manne untertan und
diene ihm redlich. Aber auf dem Ohr ist sie vollkommen
unchristlich!:smile:

Vorsicht, es soll Herrscher geben, die vom Volk gestürtzt wurden, weil sie es nicht verdient hatten, dass man ihnen dient. Somit ist der Mann verpflichtet, alles zu tun, damit die Frau diese Aufgabe mit Freude erfüllt… :smile:)) Nicht umsonst heisst es in Bereschit (1. Mosche), dass der Mann seine Eltern verlassen soll und seiner Frau anhängen soll :wink:

Das ist richtig. Genau getrennt zwischen Männer und Frauen.
Ich vermute, Du hättest nichts dagegen, neben Deiner Frau zu
sitzen!

Doch und das weiss meine Frau.

Schalom,
Eli

hallo, Eli,
eine Frage noch: Du kennst Dich, man kann schon sagen: phantastisch in der Bibel aus… bist Du Rabbi?
Grüße
Raimund

Hallo Raimund.

eine Frage noch: Du kennst Dich, man kann schon sagen:
phantastisch in der Bibel aus… bist Du Rabbi?

Ich sehe, dass sich hier sehr viele „phantastisch“ in der Bibel auskennen. Sollen das alles Rabbiner sein? Ich würde nicht davon ausgehen :wink:

Schalom,
Eli

Re: klitzekleine Nachfrage:smile:
Hallo Barbara,

dazu ist gerade ein kleiner Artikel in Arbeit, der voraussichtlich übermorgen ins Netz kommt
www.hagalil.com (Nachrichtenseite)

Viele Grüße
Iris

Supi!:smile:Ich bin gespannt (o.T.)
OT:smile:)

nochmal Thema Selbstbestimmung
Hallo,

danke für die Erleuchtungen zum Thema Emanzipation, werd es mir durch den Kopf gehen lassen…

Steht in der Bibel nicht auch irgendwo was von wegen
Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung?

Wo?

Na eben deshalb frag ich ja. War das der Kirche nicht wichtig? Schließlich sind doch genau diese beiden Dinge für viele der Schlüssel zum Glücklichsein.

Grüße

Jerry

Hallo Panther.

Na eben deshalb frag ich ja. War das der Kirche nicht wichtig?
Schließlich sind doch genau diese beiden Dinge für viele der
Schlüssel zum Glücklichsein.

Was der Kirche wichtig ist, müssen andere beantworten, aber die Begrifflichkeiten der Bibel sind Freiheit und Sklaverei. In diesem Sinne steht recht viel darüber in der Bibel.

Im Judentum leben wir immer noch in der Sklaverei und müssen uns ständig daran erinnern und an unserer Freiheit arbeiten. Dieses geht jedoch nur über den Weg der Tora (orthodoxes Judentum), wozu als erstes das Annehmen gehört. Alles andere (was mich an diesen beiden Begriffen auch stört) führt genau in die Sklaverei, weil ich mich alleine ohne das andere nicht befreien kann. Wer bin ich denn schon, ohne das jemand für mich ist?

Praktisch kann man ja über die Menschen lernen, welche von sich selbst behaupten sich selbst zu verwirklichen und frei zu sein. Sind es nicht gerade diese Zeitgenossen, welche sich auf ihre Triebe und Instinkte reduzieren? Sind dieses aber nicht wieder genau die Teile des Menschseins, welche auch einem Sklaven zugerechnet werden?

Freiheit geht aber darüber hinaus und führt letztendlich zur Erlösung.

Schönes Wochenende
Eli

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