Ausschließlichkeitsvertrieb - Trends?

Hallo Experten!

Ich suche quantitative und qualitative Infos zum Bereich Ausschließlichkeit. Gibt es neue Trends? Was für welche?

Außerdem suche ich noch Informationen über Versicherungsdienstleistungen im Netz. Wird da schon etwas angeboten? Was würden Agenturen oder Makler gerne online abwickeln?

Bin über jeden Tip dankbar!

Gruß,

Mark

Hallo Mark,

in der Versicherungswirtschaft Heft 22 und 23 kann man sehr vieles darüber, also über e-Commerce und deren situative Ansätze, lesen. Da ich keine hier bei mir zu Hause habe, würde ich dich daher bitten eine Bibliothek deines Vertrauens aufzusuchen. Dort sollte sie liegen. Wenn nicht. Uni-Bibo.

Da die Artikel auch sehr umfangreich sind, kann ich sie auch nicht so einfach abtippen :wink:

Und zum Thema Ausschließlichkeit… ich denke, also mein persönliches Empfinden, werden weiterhin bestehen bleiben…

Aber die sogenannten Mehrfachagenten werden immer weniger werden. Es wird also wahrscheinlich bald nur noch Makler und Ausschließlichkeitsvertreter geben.

So long…

Marco

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hallo, Marco,
laut Aussage von verschiednen Versicherungen ist die Gattung „Ausschließlichkeitsvertreter“ am Aussterben. Es ist kostengünstiger, nur noch mit Maklern und Mehrfachagenten zu arbeiten.
Was am kommen ist, ist die Beratung via Internet. Schlechte Anfänge sind schon gemacht. z.B. einsurance.
Hier überlässt man es den Laien, sich selbst zu informieren, indem man ihm ein (nach eigenen Wünschen kastriertes) Vergleichsprogramm um die Ohren schlägt und er danach seine Versicherung auswählt. Das Ergebnis ist oft katastrophal. Doch wenn man sich dann beschweren will? An wen richte ich jetzt meine Beschwerde? An die Versicherung? Die kann nichts dafür. An den Onlinevermittler? Der zuckt mit der Schulter und sagt: „hast Dir doch selbst ausgesucht!“ Das ist eine Entwicklung, die in die Sackgasse führt. Aber wir lernen!
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

laut Aussage von verschiednen Versicherungen ist die Gattung
„Ausschließlichkeitsvertreter“ am Aussterben.

Ist einerseits einleuchtend, denn es sind Kosten, die sie sich sparen. Aber letztendlich haben sie mit dem Mehrfachvermittler oder Makler oftmals nicht weniger Kosten. Eher mehr. Und insofern wird es denke ich diese Ausschließlichkeitsvermittler immer geben werden.

Es ist kostengünstiger, nur noch mit Maklern und :Mehrfachagenten zu arbeiten.

Eigentlich eher nicht… beim Makler kommen die Courtage *erhöhte Provisionen als beim Ausschließlichkeitsvermittler* und evtl. Bestandsprovisionen.
Der HGB 84´er bekommt eigentlich fast ausschließlich nur noch die AP.
Und beim Mehrfachagenten läuft der Versicherer Gefahr, dass er nur dann das Risiko bekommt, wenn dieses durch keinen anderen Versicherer genommen wird. Denn dieser Vermittler ist in der Rechtsbeziehung zum VR tätig und kann somit entscheiden, welche Versicherung er anbietet,… kann zwar in Jahrmarkt ausarten… aber er bekommt mehr Geld… :wink:
Und leider sind da auch noch viele schwarze Schafe dabei.

Was am kommen ist, ist die Beratung via Internet. Schlechte
Anfänge sind schon gemacht. z.B. einsurance.

War das nicht präskriptiv? *fg* …

Hier überlässt man es den Laien, sich selbst zu informieren,
indem man ihm ein (nach eigenen Wünschen kastriertes)
Vergleichsprogramm um die Ohren schlägt und er danach seine
Versicherung auswählt. Das Ergebnis ist oft katastrophal. Doch
wenn man sich dann beschweren will? An wen richte ich jetzt
meine Beschwerde? An die Versicherung? Die kann nichts dafür.
An den Onlinevermittler? Der zuckt mit der Schulter und sagt:
„hast Dir doch selbst ausgesucht!“ Das ist eine Entwicklung,
die in die Sackgasse führt. Aber wir lernen!

Aber genau das ist der Grund, warum es überhaupt zu solchen "Agenturen " kommen kann. Sie können ihre Hände später mit Unschuld waschen…

Was ich aber denke, was in Zukunft erheblich zunehmen wird, sind die NbV´s … nur damit laufen sie auch Gefahr, den Ruf der Versicherer weiter zu schädigen…

Sie schießen sich also ein ET :wink:

Gruß
Marco

Aber genau das ist der Grund, warum es überhaupt zu solchen
"Agenturen " kommen kann. Sie können ihre Hände später mit
Unschuld waschen…

Es wird mir nichts anderes übrig bleiben, als ebenfalls die kundenfeindliche Beratung mit aufzunehmen, wenn ich im Geschäft bleiben will. Allerdings wird mir niemand verwehren können, dem Kunden eine persönliche Beratung zu empfehlen. Ich halte sie einfach für fairer und besser. Auch wenn es unbequemer und teuerer für mich ist.

Was ich aber denke, was in Zukunft erheblich zunehmen wird,
sind die NbV´s … nur damit laufen sie auch Gefahr, den Ruf
der Versicherer weiter zu schädigen…

Mal den Teufel nicht an die Wand! Dafür nehem doch die Gesellschaften jeden, der nicht gerade vorbestraft ist. Das wäre das gleiche, als wenn man einen Henker zum Gesundheitsberater macht, weil er schließlich weiss, wie ein Hals von innen aussieht!
Die Schießen ein Eigentor nach dem anderen. Erst probieren sie, den Beruf des Vertreters durch spezielle Ausweise aufzuwerten. Gind in die Hosen: sie gaben die Platikkarte jedem, der länger als 3 Jahre in der Branche tätig war!
Dann wollen Sie mit einem extra IHK-Studium das aufzuwerten. Ging auch daneben.
Ich glaub´ das wird nie was werden, solange der Umsatz im Hintergrund winkt
Grüße
Raimund

Hallo ihr zwei,

wie es in der Branche im allgemeinen aussieht kann ich nicht sagen. In meiner Firma sieht es so aus, daß der Vertrieb jetzt nicht mehr nur über die AV laufen soll, sondern auch über Internet. Gleichzeitgig wurde den Vermittlern aber zugesichert nachträglich(!) die volle Provision auch für die übers Internet abgeschlossenen Verträge zu kassieren, wenn sie Anschlußverträge vermitteln. In der kommenden privaten Rentenversicherung zur Ergänzung der gesetzlichen Rente (sog. Riesterente) hat der Vertrieb durchgesetzt im Widerspruch zum Gesetzeswillen sofort eine Abschlußprovision zu kassieren, andernfalls nicht genügend Verträge verkauft würden. Dazu wird jetzt ein Konstrukt erstellt, einen Kredit auf die auf die einzelnen Zahlungen verteilte Provision zu geben.
Umgekehrt müssen sich die AV gewaltig umstellen, um sich von der massenhaften Vermittlung von Sachverträgen zur qualifizierten Beratung für Altersvorsorge und Finanzprodukte umzustellen. Einige ältere werden das wohl nicht mehr schaffen.
Alles in allem habe ich durchaus nicht de Eindruck, daß der Einfluß des Vertriebes drastisch sinken würde.

Max

hallo, Maximilian

sollte auch keine einschätzung von mir sein, sondern die Ausage diverser Gesellschaften. So wie es auch immer mehr Versicherungen gibt, die nur nich mit dem unabhängigen Aussendienst arbeiten (CONDOR, SALI, CLERICAL-MADICAL…)
Leider wird die unqualifizierte Beratung, das Internet immer stärker.
Grüße
Raimund