Hallo,
ich möchte gerne einen Ausschnitt (ca 50 cm hoch, ca 140cm lang) in eine
tragende Wand ( vermutlich Stahlbeton) machen lassen.
Die Wand ist insgesamt ca,. 4 m lang und ungefähr 3,5 m hoch.
Brauche ich dafür eine statische Berechnung vom Architekten?
Der Handwerker sagte, bei dieser kleinen Höhe bräuchten wir das nicht.
Bin ein bisschen unsicher, ob das so stimmt…
Im anderen Fall besteht die Option, die Wand zwischen den Stahlträgern zu öffnen-braucht man dafür auch eine satatische Berechnung??
Hallo
M.E. ist die Unsicherheit berechtigt!
Es kann sein, dass es keine statischen „Probleme“ gibt, es kann aber auch sein, dass Ersatzmaßnahmen erforderlich werden. Die Höhe ist wahrscheinlich weniger relevant als die Breite!
Mein Rat:
Bitte jemanden fachwissenden Fragen (Statiker oder Tragwerksplaner), der sich die Situation vor Ort ansieht und entsprechende abschätzen kann. Hierzu helfen meist auch die zum Gebäude verfügbaren Unterlagen.
Gruß
Hallo erst einmal wäre es schon wichtig, ob die Wand wirklich aus Stahlbeton besteht. Stahlbeton= Stahl + Beton - wäre natürlich interessant welche und wo die Stahleinlagen (Bewehrung) liegen.
Im Prinzip ist die Öffnungsbreite (hier die 140cm) maßgebend - nicht die Höhe.
Über allen Öffnungen ( egal welche Wandbaumaterialien)
unterstellt man, bei genügend Wandhöhe (hier 3500cm) eine gedachte Gewölbewirkung - denn die Öffnung wird sicherlich im „Bereich Durchreiche“ liegen oder direkt unter der Decke ???
Als Faustregel geht man dann an den Seiten der Öffnung an und legt einen Winkel von 60° an. Der Schnittpunkt beider nach innen angetragenen 60° Winkel ergeben ein Dreieck - dieser Dreiecks-Wandbereich müßte dann ggf. mittels Sturzträger abgefangen werden oder hält sich selbst je nach Wandbaustoff.
In diesem Fall etwa 121cm über der Öffnung.
Übrigens die meisten Architekten können nur designen nicht berechnen - ich meine Statik…
Vielen Dank für die schnellen Antworten!
Es ist Stahlbeton.
Die Stahlträger sind nach unserer Detektor Messung ca alle 35-40 cm angeordnet. Dazwischen massiver Beton,ca. 25 cm dick.
Es wäre theoretisch auch möglich, den Beton zwischen 2 Trägern auf einer Höhe „X“ zu entfernen. Es geht darum, dass ein bisschen Tageslicht in den Nebenraum fällt.
Hallo,
zu der ersten Frage: wenn es tatsächlich um eine Stahlbetonwand handelt, muss mann nu darauf achte, dass der Ausschnitt nicht genau an der Stelle ist, wo die wichtiges Eisen durchtrennt wird, dafür muss mann wissen, in welchen Bereich der Wand die Öffnung kommen soll (unten, mittig oben, etc.) ich würde vorsichtshalber einen Architekt oder besser Ingenieur fragen (anhand einer Skizze). zu der Zweite Frage: ist nicht so deutlich was gemeint ist…
Hallo,
der Architekt kann die Wand dreidimensional zeichnen, auch kann der angeben, welche Farbe die Tapete an der Wand hat und welcher Putz auf der Wand der Beste ist …
aber einen Ausschnitt in einer Stahlbetonwand BERECHNEN, das kann der Architekt nicht …
Wenn die Wand aus Stahlbeton ist, dann hat das was zu bedeuten.
- sie ist vermutlich tragend
- sie ist vermutlich aussteifend
- möglicherweise nimmt sie Lasten quer zur Wand auf
Also: Ohne Statiker FINGER WECH!!!
Grüße,
Erich.
Dafür brauchen Sie einen Statiker
mfG
Stephan Uhrig
www.ibuhrig.de
Hallo sunny47,
das ist nicht so einfach zu beantworten.
Es kommt im wesentlichen darauf an, wieviel Last in diesem Bereich von oben wirkt.
Falls es eine Stb.-Wand ist sollte es da wirklich keine Probleme geben.
Den letzten Satz habe ich nicht verstanden.
MfG
fh120314
Wer viel fragt bekommt viele Antworten.
Der Handwerker hat recht!
Du kannst auch mit einen Schutzhelm ins Bett gehen die Deck könnte ja vielleicht runter kommen.
Moin sunny47,
bei tragenden Wänden muss in jedem Fall ein Tragwerkplaner (Statiker) beratend hinzugezogen werden.
Bei einer tragenden Stahlbetonwand, die möglicherweise gebäudeaussteifende Funktion hat, wird ein Experte benötigt, der eine passende Lösung kennt.
Ich habe als Tragwerksplaner eine solche Lösung für eine Wand erarbeitet, die - mit hohem Aufwand - ausgeführt worden ist. Die Öffnung war größer und nach Auskunft des Aufstellers der Gebäudestatik nicht möglich. Meine Lösung ist von der Prüfstelle für Baustatik akzeptieert worden.
Es kommt im Wesentlichen darauf an, wie hoch die Belastung der Wand ist.
Freundliche Grüße, Horst.
Wenn es sich tatsächlich um eine Stahlbetonwand handelt, hat es einen Grund dafür! Entsprechend würde ich den Ausschnitt nicht ohne Anfrage bei einem Statiker machen lassen.
Wenn die Querverbindung der beiden Stahlträgern ebenfalls durch einen Stahlträger realisiert ist, hat die Wand dazwischen m. E. nach keine tragende Funktion und kann vermutlich entfernt werden.
Ich weiss es auch nicht. So was wissen nur Statiker (und Architekten die aber auch nur, wenn sie den Statiker fragen)
Ich möchte dein Augenmerk auf paar Dinge lenken - ist es wirklich Stahlbeton und gehen tragende Höhenträger „durch“ den Ausschnitt? Wenn ja sollten diese mit einem Querträger am oberen Ausschnittsende aufgefangen werden.
Ist der Bau öffentlich bzw. die Fassade für die Umgebung (stadtarchitektonisch) von Bedeutung? Dann brauchst Du eine Baugenehmigung und da sagt dir spätestens das Bauamt, was dafür erforderlich ist. Falls das Gebäude (die Wand) nicht dein Eigentum ist, muss der Eigentümer zustimmen und hat damit auch die Verantwortung für die Baumassnahme.
Wenn Du den Ausschnitt „in“ die Stahlkonstruktion, also den freien Raum legst, passiert gar nichts, denn dazu, quasi als Fachwerk ist die Stahlkonstruktion ja da. Beton hält sich selbst, anders als die klassische Fachwerkfüllung.
Zusammenfassend: wenn kein öffentliches Interesse besteht - keine Berechnung. Wenn öffentliches Interesse - sollte eine Baugenehmigung notwendig sein.