Auf einer Anzeige für Motoren, die man in deutschen Zeitschriften findet, steht als Werbespruch: „Begeistert alle. Ausser die Konkurrenz“.
In der Schule hatte ich gelernt, dass nach „ausser“ der Dativ steht. Ich habe also eine deutschsprachige Kollegin zu Rate gezogen. Für sie ist der Slogan in Ordnung. Was haltet ihr davon?
Auf einer Anzeige für Motoren, die man in deutschen
Zeitschriften findet, steht als Werbespruch: „Begeistert alle.
Ausser die Konkurrenz“.
wenn der Hersteller aus Baden-Württemberg kommt, dann solltest Du Dich nicht wundern. Dieses Bundesland wirbt mit dem Slogan „Mir könnet älles. Außer Hochdeutsch.“
In der Schule hatte ich gelernt, dass nach „ausser“ der Dativ
steht.
Das ist völlig richtig. Vielleicht hatten die Werber „bis auf die Konkurrenz“ oder „nur die Konkurrenz“ im Hinterkopf. Zeit zum Nachdenken fehlt ja überall, da kann so ein Missgriff durchaus passieren.
In der Werbung wird gerne danebengegriffen, weil schräge Formulierungen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Dieser Fall jedoch sieht nicht danach aus, als sei er bewusst angelegt worden, dafür ist die Abweichung von der Regel zu gering.
Werbespruch: „Begeistert alle.
Ausser die Konkurrenz“.
Ich denke, man muss hier (wie so oft im Leben) den Zusammenhang würdigen.
WEN begeistert Dinsbums? Also hier AKKUSATIV.
In meinen Augen ist der Satz daher grammatikalisch richtig.
Gruß,
Branden
Vielleicht hatten die Werber „bis auf
die Konkurrenz“ oder „nur die Konkurrenz“ im Hinterkopf. Zeit
zum Nachdenken fehlt ja überall, da kann so ein Missgriff
durchaus passieren.
Tach Ralf,
natürlich hatten die werber „die Konkurrenz“ im Hinterkopf, und nicht nur da, sondern auch im Sprachtentrum der in Großhirnrinde.
Denn die Konstruktion ist grammatisch völlig korrekt, wenn auch in einer verkürzten Ausdrucksweise.
Branden hat schon darauf hingewiesen, wie es gemeint ist: Das Auto begeistert alle. Wen begeistert es aber nicht? Die Konkurrenz natürlich.
Dies drückt der Satzteil „außer die Konkurrenz“ aus.
Es ist mithin durchaus kein Mißgriff.
„Alle können deutsch, außer die Doofen“ würde ich nur gelten lassen, wenn mit die Doofen Die Doofen gemeint wären oder der Sprecher aus dem Ruhrgebiet käme. Sonst würde ich sagen „außer den Doofen“.
Vielleicht wird es deutlicher, wenn die Bruchstücke zu einem Satz zusammengefasst werden: „Alle außer die Konkurrenz begeistert unser Auto.“
Auf einer Anzeige für Motoren, die man in deutschen
Zeitschriften findet, steht als Werbespruch: „Begeistert alle.
Ausser die Konkurrenz“.
In der Schule hatte ich gelernt, dass nach „ausser“ der Dativ
steht. Ich habe also eine deutschsprachige Kollegin zu Rate
gezogen. Für sie ist der Slogan in Ordnung. Was haltet ihr
davon?
In der Schule hatte ich gelernt, dass nach „ausser“ der Dativ
steht. Ich habe also eine deutschsprachige Kollegin zu Rate
gezogen. Für sie ist der Slogan in Ordnung. Was haltet ihr
davon?
im Newsletter der Duden-Redaktion vom 29.10.2004 gab es Folgendes zu lesen:
_Rektion von außer
Das Wort außer kann man sowohl als Präposition wie auch als Konjunktion verwenden. Die Präposition außer regiert in der Bedeutung „ausgenommen, abgesehen von” den Dativ: „Außer einem kleinen Fleck auf der rechten Bauchflosse wies der Koi keinen Makel auf.” „Es ist nichts gewesen – außer den Spesen.” In der Bedeutung außerhalb verlangt sie ebenso den Dativ: „Ich war außer mir.” Steht aber in dieser Bedeutung außer in Abhängigkeit von einem transitiven Verb der Bewegung, wird meist der Akkusativ verwendet: „Die Fanatikerin hat sich selbst außer jede staatliche Ordnung gestellt.”
Daneben kann außer auch als Konjunktion aufgefasst werden. Als solche verlangt außer keine Rektion. Der Kasus des folgenden Substantivs bzw. der folgenden Wortgruppe wird vom Verb bestimmt. Das heißt, dieser Kasus entspricht dem des Bezugswortes: „Außer einen kleinen Fleck auf der rechten Bauchflosse wies der Koi keinen Makel auf.” „Es ist nichts gewesen – außer die Spesen.” „Der hysterische Messdiener verdächtigte den Küster fast aller Verbrechen außer des Opferstockdiebstahls.”_
Es ist also beides möglich. Trotzdem sträubt sich mein persönliches Sprachempfinden gegen die Verwendung von ‚außer‘ als (adversative) Konjunktion - auch die im zweiten Abschnitt des Zitates angeführten und vom Duden abgesegneten Beispiele erscheinen mir unbeholfen und wenig elegant.
Hallo, Rolf H., Branden und alle, die sonst noch so ähnlich wie Rolf H. heißen!
Falls ich Euren Mini-Disput überhaupt richtig verstehe:
Warum sollte Ralf drambeldier zugeben, sich geirrt zu haben? Denn „außer“ ist eine Präposition, als solche wechselt sie den regierten Kasus nicht nach Belieben.
Solches wäre nur der Fall, würde man „außer“ als Konjunktion auffassen würde. Weiter oben wird diese Problematik, die Branden mit seiner Stellungnahme implizit voraussetzt, von Ralf Boeck als aufgeweichte Neudeutsch-Variante zwar zur Diskussion gestellt, aber wie dort der Schreiber ja auch meint, muss man nicht alles Derartige in den eigenen Sprachschatz aufnehmen.
wenn der Hersteller aus Baden-Württemberg kommt, dann solltest
Du Dich nicht wundern. Dieses Bundesland wirbt mit dem Slogan
„Mir könnet älles. Außer Hochdeutsch.“
das würde bedeuten, dass „außer“ im Schwäbischen entweder mit Akkusativ konstruiert oder als Konjunktion verwendet wird. Beides schdemmt idda.
Man kann also diesen Slogan auch in diesem Fall (wie in so vielen anderen) nicht anwenden. Er bleibt so verkehrt wie er ist.
Es ist also beides möglich. Trotzdem sträubt sich mein
persönliches Sprachempfinden gegen die Verwendung von ‚außer‘
als (adversative) Konjunktion - auch die im zweiten Abschnitt
des Zitates angeführten und vom Duden abgesegneten Beispiele
erscheinen mir unbeholfen und wenig elegant.
lass Dich nicht von Fritz erwischen, der hat oft genug deutlich gemacht, dass es kein Sprachgefühl gibt
Ansonsten bin ich genau Deiner Meinung. Bezeichnenderweise hat sich die Duden-Redaktion versagt, was sie sonst gerne tut, nämlich sich eine Regel aus dem Kreuz zu leiern, die den verhunzten Sprachgebrauch pseudo-logisch begründet.