Aussetzer beim Sprechen! Woher kommt das?

Hallo,

habe seit einiger Zeit dieses Problem beim sprechen. Ich versuche es einmal zu beschreiben:
Ab und zu, ca. 1-2 mal im Monat, verlier ich, meistens beim Sprechen, die komplette Kontrolle. Ich fange dann stark an zu stottern und kann es nicht mehr kontrollieren. Es ist aber kein „klassisches“ Stottern, sondern eher ein unkotrolliertes Stammeln von Lauten wie „äh“ oder „ah“. Das ganze dauert unterschiedlich ca. zwischen einer halben und 2 Sekunden. Dabei verliere ich auch die Kontrolle über meine Mimik im Bereich des Mundes und der Augen. Es fühlt sich an wie ein starkes Zucken oder Verkrampfen der Muskeln in meinem Gesicht. Manchmal passiert es auch einfach so, ohne dass ich dabei spreche, da ist es aber nicht so stark und meistens ohne das Stammeln, vom Gefühl im Gesicht und im Rest des Körpers aber gleich. Dabei fühle ich mich sehr hilflos und kann es in keinster Weise kontrollieren noch vorhersehen. Im ganzen Körper wird es dabei heiß und kalt, als würde man sich stark erschrecken.
Es tritt auch in keiner speziellen Situation auf, wo man sagen könnte, ich stünde unter erhöhter Anspannung, wie z.B. bei einer Präsentation o.ä. Es tritt auch auf, wenn ich nicht aufgeregt bin, z.B. beim Sprechen mit meiner Freundin oder meiner Familie.

Vielleicht habt ihr eine Idee was das sein könnte…
Langsam mach ich mir nämlich ein bischen Sorgen.

Hallo Ben-G,
Ich spreche sie mit „du“ an. fällt mir leichter!
Schön, dass du dich informierst. Das ist ein guter Schritt :smile:
Du hast richtig erkannt, dass du kein tüpisches Stottern hast. Nach meiner Meinung geht es um eine Situation, in der dein Körper irgendetwas mit dir macht, was einfach da ist und du es nicht beeinflussen kannst. In dieser Situation findest Du auch nicht die Worte, bzw. bringst die Worte, die du sagen willst nur stotterhaft hervor.
Ein typischer stotternder Mensch hat sich sein Stottern meistens auf Grund einer erblichen Empfindlichkeit angeeignet. Die meisten stotternden Menschen stottern im sozialem Umfeld also bei Anwesenheit von Mutter und Vater und anderen Menschen wie z.B. Kollegen usw. am schlimmsten. Sie können meistens symtomfrei Singen oder in Gruppe z.B. symtomfrei beten!
Dazu zählst Du nicht.
Da ich nicht weiß ob du schon einen Arzt um Rat gefragt hast, empfehle ich dir, Deinen Hausarzt aufzusuchen und ihm deine Situation zu schilder. Eine Überweisung zu einem Neurologen oder Neurologin wird dir Aufklärung verschaffen!
Ich würde mich sehr freuen, wenn du mich weiter informierst.
lieben Gruß
Karl-Heinz

Hallo Ben-G,
was es genau ist, kann ich Dir leider auch nicht sagen, aber vielleicht ein paar Gedanken dazu:
ich gehe davon aus, dass Du schon erwachsen bist, daher ist es eher unwahrscheinlich, dass es sich um echtes Stottern handelt - vorausgesetzt, Du hast noch nie in Deinem Leben gestottert. Stottern tritt nur äußerst selten spontan im Erwachsenenalter auf, meist beginnt es schon in der Kindheit. Solltest Du als Kind gestottert haben, könnte es schon eher sein, dass die Symptomatik jetzt wiederkehrt.
Was nicht zum Stottern passt, ist die Verkrampfung ohne Sprechen. Sollte sich die Symptomatik nicht verbessern bzw. sogar verschlimmern, würde ich mich mal beim Neurologen durchchecken lassen. Es klingt ja doch so, als würden die Nervenzellen irgendwelche unerwünschten Signale geben.
Ich hoffe, ich konnte Dir ein bisschen weiterhelfen.
Viele Grüße!

Hallo Ben-G,

mit Stottern, wie „wir Stotterer“ das verstehen, hat das definitiv nichts zu tun. Stotterer ist man/frau sein ganzes Leben, es faengt immer in der Kindheit an, jedenfalls kenne ich keinen einzigen Fall, wo Stottern unversehens irgendwann und dann so sporadisch auftritt, wie bei dir. Ich wuerd dir empfehlen, deine Symptomatik von einem Facharzt untersuchen zu lassen.

Guten Tag, also derart Anfragen sind über dieses Forum nicht so einfach zu erledigen. Dazu müsste ich Sie schon kennen lernen, Ihnen noch mehr Fragen dazu stellen… aber allgemein kann ich Ihnen sagen: in dieser heutigen Zeit tauchen immer mehr Phänomene/Krankheiten auf, die wir bisher nicht kannten, die wir auch nicht benennen können (wie gerne haben wir alle unsere Schubladen und am besten gleich den richtigen Knopf oder das richtige Mittelchen dagegen…) … aber diese haben damit zu tun. Auch mit den „Angriffen“, die von allen Seiten auf uns gestartet werden (Monsato, Chemtrails etc… Radioaktivität… und vor allem die Lügen…) … alles prasselt auf uns ein… selbst wenn wir meinen, wir selbst wären nicht dem „Stress“ ausgesetzt, wir sind es doch… wir können uns hauptsächlich „innerlich“ stärken… dazu müsste ich Sie zu einem Seminar oder zu einer Zusammenarbeit mit mir einladen, denn Sprache ist sozusagen ein All-Heil-Mittel… …
Da Sie aber auch von Muskelverkrampfung sprechen, kann ich Ihnen hier nur Schüssler Salz Nr. 7 empfehlen, das wir in dieser Zeit täglich regelmäßig zu uns nehmen sollten, am besten in der Form der „heißen 7“. Magnesium brauchen wir dringend… aber noch vieles andere…
Alles Gute
Philomena Erhard
Landsberg

Hallo,
nach Ihrer Beschreibung handelt es sich um typische Stotter-Erscheinungen. Wäre natürlich von einem Fachmann abzuklären. Als kleinen Tip möchte ich Ihnen empfehlen erst mal die Atmung zu kontrollieren - Zwerchfellatmung ! Dann, versuchen sie regelmäßig laut und langsam zu lesen…
Möglicherweise sollten sie ein Seminar besuchen. Wenn sie mir sagen wo sie wohnen, kann ich ihnen ggf. entsprechende Institute empfehlen.
MfG
Rudolf
www.redelust.at

Was Ihr Srechprobleim im speziellen sein könnte, kann man per „Ferndiagnose“ und auf die „Schnelle“ nicht beantwoten, denn bei jedem Menschen äußern sich Spechprobleme anders und es gibt die vielfältigsten Gründe und Ursachen für eine Sprachstörung.

Ich würde Ihnen aber raten, einen dafür speziell ausgelideten Logopäden aufsuchen der Ihrem Problem am besten auf den Grund gehen kann.

Hallo Ben G,

Nach der ausführlichen Beschreibung die Du als Selbstbeobachter gemacht hast, gehe ich davon aus das dies tatsächlich Stottern ist. Ich heiße übrigens Joachim (32) und stottere seit meinem 4.Lebensjahr. Daher kann ich deine Empfindungen sehr gut nachvollziehen.

Was kann man tun?

Zunächst würde ich eine fachkundige Logopädin aufssuchen die sich diese Sprechproblematik ansieht da es neben dem Stottern noch viele weitere Symptome innerhalb der Sprechens gibt. Um eine fachkundige Logopädin zu finden rate ich dir dir das erschiene Therapeutenverzeichnis der Bundesvereinigung Stotterer Selbsthilfe e.V. für dein Bundesland herauszusuchen.

Neben einer Therapie bzw. der Logopädischen Unterstützung kannst du gerne zu einer der ca. 70 örtlichen Selbsthilfegruppen aufssuchen. Adressen kann ich dir gerne in der nächsten Email zusammen stellen sofern du dies möchtest.

Für weitere Fragen stehe ich dir gerne zur Seite.

beste grüße aus Hessen

Joachim alias greencar

Hallo Ben-G, zunächst muss ich leider sagen, dass ich nicht wirklich weiß, was das sein könnte. Nun kenne ich Sie nicht, gehe aber von den Formulierungen her davon aus, dass Sie schon etwas älter als 6 Jahre sind. Dann nämlich tritt ein echtes Stottern spätestens auf. Es gibt nur ganz seltene Beispiele, in denen Stottern später beginnt, meist als Symptom neurologischer Probleme. Und: Kein Stotternder hat Zucken oder Verkrampfen, wenn er nicht spricht. Es gäbe dann noch das Tourette-Syndrom, das zu den Beschreibungen passen könnte. Das aber würde bei Aufregung oder Anspannung stärker. Ich kann leider nichts Sinnvolleres raten als einen Neurologen oder einen Neuropsychologen aufzusuchen. Alle mir bekannten Sprachstörungen passen nicht zu dem, was Sie beschreiben. Ich wünsche Ihnen viel Glück!
Horst M. Oertle

Hallo,
ich will dir jetzt keine Angst machen, aber geh bitte sofort zum Neurologen! Ich bin Logopädin und kenne solche „Ausfallerscheinungen“ von Leuten, die einen Schlaganfall hatten oder an ähnlichen Beeinträchtigungen des Gehirns leiden, z.B. durch Morbus Parkinson, Schädel-Hirn-Trauma, Gehirntumor oder oder oder… Es hört sich an, als sei es etwas neurologisches, d.h. irgendwas scheint deine Willkürmotorik zu stören. Anders kann ich es mir nicht erklären. Tut mir leid, dass ich das jetzt so drastisch formulieren muss, aber es ist ganz wichtig, dass du die Ursache dafür herausbekommst, dann können die Symptome behandelt werden.
Lass dich durchchecken, dann weißt du mehr. Kopf hoch und alles Gute!

Gruß,
Anne

Hallo,

sicher sind diese ‚Aussetzer‘ nicht auf eine Sprachstörung, sondern auf ein neurologisches Geschehen zurück zu führen. Manche neurologischen Krankheiten zeigen im Anfang dieses Erscheinungsbild.
Es wäre sicher nicht schlecht, wenn du umgehend einen Neurologen (keinen Psychiater) konsultieren würdest.

VG

Holger

Vielleicht habt ihr eine Idee was das sein könnte…
Langsam mach ich mir nämlich ein bischen Sorgen.

Hallo Ben,
die Frage, woher das kommt oder was das sein könnte, kann ich dir aus der Ferne nicht beantworten, und außerdem klingt deine Beschreibung eher untypisch, wenn es Stottern sein sollte. Aber da ist was, das dir Sorge macht. Deswegen:
Am besten gehst du zu mal zum Hals - Nasen - Ohrenarzt und zum Neurologen zur Abklärung. Danach müsste man dann, je nach dem, was rauskommt oder nicht rauskommt, weitersehen.
Gruß Allu

Als Logopäde, der hochgradig auf Stottern spezialisiert ist, vermute ich bei solchen Anfragen zunächst einmal Stottern. Aber Du schilderst ganz überzeugend, dass es das nicht ist. Besonders verdächtig ist, dass diese „Zustände“ nicht nur beim Sprechen auftreten, sondern auch, wenn Du nicht sprichst. Das schließt Stottern aus.

Ich würde mich einmal von einem Neurologen untersuchen lassen. Das bringt vielleicht nicht viel, aber es kann auch sein, dass es eine Möglichkeit gibt, das medikamentös zu behandeln.