Aussichten für Rentenpapiere/Rentenfonds?

Hallo, kann mir bitte jemand sagen, wie so die Aussichten in naher Zukunft für Rentenpapiere sind?
Oder anders formuliert, die Wirtschaft boomt wieder, die zinsen steigen, wie reagieren ‚normalerweise‘ die Rentenpapiere/Rentenfonds und welche Abhängigkeit besteht bzgl. Kriegsgefahren?

Danke für Hilfe!!!

Gruß
Sebastian

Hallo Sebastian,

Hallo, kann mir bitte jemand sagen, wie so die Aussichten in
naher Zukunft für Rentenpapiere sind?

Wenn jemand die Zukunft voraussagen kann, möchte er sich bei mir melden. Ich ahbe da auch noch ein paar Fragen.

Oder anders formuliert, die Wirtschaft boomt wieder, die
zinsen steigen, wie reagieren ‚normalerweise‘ die
Rentenpapiere/Rentenfonds und welche Abhängigkeit besteht
bzgl. Kriegsgefahren?

Das läßt sich schon eher beantworten.
Einfache Grundregel: Bei steigenden Zinsen fallen die Kurse der festverzinslichen Wertpapiere. Dabei fallen die Kurse um so stärker, je länger die Restlaufzeit der Rentenpapiere ist.

Da Rentenfonds auch in Renten investieren, hat das zur Folge, daß Rentenfonds doppelt bestraft werden.
Zum einen fallen die Rücknahmekurse aufgrund der fallenden Rentenkurse und zum zweiten bleibt der Fonds auf seinen alten, niedrig verzinsten Papieren bis zur Fälligkeit sitzen. Tauscht der Fonds vorzeitig, muß er Kursverluste realisieren.
Die Auswirkung auf die Wertentwicklung der Rentenfonds ist abhängig von der durchschnittlichen Restlaufzeit der Renten im Fonds.
Je länger, desto stärker. Aus diesem Grunde sind Geldmarktfonds (aufgrund der extrem kurzen Restlaufzeiten) meist nicht von Kursverlusten betroffen.

Früher galt zusätzlich die Regel, daß hohe Zinsen schlecht für Aktienkurse sind. In jüngerer Vergangenheit stiegen aber die Aktienkurse und die Zinsen, so daß diese Regel nicht mehr funktioniert.
Kriegsgefahren haben dennoch eine Auswirkung, schnell und direkt auf die Aktienkurse und auf einige Rohstoffpreise (insbesondere Erdöl).
Wenn Kriegsgefahren länger andauern kann dies eine Senkung der Zinsen zur Folge haben, da viele Anleger Aktien verkaufen und Renten kaufen.
Durch die hohe Nachfrage nach Renten steigen die Kurse, was wiederum sinkende Zinsen bedeutet.

Ähnliches gilt für politische Unsicherheiten, z.B. vor Wahlen.

Es gibt hierfür aber leider keine allgemeingültige Regel. Hier heißt es jeweils den Markt beobachten und täglich aktuelle Informationen sammeln und interpretieren.

Gruß
Jürgen

Danke für Hilfe!!!

Gruß
Sebastian

Für die Nahe Zukunft gilt was noch nicht mal vollständig ins Archiv verschoben ist:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Also, boomt die Wirtschaft (was man sich gerne wünscht), steigt kurzfristig die Nachfrage nach Beteiligungspapieren. Langfristig, später, ziehen die Rentenpapiere nach (weil auch die Zinsen steigen), mit den Zinsen steigt auch kurzfristig das Interesse von Ausländischen Investoren, langfristig (später) wird dies überschattet, weil auch die Inflationsrate gegensteuert. Der Staat hat damit keine Probleme, den mit steigender Inflation verschiebt sich auch die Verschuldungsrate zu seinem Gunsten.
Zukünftige (langfristige) Prognosen kann man ableiten, sofern die kurzfristigen Prognosen oder Nachrichten sich nicht die Waage halten.
Hab mal so ein Programm gebastelt, mit Ranking für Wertpapiere bei jeweiligen wirtschaftlichen und politischen Einflußgrößen - kann dies jetzt frei sagen, weil ab 2007 so ziemlich alles versteuert wird (daher kein Grund mehr daraus ein Geheimnis zu machen). Beruht alles auf Wirkungsketten.
Beispiel Gouvermentausgaben steigen oder anders:
Der Staat baut eine Autobahn, auf die Ausschreibung bewerben sich Firmen. Durch den Auftrag müssen neue Maschinen angeschaft werden (das Bankgeschäft blüht, die Zinsen steigen), es müssen mehr Arbeitnehmer eingestellt werden (Dadurch kommt mehr Geld in Wirtschaftskreislauf, Konsum steigt), dadurch das mehr Geld im Umlauf ist steigt wieder die Inflationsrate usw. usf.
Man kann in gewisser Weise bedingt „Hellsehen“ aber auch nur bedingt, man muß daher mehrere Strategien gleichzeitig verfolgen um das Risiko günstig abzuhedgen. Auch ein Grund, das man um ein selbstgebasteltes Programm nicht vorbeikommt.

Mfg

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Hallo,

ich glaube die meisten Fragen sind schon beantwortet, möchte eigentlich nur noch was ergänzen, was man machen kann mit seinem Geld, wenn mann kein erhötes Risiko haben will.

Eine der Lösungsmöglichkeiten in einem steigenden Zinsniveau sind sogenate Floater. Floater werden von Unternehmen und Banken augegeben mit einer festen Laufzeit und festen Zinszahlungsterminen. Das interessante an diesen Rentenpapieren ist die Verzinsung, sie gleicht sich im Regelfall alle 3 Monate an, nämlich an den sogenanten 3-Monats -EURIBOR.

Dies ist ein Zins den Banken sich geben, wenn sie untereinander Geld ausleihen bzw. anlegen für einen Zeitraum von 3 Monaten.

Durch die Tatsache, dass sich der Zins alle 3 Monate an das aktuelle Niveau anpasst hat man bei diesem Papier auch nur sehr geringe bis gar keine Kursschwankungen.

Vorteile für den Anleger sind:

  1. Kaum Kursschwankungen
  2. Man ist immer am aktuellen Zinsniveau
  3. Meist gute Bonität der Emmitenten (AAA bis A-)

Nachteil:

Man hat zusätzliche Depotkosten im Gegensatz zu Fonds
Zinsen sind mit ZAST und Soli zu versteuern

Ok, soviel zu Floater. Andere alternativen wären Immobilien(evtl. Fonds) geschloßen und auch offen, normale Rentenpapiere oder eine Rentendachfondsverwaltung mit einem kleinen Aktienanteil.

Hoffe ich konnte einen kleinen Lichtblick geben, bevor die großen Kursverluste einsetzen.

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