auf amerikanischen Internet-Seiten bieten (teilweise auch seriöse) Firmen an, gegen Cash Informationen über Jedermann zu beschaffen. Zugute kommt den Online-Detektiven dabei offenbar der faktisch nicht vorhandene Datenschutz jenseits des Großen Teichs. Dadurch lässt sich für Computer-Spezialisten mit den richtigen Spezialkenntnissen jede Person durchleuchten. Frage: Gibt es so etwas auch in bzw. für Deutschland? Wenn ja, wer bietet so etwas an und wie sieht die Rechtslage aus? Wer darf die (zum Teil ohne Wissen des Ausspionierten auf dessen eigenen PC erschnüffelten) entsprechend recherchierten, Geheimdienst-ähnlichen Informationen (die im Zweifel erst durch illegales Hacker-Wissen ans Tageslicht gefördert wurden) verwenden?
auf amerikanischen Internet-Seiten bieten (teilweise auch
seriöse) Firmen an, gegen Cash Informationen über Jedermann zu
beschaffen.
Ich habe immer einen extrem unseriösen Eindruck von denen: will heissen: viel versprechen, viel kassieren, kaum 'was leisten.
Dadurch lässt sich für Computer-Spezialisten mit den
richtigen Spezialkenntnissen jede Person durchleuchten.
Das klingt mir etwas nach Mythos…
Frage:
Gibt es so etwas auch in bzw. für Deutschland? Wenn ja, wer
bietet so etwas an und wie sieht die Rechtslage aus? Wer darf
die (zum Teil ohne Wissen des Ausspionierten auf dessen
eigenen PC erschnüffelten) entsprechend recherchierten,
Geheimdienst-ähnlichen Informationen (die im Zweifel erst
durch illegales Hacker-Wissen ans Tageslicht gefördert wurden)
verwenden?
Also: (Hacker)-Wissen ist nicht illegal. Zum Glück.
Erkenntnisse, die durch Einbruch geschützte Systeme (Straftat!) gewonnen werden, sind vielleichtzu Erpreeung brauchbar, aber das dürfte es dann auch schon gewesen sein…
Genannte Dienste dürften ihrer Kundschaft aber eher die Bedienung verschiedener Suchmaschinen verkaufen. Und das klingt erstmal nicht wirklich illegal.
Enstprechende Daten zu erfassen und zu verarbeiten könnte aber wieder einen Verstoß mit Detenscutzugeseten heraufbeschwören.
ich glaube, Du wirfst da zwei ganz unterschiedliche Dinge durcheinander. Einerseits gibt es Dienste wie ussearch, die ganz offiziell mit diversen Institutionen zusammenarbeiten, über deren Daten Personen gefunden werden können. Da Datenschutz in den USA nicht so hoch gehängt wird, ist diese Zusammenarbeit auch mehr oder weniger legal bzw. zumindest stört sich kaum jemand daran. Verwendet werden z.B. Anschriftendaten von EVUs, Telefongesellschaften, Militärbehörden, etc. also alles, wo jemand kaum drum herum kommt, sich eintragen zu lassen. Weiterhin kann man auch Informationen über die Kreditwürdigkeit bekommen, indem hierzu entsprechende Dienstleister der Finanzbranche und Schuldnerlisten von Unternehmen, etc. abgefragt werden. Dies ist ebenfalls ziemlich legal, und vergleichbare Dienste gibt es ja z.B. auch bei uns (Creditreform, SCHUFA, Bürgel, Schuldnerregister der Amtsgerichte etc.). Diese Dienstleister nehmen einem also gegen Geld nur die Arbeit ab, selbst überall nachfragen zu müssen, kennen die richtigen Ansprechpartner und haben die Prozesse entsprechend automatisiert. Über die entsprechenden Vereinbarungen haben sie auch nicht die Problematik im Einzelfall nachweisen zu müssen, wofür sie die Daten brauchen.
Etwas vollkommen anderes ist es, wenn gegen Geld Daten auf privaten PC fremder Leute ausgespäht werden. Dies ist auch in den USA illegal, und eine Verwertung entsprechender Daten vor Gericht ist sowohl dort wie hier in der Regel nicht möglich („Fruit of the Poisoness Tree“=Verwertungsverbot illegal beschaffter Beweismittel).
Wenn Du in Deutschland eine Adresse brauchst, kannst Du diese z.B. über http://www.ewoma.de per Einwohnermeldeamtsanfrage herausbekommen. Dies ist vollkommen legal, und spart die Mühe, selbst loszuziehen. Informationen zur Kreditwürdigkeit gibt die Creditreform nur an Mitglieder (kostet einige Euro pro Jahr). Wenn man sich mit seiner Hausbank gutsteht, und es um größere finanzielle Transaktionen geht, machen die auch schon mal eine SCHUFA Abfrage, wenn man freundlich darum bittet und klarmacht, dass der Umfang des Geschäfts die eigene Kreditwürdigkeit betrifft. Schuldnerdaten bekommt man natürlich auch beim Schuldnerverzeichnis des AG am Wohnort der betreffenden Person. Dies betrifft allerdings nur Leute, die eine EV abgegeben haben. Weitergehende Infos gibt es dann gegen recht viel Geld von professionellen Wirtschaftsermittlern, oder man muss sich selbst ans Telefon hängen. Mit der nötigen Kombination aus Freundlichkeit, Hartnäckigkeit und Dreistigkeit erreicht man oft weit mehr, als man zunächst für möglich hält. Habe vor einiger Zeit mal einen Wirtschaftsbetrüger quer durch Europa verfolgt, und meinem damaligen Arbeitgeber einige Mio. gerettet.
Gruß vom Wiz
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