nun ist mein Bualru in Frankreich leider schon wieder mal vorbei
Nun ist mein Französisch so rudimentär, daß man besser sagen sollte es sind keine Kenntnisse (mehr) vorhanden:
Was ich mich aber immer schon gefragt habe ist, warum die Franzosen nur die Hälfte der Buchstaben aussprechen, die sie schreiben. Schließlich ist das doch sehr uneffektiv.
Alle ‚H‘ am Anfang von Wörtern, die ‚E‘ ohne ‚Verziehrungen‘ und was weiß ich noch alles, wird nicht oder nur angedeutet ausgesprochen- warum?
Hallo Gandalf
Als Franzose weiss ich selber nicht warum… das kommt natürlich von diesen sogenannten stummen Buchstaben, die man nicht aussprechen darf. Wir sind dran gewöhnt, aber trotzdem bleibt das Diktieren für den Schülern so schwierig und deswegen finden wir viele Franzosen, die Fehler machen, weil sie nur schreiben, was sie hören !!!
Das ist die Hauptschwierigkeit unserer Sprache und ich kann mir gut vorstellen, es könnte einem nicht Französischsprachler schwer fallen.
Aber sei geduldig, Übung macht den Meister…
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warum die
Franzosen nur die Hälfte der Buchstaben aussprechen, die sie
schreiben. Schließlich ist das doch sehr uneffektiv.
Immerhin ist die Schrift eindeutig zu lesen, d.h. man kann jedes französische Wort korrekt lesen und aussprechen. Schlimmer ist es, wenn die Schreibung chaotisch ist oder man mehr Laute ausspricht als man Buchstaben schreibt. Das ist zwar tintensparend aber schwieriger! Also beschwer dich nicht
da haben wir ja endlich einmal wieder einen Muttersprachler beim Wickel!
Mich würde interessieren, ob es eine Legende ist, oder ob es irgendeine Art von Belegen dafür gibt, dass für eine große Zahl von stummen Buchstaben die hochmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Schreiberzünfte verantwortlich sind, denen es der Legende nach gelungen ist, sich betreffend einige Regeln kartellartig zu einigen - was ja, wenn man nach Volumen bezahlt wird, ganz nützlich ist.
Immerhin sind einige Entwicklungen zur weggefallenen Aussprache erst aus dem 16. Jahrhundert - in diesen Fällen wäre das schon plausibel, dass ein Schreiber zwar die Veränderung der Aussprache akzeptiert, aber nicht bereit ist, deswegen billiger zu arbeiten, und also die verstummten Buchstaben konserviert.
Mit dieser Hypothese von den Schreiberkartellen ist allerdings der zierliche Charme von Rocaillen und Girlanden wie „-eaulx“ (fünf Buchstaben für einen Laut - wer bietet mehr?) noch nicht erklärt…
Wie auch immer, weißt Du näheres darüber, ob an dieser Legende was dran ist?
die Franzosen sind, was die Schreibung angeht, sehr konservativ. Die gesprochene Sprache hat sich im Laufe der Jahrhunderte sehr wohl verändert, das Schriftbild wurde jedoch bewahrt. Wenn ich mich richtig erinnere, entspricht die heutige Schreibung noch weitestgehend der des 17. Jahrhunderts. Keine Rede von Rechtschreibreform…
Das berühmte stumme „H“ findet sich zumeist bei Entlehnungen aus anderen Sprachen oder bei gelehrten, latinisierenden oder gräzisierenden Wortbildungen. Auch das auslautende „E“ war nicht immer „stumm“. Beim Deklamieren von Versen oder auf der Bühne hört man noch etwas davon.
Gerade am Französischen kann man gut sehen, dass die gesprochene Sprache lebt und sich permanent verändert, Schrift jedoch von (staatlichen) Institutionen geregelt wird. Und die 'inken nach.
übrigints schraipt mann auch imm doitschn kainesweeks so, wii mann schpricht. unt auch hiirtsulande habm dii schüla iire schwiirichkaitn mitt deem schraibnlernn. mannche lernints nii.
Frankoviele Grüße
castafiore
P.S. Dein „Bualru“ lässt darauf schließen, dass Du des „Verlan“ mächtig bist… Chapeau!
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