Auswahl BU und HFP? Wie? Vergleichsmöglichkeit?

Hallo zusammen,

ich stehe aktuell vor der Entscheidung eine Berufsunfähigkeitsversicherung(BU) sowie eine Privat-Haftpflicht (HFP) auszuwählen. Angebote machen lassen ist ja gut und schön, aber wie kriege ich raus, welche Versicherungen im Fall des Falles auch tatsächlich zuverlässig und ohne großen Prozess, etc. zahlt. Wenn ich tatsächlich BU werde, hab ich schon genug Probleme, da will ich nicht auch noch prozessieren.

Habe mir extra schon von Stiftung Warentest Finanztest Ausgabe 07/2008 (BU) bzw. 08/2008 (HFP) geholt, um mal einen ersten Anlaufpunkt zu haben. Nun habe ich vorhin im Netz gelesen, dass ich darauf sowieso nichts geben könnte, weil dort Äpfel mit Birnen verglichen würden und beides zu „Sehr gut“ führen würde.

Daher nun die Fragen:

  • Wie kann ich überhaupt rauskriegen, welcher Anbieter ein Guter ist? Es geht mir dabei primär um Verbraucherfreundliche Bedingungen, umfassenden Schutz, Problemlosigkeit im Schadensfall (!) und Zahlungsmoral und erst weit danach um den Preis.

  • Wie kann ich konkret zu einem Anbieter, der z.B. beim Warentest Finanztest ein Sehr gut bekommen hat, rauskriegen welche Prozessquote er hat bzw. wie die Zahlungsmoral oder Problemlosigkeit/Kulanz des Anbieters ist?

  • Wie kann ich Angebote wirklich vergleichen? Ich bin ja kein Jurist und kann die Verträge 100% durchschauen. Daher eben auch die Idee mit dem Finanztest zumindest mal eine Vorauswahl zu treffen.

  • Gibt es aktuelle Rankings hinsichtlich Zahlungsmoral, Prozessquoten, etc.? Wie komme ich da dran?

  • Andere Vorschläge, wie ich mein Problem der Auswahl lösen soll?

Ich habe bereits 2 Angebote auf dem Tisch liegen. Beide Anbieter schneiden aber z.B. beim Warentest alles andere als gut ab („befriedigend“ bei Versicherungsbedingungen).
Der eine Anbieter behauptet mit Hochglanzflyer, dass er in D die niedrigste Leistungsprozessquote hätte. Wie kann ich sowas überprüfen? Da steht zwar Quelle map-report, aber nicht wirklich aktuell. Wie komme ich da dran?

Vorhin habe ich gelesen, dass man sich beim Abschluß einer BU eine „verbindliche Leistungszusage des Versicherers“ geben lassen soll. Weiß jemand, was ich darunter verstehen soll bzw. wie man sowas machen soll?

Danke für eure Antworten!

Guten Tag Doctor Pein,
was Sie da alles bezüglich der BUV wissen wollen, weiß kein Mensch.
Vergessen Sie alles, was mit sog. Prozessquoten zu finden ist.
Denn die sind nicht aussagefähig. Und bezogen auf den Einzelfall nutzen auch Prozessquoten nichts. Ansonsten müssen Sie sich durchbeissen. Natürlich können Sie beinahe nix mit gar nix vergleichen. Denn identische Bedingungen in der BUV gibt es nicht.
Das ist so gewollt und führt dazu, dass auch Vermittler kaum durchblicken. Berücksichtigen Sie alle sechzehn maßgeblichen
Klauseln und Vertragsbausteine so gut es geht. Wenn Sie sich da
anstrengen, haben Sie 800 % mehr gemacht als der Durchschnitt
der Versicherungskunden, die so gut wie nie wissen, wo die Glocken
hängen. Zur PHV will ich gar nichts sagen, weil das überflüssig wäre.
Wenn Sie keine haben, holen Sie sich einfach eine. Am besten gestern.
Gruß
Günther

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Guten Tag Doctor Pein,
was Sie da alles bezüglich der BUV wissen wollen, weiß kein
Mensch.
Vergessen Sie alles, was mit sog. Prozessquoten zu finden ist.
Denn die sind nicht aussagefähig. Und bezogen auf den
Einzelfall nutzen auch Prozessquoten nichts. Ansonsten müssen
Sie sich durchbeissen. Natürlich können Sie beinahe nix mit
gar nix vergleichen. Denn identische Bedingungen in der BUV
gibt es nicht.
Das ist so gewollt und führt dazu, dass auch Vermittler kaum
durchblicken. Berücksichtigen Sie alle sechzehn maßgeblichen
Klauseln und Vertragsbausteine so gut es geht. Wenn Sie sich
da
anstrengen, haben Sie 800 % mehr gemacht als der Durchschnitt
der Versicherungskunden, die so gut wie nie wissen, wo die
Glocken
hängen. Zur PHV will ich gar nichts sagen, weil das
überflüssig wäre.
Wenn Sie keine haben, holen Sie sich einfach eine. Am besten
gestern.
Gruß
Günther

Hallo Günther,
herzlichen Dank für deine Antwort. Das ist zwar nicht das was ich gerne hätte hören wollen, aber eine klare Aussage!

Ich versuche gerade die BU halt möglichst unfassend zu durchleuchten, da man sich da soweit ich das verstehe doch praktisch lebenslang dran bindet. Ein späterer Wechsel ist mit zunehmendem Alter nicht einfacher.

Servus,
Stefan

Guten Tag Stefan,
ergänzend fällt mir noch ein: Da Sie augenscheinlich zu den
Lesekundigen zählen und zudem den Vorsatz geäußert haben, die BUV
„umfassend zu durchleuchten“, möchte ich Ihnen noch raten, sich das Buch der Verbraucherberatung zur BUV anzuschaffen (Verlag Finanztest). Kostet leider Ihr Geld und bringt Sie vielleicht auch zum Weinen. Hilft aber weiter.
Auch und gerade wenn und weil es viel Unangenehmes und Wahres enthält.
Gruß
Günther

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