Auswahlaxiom und nichtmeßbare Mengen

Hallo!

Bekanntlich kann man mit Hilfe des Auswahlaxioms Mengen konstuieren, die nicht bzgl. des Lebesgue-Maßes meßbar sind.

Was mich interessiert: ist dies auch ohne AC möglich? Oder ist es dann unmöglich? Oder ist die Frage ohne AC nicht entscheidbar?

Ich meine, die Situation ist doch blöd, oder? Ich habe die Potenzmenge von R und ich habe z.B. die Borelmengen: ich weiß aus Mächtigkeitsgründen schon, daß es da Mengen gibt, die nicht Lebesgue-meßbar sind. Und trotzdem kann ich keine angeben.

Andersherum: wenn man zeigen kann, daß die Frage zu AC äquivalent ist, dann hieße das doch: immer wenn man eine Menge ohne AC aufschreibt (z.B. ein Intervall), dann ist die doch automatisch meßbar, oder? Will heißen: dann kann ich mir den Meßbarkeitsbeweis doch sparen?! (Denn wäre sie nicht meßbar, hätte ich ja das AC bewiesen.)

Wäre schön, wenn sich jemand damit auskennt oder mir eine Literatur oder eine Webseite nennen könnte!

Vielen Dank und viele Grüße,

Frank.

Die Existenz nicht meßbarer Mengen läßt sich ohne Auswahlaxiom nicht zeigen (Cohen 1964).

Umgekehrt: In einer Analysis ohne Auswahlaxiom ist jede Menge meßbar.

Gruß.

Cicero

Hallo, Cicero!

Danke!

Die Existenz nicht meßbarer Mengen läßt sich ohne Auswahlaxiom
nicht zeigen (Cohen 1964).

Umgekehrt: In einer Analysis ohne Auswahlaxiom ist jede Menge
meßbar.

Das heißt, um noch mal genau zu fragen, wenn ich eine Menge „hinschreibe“, d.h., sie explizit angebe, ohne dabei das AC zu benutzen, dann ist sie automatisch meßbar. Den Meßbarkeitsbeweis kann ich mir dann sparen?
Oder habe ich da was falsch verstanden?

Einen schönen Sonntag,

Frank.

Exakt! o.T.
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