Hallo zusammen,
dies ist kein Witz oder so. Ich hatte Burn out und muss beruflich kürzer treten. Muss aber auch sagen, dass ich eigentlich nicht mehr in meinen alten Job zurück will. Und die Gesellschaft in der ich mich rumtreibe nicht mehr die meine ist.
Wie dem auch sei.
Ich habe mal meine Finanzen neu sortieren müssen (auch wegen des Burn out) und denke, dass es möglich sein müsste, irgendwo von meinen Zinsen zu leben. Gehen wir einfach mal davon aus, dass ich keine Miete bezahlen müsste und ca. 900€ zum Leben hätte. Nur so als Beispiel.
Ich meine nicht einem Slum von Kongo, sondern irgendwo auf dem Land. Mir fällt viel ein. Vor allem brauche und suche ich Ruhe.
Ich habe an folgendes gedacht:
Ostdeutschland
Süd-Italien (ich will sowieso ital lernen)
Süd-Frankreich (ich spreche franz)
Bali (kenne ich prinzipiell sehr gut)
Neuseeland
Ginge Kanada?
Südamerika ist mir zu gefährlich.
Auch ein Bauernhof mit Schafe scheren 1 bis 2 Tage die Woche wäre machbar.
Gibt es da Webseiten mit Infos und Einreisebestimmungen? Ich meine Bali ginge nicht so leicht.
Wisst Ihr mehr?
Gehen wir einfach mal davon aus,
dass ich keine Miete bezahlen müsste und ca. 900€ zum Leben
hätte. Nur so als Beispiel.
Ok, aber um keine Miete bezahlen zu müssen, muss man ja erst einmal Wohneigentum erwerben. Dann ist nicht mehr so viel Kapital übrig und die Zinseinnahmen liegen vielleicht nicht mehr bei den benötigten EUR 900,- pro Monat.
Ostdeutschland
Finde ich prinzipiell eine gute Idee. Schau dir mal die Immobilienpreise an, dann weißt du, warum.
Außerdem hätte das noch den Vorteil, dass du ganz normal deine Krankenversicherung behalten könntest. … Was ist, wenn du in Bali ernsthaft krank wirst?
Süd-Italien (ich will sowieso ital lernen)
Sizilien und so, wo die Mafia dafür sorgt, dass sich der Müll wochenlang in den Straßen stapelt?
Süd-Frankreich (ich spreche franz)
Bali (kenne ich prinzipiell sehr gut)
Neuseeland
Ginge Kanada?
Südamerika ist mir zu gefährlich.
Auch ein Bauernhof mit Schafe scheren 1 bis 2 Tage die Woche
wäre machbar.
Wie lange soll denn dieses Aussteigerleben dauern? Einige Jahre lang? Für immer?
Was die Einwanderungsbestimmungen angeht, musst du halt auf die Webseiten der entsprechenden Regierungen schauen, hier z.B. die von Kanada: http://www.cic.gc.ca/english/index.asp
Für Kanada ist z.B. eine medizinische Untersuchung nötig. Ich weiß nicht, ob du da mit Burnout-Syndrom einwandern darfst.
Also ich würde mir ja in Ostdeutschland irgendwo ein schönes Plätzchen suchen und dort ein Bed & Breakfast eröffnen. Wenn die Sache gut läuft, hindert dich nichts daran, im Urlaub nach Kanada zu fliegen.
Gehen wir einfach mal davon aus,
dass ich keine Miete bezahlen müsste und ca. 900€ zum Leben
hätte. Nur so als Beispiel.
Ok, aber um keine Miete bezahlen zu müssen, muss man ja erst
einmal Wohneigentum erwerben. Dann ist nicht mehr so viel
Kapital übrig und die Zinseinnahmen liegen vielleicht nicht
mehr bei den benötigten EUR 900,- pro Monat.
ok: Ich meine ich habe nach einer Investition noch 900€ übrig.
Natürlich sind die Haus und Wohnpreise überall unterschiedlich
Ostdeutschland
Finde ich prinzipiell eine gute Idee. Schau dir mal die
Immobilienpreise an, dann weißt du, warum.
eben deswegen dachte ich daran
Und kein Einkommen, keine Steuer, da ja nur Arbeitseinkommen besteuert wird, verglichen mit anderen Ländern
Außerdem hätte das noch den Vorteil, dass du ganz normal deine
Krankenversicherung behalten könntest. … Was ist, wenn du in
Bali ernsthaft krank wirst?
Dort gibt es Krankenhäuser die vonAussies betrieben werden
Ist Singapur nah
die Krankenversicherung in Deutschland ist VIEL zu hoch
Die Leistungen der deutschen KV ist viel zu mies
Süd-Italien (ich will sowieso ital lernen)
Sizilien und so, wo die Mafia dafür sorgt, dass sich der Müll
wochenlang in den Straßen stapelt?
solange sie mich nicht mitstapeln. Stimmt, ist ein Punkt
aber auch ein Vorurteil
Wie lange soll denn dieses Aussteigerleben dauern? Einige
Jahre lang? Für immer?
bis zum bitteren Ende
Ab 65 kann ich ja dann nicht nur Zinsen sondern auch das Kapital aufbrauchen
Was die Einwanderungsbestimmungen angeht, musst du halt auf
die Webseiten der entsprechenden Regierungen schauen, hier
z.B. die von Kanada: http://www.cic.gc.ca/english/index.asp
Für Kanada ist z.B. eine medizinische Untersuchung nötig. Ich
weiß nicht, ob du da mit Burnout-Syndrom einwandern darfst.
Das sollte bis dann ja behandelt sein. Aber danke
Also ich würde mir ja in Ostdeutschland irgendwo ein schönes
Plätzchen suchen und dort ein Bed & Breakfast eröffnen. Wenn
die Sache gut läuft, hindert dich nichts daran, im Urlaub nach
Kanada zu fliegen.
Gehen wir einfach mal davon aus, dass ich keine Miete bezahlen müsste und ca. 900€ zum Leben hätte. Nur so als Beispiel.
Auch für „nur so ein Beispiel“ sind das zu wenig Informationen. Was hast du für Ansprüche an das Leben? Willst du dich teilweise selbst mit Lebensmitteln versorgen? Brauchst du ein Auto? Musst du von den 900,- auch die Krankenverversicherung bezahlen? Steigt diese Summe über die Jahre entsprechend der Inflation?
Süd-Frankreich (ich spreche franz)
Ich kenne Rentner in Süd-Frankreich, mit ca. 900,- Rente, eigenem Haus, einem großen Gemüsegarten, und altersschwachem Pkw, die davon bescheiden leben können, mit Betonung auf „bescheiden“. Da ist nichts mehr drin für Kultur, Essen gehen, größere Anschaffungen. Die Lebenshaltungskosten sind dort vergleichbar mit Deutschland, insbesondere was Dienstleistungen betrifft. Bei einem landesweiten Mindestlohn von 8,82 ist das nur normal.
Krankenversichern musst du dich selbst, ansonsten hat ein EU-Bürger dort dieselben Rechte wie ein Einheimischer, z.B. Anspruch auf Sozialhilfe (RSA), wenn du mittellos wirst. Inwieweit dies auch auf Schweizer zutrifft, kann ich nicht sagen. Weitere Infos: http://www.auswandern-webforum.de/forum/forum57.html.
Gehen wir einfach mal davon aus, dass ich keine Miete bezahlen müsste und ca. 900€ zum Leben hätte. Nur so als Beispiel.
Auch für „nur so ein Beispiel“ sind das zu wenig
Informationen. Was hast du für Ansprüche an das Leben? Willst
du dich teilweise selbst mit Lebensmitteln versorgen? Brauchst
du ein Auto? Musst du von den 900,- auch die
Krankenverversicherung bezahlen? Steigt diese Summe über die
Jahre entsprechend der Inflation?
Hallo
ich kann sehr einfach leben. Ich will ohne Auto leben.
Ich brauche keine Oper oder kein Museum. Ich will lesen, Musik hören, Bücher und Artikel schreiben und vielleicht meinen eigenen Gewürzgarten haben. So einfach es eben geht. Strom wäre gut. Fliessend Wasser auch. Aber einen Flat Plasma, eine S-Klasse, PC und Notebook, Pullover von Lacoste oder gar Paul Shark will und brauche ich nicht mehr
Ja, die KV muss ich davon auch bezahlen
Süd-Frankreich (ich spreche franz)
Ich kenne Rentner in Süd-Frankreich, mit ca. 900,- Rente,
eigenem Haus, einem großen Gemüsegarten, und altersschwachem
Pkw, die davon bescheiden leben können, mit Betonung auf
„bescheiden“. Da ist nichts mehr drin für Kultur, Essen gehen,
größere Anschaffungen. Die Lebenshaltungskosten sind dort
vergleichbar mit Deutschland, insbesondere was
Dienstleistungen betrifft. Bei einem landesweiten Mindestlohn
von 8,82 ist das nur normal.
Danke, das hilft mir sehr.
Krankenversichern musst du dich selbst, ansonsten hat ein
EU-Bürger dort dieselben Rechte wie ein Einheimischer, z.B.
Anspruch auf Sozialhilfe (RSA), wenn du mittellos wirst.
Inwieweit dies auch auf Schweizer zutrifft, kann ich nicht
sagen. Weitere Infos: http://www.auswandern-webforum.de/forum/forum57.html.
Im großen Südwesten Frankreichs (Zentralmassiv über Limousin - Brioude - Dordogne bis Gascogne etwa) kostet ein für dieses Vorhaben geeignetes Häuslein wegen immer noch dramatisch ablaufender Landflucht „fast nichts mehr“, so dass mehr übrig bleibt, die Lebenshaltung zu bestreiten - die dort nicht wesentlich billiger ist als in Senftenberg, Eibau, Judentenberg, Gladbeck, Cugir oder Illertissen, falls man nicht in einigem Umfang selber den Spaten in die Hand nehmen will wie Freund Wieland in Oßmanstedt: In diesem Fall gehts natürlich dort wesentlich besser - in Illertissen wachsen weder Feigen noch Melonen…
Im Gegensatz zu der Lausitz, wo man in den kommenden Jahren - Jahrzehnten damit rechnen muß, dass vorhandene Infrastruktur aufgegeben wird, ist in Frankreichs Hinterland dafür gesorgt, dass Strom - Wasser - Straßen und zwei tägliche Busse werktags außer Sa zur nächsten Bibliothek auf lange Sicht erhalten bleiben werden; ferner auch der Bäcker, der Metzger und der Lebensmittelhändler, die ein bis zwei Mal die Woche mit dem Lieferwagen vorbeikommen. - So ein Kasper wie Sarkozy kriegt das nicht gebacken, die Grande Nation stramm auf neoliberale Linie zu bringen; und nach ihm wird Jean-Jacques Dupont wieder sehr glücklich sein, wenn er wieder zur gewohnten ENArchie zurückkehren kann.
Anders als in fremden Ländern, in denen man sich viele neuen Gewohnheiten aneignen muss, um irgendwie bei sich „zu Hause“ anzukommen, ist der beschriebene Raum in sehr vielen Dingen 1:1 von hier aus zu spiegeln. Mit Ausnahme vielleicht von der Überraschung, wenn die Nachbarin (1,5 Kilometer weg) um halbelf morgens vor dem Haus hupt: „Je descends sur Rodez - il vous faut quelque chose?“ - das passiert in Senftenberg nicht so leicht.
Mutatis mutandis gilt Obgesagtes für alle Mittelgebirge Richtung Méditerranée, Epirus genauso wie die Sierra de la Contraviesa.
Das wichtigste beim Auswandern im Alter ist, ob Du da krankenversichert bist.
In vielen Ländern zahlt die deutsche Krankenversicherung nichts und da muß man für horrende Summen - oft höher als die Rente - sich eigenversichern.
Prüfe dies zuerst!
Ich habe an folgendes gedacht:
Ostdeutschland
Süd-Italien (ich will sowieso ital lernen)
Süd-Frankreich (ich spreche franz)
Bali (kenne ich prinzipiell sehr gut)
Neuseeland
Ginge Kanada?
Südamerika ist mir zu gefährlich.
Schweden
Dänemark
Österreich
Australien
Namibia
…
…hat alles seine eigenen Haken.
Hallo.
Dieses Jahr beim Durchfahren von Irland ist uns aufgefallen dass die Immobilienpreise total im Keller sind. Da es EU ist sollte es relativ einfach sein dort Fuß zu fassen.
Auch eine Möglichkeit mit milderem Klima im Sommer ist Südtirol. Dort allerdings nur in den abgelegenen Bergdörfern sind die Preise auch sehr weit unten, da stehen fast ganze Dörfer leer.
Und wie bereits erwähnt der Osten.
Grüße
Gerald
Hallo Gerald,
das klingt beides interessant. Hast Du mir Dorfnamen in A und evtl. nen Link zu den Immobilien?
Ein Bergdorf wäre fast perfekt.
Danke
Kay
Hallo Gerald,
das klingt beides interessant. Hast Du mir Dorfnamen in A und
Hallo.
Mit Südtirol meinte ich eher den italienischen Teil. Bei Irland war es so dass beim Durchfahren fast an jedem 10 Haus ein „For Sale“ Schild stand, im ganzen Land. Hängt anscheinenen mit der Wirtschaftskrise zusammen. Viele Iren haben in der Boomzeit sehr viel Geld verdient, sich schöne Häuser gebaut und jetzt als Arbeitslose oder mit durchschnittlich 18% weniger Gehalt können Sie sich die Raten nicht mehr leisten.
Zur Suche mache ich es immer so. Ich gebe bei Google z. B. „Immobilien Südtirol“ ein und stöbere auf den entsprechenden Seiten. Das sollte auch mit irischen Seiten, entsprechende Englischkenntnisse vorrausgesetzt, funktionieren. http://www.findaproperty.com
Ist sowas ähnliches für Schottland, da schaue ich öfters was es so gibt.
Mehr kann ich leider nicht anbieten.
Gruß
Gerald
evtl. nen Link zu den Immobilien?
Ein Bergdorf wäre fast perfekt.
Danke
Kay
Immobilienpreise mögen zwar erheblich niedriger als vor z.B. einem Jahr sein aber ich bitte doch zu bedenken, dass Irland in Bezug auf Lebenshaltungskosten immer noch das zweitteuerste Land in der EU ist.
Außerdem behaupte ich 'mal so ganz frech, daß man von 900€ nicht leben kann, selbst die staatliche Rente ist höher und Rentner bekommen zusätzlich Vergünstigungen ohne die es nicht gehen würde.