Auswirkung der Lichtstärke bei Fotoaparat

Hallo!

Als interessierter Laie gehen mir immer wieder Fragen durch den Kopf, wie:

o.) Wir wirkt sich die Lichtsärkte eines Objetivs auf die automatische Blende aus? Kann ich davon ausgehen, daß das automatisch bei der Helligkeitsberechnugn mitberücksichtig wird, und ich mich nicht darum kümmern muß?

o.) Mir hat jemand gesagt, wenn die Lichtstärke kleiner wird (habe bei EOS 300 4.5-5.6) muß ich einen Film nehmen mit mehr ASA. Stimmt das?

tks!
Herbert

das kommt darauf an, was Du fotografieren willst. Wenn die Lichtverhältnisse schlecht sind (Nacht, Nebel, Dunkelheit, Tierfotografie mit großem Tele, Astronomie), dann gibt es zwei Lösungen. Eine teuere und eine billigere. Teuer, d.h. lichtstarke Objektive, die schnell über 1000 DM kosten können oder einen höher empfindlichen Film, was natürlich auf die Qualität des Bildes einen Einfluß hat. Für den Hausgebrauch, also für 99 % aller Fälle reicht ein normales Objektiv aus (meine kühne Behauptung!). Ich selbst habe im Laufe der Jahre noch nie ein sehr lichtstarkes Objektiv gebraucht, obwohl ich eine ganze Menge Tierfotos gemacht habe (Novoflex Schnellschußobjektiv). Billiger kommt übrigens noch ein Stativ, wenn das Licht schlechter wird.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Klaus!

Danke für die Antwort:

Bleibt noch immer die grundsätzliche Frage: muss ich mich manuell darum kümmern, wie lichtstark die Linse ist, oder wird dieser Faktor bei der Automatik mitberücksichtigt?

das kommt darauf an, was Du fotografieren willst. Wenn die
Lichtverhältnisse schlecht sind (Nacht, Nebel, Dunkelheit,
Tierfotografie mit großem Tele, Astronomie), dann gibt es zwei
Lösungen. Eine teuere und eine billigere. Teuer, d.h.
lichtstarke Objektive, die schnell über 1000 DM kosten können
oder einen höher empfindlichen Film, was natürlich auf die
Qualität des Bildes einen Einfluß hat. Für den Hausgebrauch,
also für 99 % aller Fälle reicht ein normales Objektiv aus
(meine kühne Behauptung!). Ich selbst habe im Laufe der Jahre
noch nie ein sehr lichtstarkes Objektiv gebraucht, obwohl ich
eine ganze Menge Tierfotos gemacht habe (Novoflex
Schnellschußobjektiv). Billiger kommt übrigens noch ein
Stativ, wenn das Licht schlechter wird.

cu
Herbert

Hallo,
ganz so einfach ist das nicht mit den Objektiven:

Mit den Blenden spielt man ja nicht nur bei wenig oder viel Licht herum, man benutzt sie ja vor allen Dingen gestalterisch.
Ein Portrait mit Blende 2,8 mit 200 mm und auf die Augen scharf gestellt, ist Lehrbuchfotogrfie. Bis zur Unkenntlichkeit verschwommener Hintergrund. Dadurch löst sich das Modell sehr gut vom Hintergrund ab. Aber stell mal das zweite Bild auf die Nasenspitze scharf, und Du siehst sofort den Unterschied. Mach das ganze mit Blende 16, und Du kannst auf den dahinterliegenden Leuchtturm 2 Meilen vor der Küste scharf stellen, das Modell ist immer noch scharf. Du hast halt jetzt kein Portrait mehr, sondern eines von Millionen Urlaubsfotos :wink: Geh zum Pferderennen, und Du wirst mit Blende 8-11 bei den Gäulen, die vorbeigaloppieren, mitziehen und mit ner 1000 sec gestochen scharf fotografieren. Und dann gehst Du zum Kanurennen, legst einen Fuji 800 ASA-Film ein und fotogafierst mit Blende 2,8 und einer 2000tel sec bei 300 mm den Kanuten (scharf stellen aufs Gesicht), jeder Wassertropfen rund um seine Birne ist gestochen scharf, das Bild trieft vor Aktion. Ich wollte nicht klugscheißen, aber ich glaube das macht den Einsatz von Blenden deutlich. Übrigens, natürlich kalkuliert der Fotoapperat die verschiedenen Filmempfindlichkeiten bei den Blenden ein. Da muß nix mehr korrigiert werden.

Gruß, Stephan.

Hallo Klaus!

Danke für die Antwort:

Bleibt noch immer die grundsätzliche Frage: muss ich mich
manuell darum kümmern, wie lichtstark die Linse ist, oder wird
dieser Faktor bei der Automatik mitberücksichtigt?

JEIN, es kommt auf Deine Kameran. Bei einer Vollautomatik brauchst nur auf Automatik stellen. Bei einer Kamera, die nur Teilautomatisch funktioniert (Blenden- oder Zeitautomatik), dann mußt zumindestens das einstellen, was der Belichtungsmesser (egal, wie er arbeitet) anzeigt. ERST jetzt kommt es darauf an, was Du fotografieren willst. Stilleben oder Rennautos, danach mußt halt die richtige Einstellung finden. Doch dies steht in jedem besseren Fotobuch. Die Kunst des Fotografen ist es, abweichend von der „Automatik“ spannende Bilder zu basteln.

das kommt darauf an, was Du fotografieren willst. Wenn die
Lichtverhältnisse schlecht sind (Nacht, Nebel, Dunkelheit,
Tierfotografie mit großem Tele, Astronomie), dann gibt es zwei
Lösungen. Eine teuere und eine billigere. Teuer, d.h.
lichtstarke Objektive, die schnell über 1000 DM kosten können
oder einen höher empfindlichen Film, was natürlich auf die
Qualität des Bildes einen Einfluß hat. Für den Hausgebrauch,
also für 99 % aller Fälle reicht ein normales Objektiv aus
(meine kühne Behauptung!). Ich selbst habe im Laufe der Jahre
noch nie ein sehr lichtstarkes Objektiv gebraucht, obwohl ich
eine ganze Menge Tierfotos gemacht habe (Novoflex
Schnellschußobjektiv). Billiger kommt übrigens noch ein
Stativ, wenn das Licht schlechter wird.

cu
Herbert

Hallo,
ganz so einfach ist das nicht mit den Objektiven:

Mit den Blenden spielt man ja nicht nur bei wenig oder viel
Licht herum, man benutzt sie ja vor allen Dingen
gestalterisch.
Ein Portrait mit Blende 2,8 mit 200 mm und auf die Augen
scharf gestellt, ist Lehrbuchfotogrfie. Bis zur
Unkenntlichkeit verschwommener Hintergrund. Dadurch löst sich
das Modell sehr gut vom Hintergrund ab. Aber stell mal das
zweite Bild auf die Nasenspitze scharf, und Du siehst sofort
den Unterschied. Mach das ganze mit Blende 16, und Du kannst
auf den dahinterliegenden Leuchtturm 2 Meilen vor der Küste
scharf stellen, das Modell ist immer noch scharf. Du hast halt
jetzt kein Portrait mehr, sondern eines von Millionen
Urlaubsfotos :wink: Geh zum Pferderennen, und Du wirst mit Blende
8-11 bei den Gäulen, die vorbeigaloppieren, mitziehen und mit
ner 1000 sec gestochen scharf fotografieren. Und dann gehst Du
zum Kanurennen, legst einen Fuji 800 ASA-Film ein und
fotogafierst mit Blende 2,8 und einer 2000tel sec bei 300 mm
den Kanuten (scharf stellen aufs Gesicht), jeder Wassertropfen
rund um seine Birne ist gestochen scharf, das Bild trieft vor
Aktion.

Ist Dir bekannt, daß Du die kleineren Wassertropfen kaum vom groben Korn des Filmes unterscheiden kannst? Solche Bilder mache ich höchstens mit einem 400er Kodak-Diafilm, Novoflexschnellschußobjektiv 400/5,6 und ganz langsam kommen lassen. Mit diesem Objektiv habe ich mal einen 18 DIN-Diafilm mit 1/50 sec. und Blende 5,6 aus der Hand fotografiert. Das geht, die Schrift hält jeder Kritik stand, erfordert aber etwas ruhige Hand bei einem Gewicht von ca. 2,5 kg.

Ich wollte nicht klugscheißen, aber ich glaube das

macht den Einsatz von Blenden deutlich. Übrigens, natürlich
kalkuliert der Fotoapperat die verschiedenen
Filmempfindlichkeiten bei den Blenden ein. Da muß nix mehr
korrigiert werden.

Gruß, Stephan.

Mein lieber Stephan,

ich habe mir abgewöhnt Fragen zu beantworten, die gar nicht gestellt sind. Beim letzten Satz gibst Du mir das Gefühl, daß Du doch nicht so gut Bescheid weißst. Ich erlaube mir nämlich die Freiheit bei manchen Aufnahmen sogar die Filmempf. zu verändern, weil ich weiß, dann mache ich ein besseres Bild. Um diese Tricks aber zu beherrschen braucht es natürlich Erfahrung und/oder ein gutes Buch. In den neuen Büchern steht so was nicht mehr, aber in den Büchern unserer Eltern.

Ist Dir bekannt, daß Du die kleineren Wassertropfen kaum vom
groben Korn des Filmes unterscheiden kannst? Solche Bilder
mache ich höchstens mit einem 400er Kodak-Diafilm,
Novoflexschnellschußobjektiv 400/5,6 und ganz langsam kommen
lassen. Mit diesem Objektiv habe ich mal einen 18 DIN-Diafilm
mit 1/50 sec. und Blende 5,6 aus der Hand fotografiert. Das
geht, die Schrift hält jeder Kritik stand, erfordert aber
etwas ruhige Hand bei einem Gewicht von ca. 2,5 kg.

Mein lieber Stephan,

ich habe mir abgewöhnt Fragen zu beantworten, die gar nicht
gestellt sind. Beim letzten Satz gibst Du mir das Gefühl, daß
Du doch nicht so gut Bescheid weißst. Ich erlaube mir nämlich
die Freiheit bei manchen Aufnahmen sogar die Filmempf. zu
verändern, weil ich weiß, dann mache ich ein besseres Bild. Um
diese Tricks aber zu beherrschen braucht es natürlich
Erfahrung und/oder ein gutes Buch. In den neuen Büchern steht
so was nicht mehr, aber in den Büchern unserer Eltern.

Hi,
ich wollte Dir gar nicht antworten, sondern dem Herbert. Die Fragen laufen doch ein bißchen darauf hinaus: was macht mein Apperat mit der Blende, was hat der Film damit zu tun !
Ich würde mir doch nie erlauben, dem Besitzer eines Novoflexschnellschußobjektiv 400/5,6 Ratschläge geben zu wollen. Der letzte Satz kam nur zustande, weil ich Herberts Fragen nicht mehr vorher las, und die beiden Fragen durcheinander warf.
Sorry ! Falls ich Dir aber das Gefühl gegeben haben sollte, daß ich doch nicht so gut Bescheid weiß, dann kann ich Dich beruhigen: Ich weiß auch nicht, wie gut ich Bescheid weiß :wink:
Aber ich bin ganz zufrieden, habe mit meinen Bildern auch schon ein paar Taler verdient, lehne mich jetzt großspurig zurück und sage: Falsch, der Fuji 800 ASA ist OK. Da ist nix mehr wie früher mit Grobkörnigkeit ! Will ich ein Bild auf einen qm vergrößern, nehme ich halt MF. Mit KB reichts immer noch bis DIN A4. Größer wollen und brauchen die meisten Kunden eh nicht,glaub mir. Die größten Geschwindigkeiten brauchte ich bisher beim F1-Rennen. Da kannste Dich mal versuchen mit dem Novoflexschnellschußobjektiv 400/5,6 und nem 400 ASA Film. Klappt bestimmt öfters, aber eben schwieriger und nicht so verläßlich.
Gruß, Stephan

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Mein lieber Stephan,

ich habe mir abgewöhnt Fragen zu beantworten, die gar nicht
gestellt sind. Beim letzten Satz gibst Du mir das Gefühl, daß
Du doch nicht so gut Bescheid weißst. Ich erlaube mir nämlich
die Freiheit bei manchen Aufnahmen sogar die Filmempf. zu
verändern, weil ich weiß, dann mache ich ein besseres Bild. Um
diese Tricks aber zu beherrschen braucht es natürlich
Erfahrung und/oder ein gutes Buch. In den neuen Büchern steht
so was nicht mehr, aber in den Büchern unserer Eltern.

Das hatte ich noch vergessen hinzuzufügen: Natürlich erkennt heute jeder Kamera über die DX-Codierung des Filmes wie er in die Belichtungsberechnung einzugehen hat. Ich lag mit meiner Antwort an Herbert nicht so falsch: les mal weiter unten, da stellt er genau diese Frage. Hab ich allerdings auch eben erst gesehen. Es ist Dir natürlich unbelassen in den Büchern Deiner Eltern nach Tricks zu suchen, und dann die Filmempfindlichkeit zu verändern. Ich mache sowas über die Korrekzurtasten meiner Kameras. Dann werden Belichtungsreihen mit 1/2 oder ganzen Blendenschritten nach unten und oben gemacht. Ich glaube, so macht man das heute. Die ASA-Zahl verändere ich nur, wenn ich einen Film pushen lasse, also von 800 auf 1600 ASA oder Ähnliches. Aber das kennst Du ja bestimmt. Jedenfalls schraube ich an heutigen Kameras nix mehr an der Filmempfindlichkeit für ein einzelnes Bild herum.
Gruß, Stephan

Ich würde mir doch nie erlauben, dem Besitzer eines
Novoflexschnellschußobjektiv 400/5,6 Ratschläge geben zu
wollen.

Moin Stephan,

mach Dir keine Sorgen ueber Besserwisser-Vorwuerfe, manchmal kommen gut gemeinte Ratschlaege in diesem Forum falsch an (Eigene Erfahrung) - auch wenn der Bogen von einer Belichtungsautomatik-Frage zu pushen/pullen/clipping/crossing vielleicht etwas weit gespannt ist, es gibt Leutchens wie mich, die Deine Ratschlaege sehr aufmerksam lesen

Tim

P.S.: Alle, die auch mal Minox (auch den neuesten) fotografieren, kommen uebrigens ohne `rumschrauben an der Filmempfindlichkeit nicht aus … nur so zur Info.

Moin Stephan,

mach Dir keine Sorgen ueber Besserwisser-Vorwuerfe, manchmal
kommen gut gemeinte Ratschlaege in diesem Forum falsch an
(Eigene Erfahrung) - auch wenn der Bogen von einer
Belichtungsautomatik-Frage zu pushen/pullen/clipping/crossing
vielleicht etwas weit gespannt ist, es gibt Leutchens wie
mich, die Deine Ratschlaege sehr aufmerksam lesen

Hallo, hallo,
das freut mich sehr zu hören ! Ich wollte in der Tat nicht klugscheißen, aber manchmal muß ein bißchen „Butter bei die Fisch“. Ich denke, Herbert stellt Fragen, wie wir sie alle kennen und hatten/haben. Da sollte man mit Erfahrungen nicht sparen. Ok, ich hatte wirklich die zwei Fragen verwechselt, und dann noch die Antwort an Klaus gepostet, das war ein wenig verwirrend. Ich denke aber, auch Klaus wird eher uns beipflichten. Schließlich ist das Forum zum Fragen da, da spart man nicht beim Antworten. Der Einzige, den ich jetzt vermisse, ist der Herbert ! Würde mich mal interessieren, obs ihm hilft. Das ist übrigens eine Krankheit von dem ganzen wer-weiss-was-Brett. Es gibt nur selten jemanden, der mal ein FeetBack von sich gibt ! Gilt nicht für Herbert, der hatte sich bei Klaus bedankt !
Gruß und einen guten Rutsch an Dich, Tim, an Klaus und an Herbert !

Wenn ich ganz ehrlich bin, ich finde die Diskussion recht amüsant. Es zeigt sich halt, daß hier fast nur Profis sind?! Doch was machen wir mit den Möchtegern- und echten Amateuren, die sich erst in das Thema einarbeiten wollen? Muß man denen gleich die hohe Kunst des Fotografieren um die Ohren hauen?

Ich habe die Erfahrung gemacht, immerhin ein gutes Jahrzehnt Kursleiter (Dozent klingt besser) an Volkshochschulen zum Thema Fotografieren, daß niemanden interessiert, welche Vorteile ein hochempfindlicher Film oder eine Superausrüstung bringt, wenn man nicht einmal die elementarsten Grundsätze der Knipserei kennt. Aus diesem Grund habe ich mir angewöhnt, immer nur die Fragen zu beantworten, die gestellt sind. Außerdem spare ich mir jeden Hinweis auf Besonderheiten und Tricks.

Nun aber noch kurz zu Euren Bemerkungen. Filme über 400 ASA kommen bei mir nicht zum Einsatz. Schon seit Langem habe ich einen Kodak-Film zum Pushen im Gefrierschrank (400 - 1600 ASA). Da kann er „verschimmeln“, denn mir sind die Filme zu grobkörnig. Das mag vielleicht auch daran liegen, daß ich ein passionierter 6x6-Fotograf bin, der noch seine Bilder „zu Fuß“ herstellen kann.

Ich glaube nicht, daß die alten Tricks unserer „Ahnen“ so schlecht sind. Ein gutes Bild kann man mit jeder Kamera machen, wenn der Fotograf eine „Motivklingel“ hat, also weiß, was ein gutes Bild ausmacht. Die besten Bildern gelingen aber dem guten Fotografen erst dann, wenn die Automatik auf „off“ steht. Mit Vollautomatik zu fotografieren, besonders mit den Kleinbildkameras, ist keine Kunst. Ungewöhnliche Bilder entstehen aber erst, wenn man pusht, Blenden-Zeit-Veränderungen macht oder sonst wie das Bild gestaltet. Wer zudem noch die Gestaltung des Bildes im Labor beherrscht, kann Meisterwerke schaffen. Doch auch hier kann können uns die Altväter, zu denen ich nicht gehöre, der Fotografie noch was vormachen!

Es war zimindestens sehr lustig eurer Diskussion zu folgen.
Gruss Alex