Hallo liebe Leute,
vor 2 Tagen hatte ich eine Behandlung unter einer Analgosedierung (Dämmerschlaf) und eigentlich sollten nur der Nerv gezogen werden und eine Wurzelspitzenresektion durchgeführt werden.
Während der OP stellte sich aber heraus, dass der Backenzahn nicht mehr zu retten war. Daher wurde er direkt gezogen. Später auf dem Röntgenbild konnte man erkennen, dass der betroffene Zahn weit über 50% kariös war.
Unabhängig vom Zahn litt ich vorher unter plötzlich einsetzender Übelkeit gepaart mit einem seltsamen Geschmack im Mund. Meist half da nur etwas zu trinken oder ein Bonbon zu lutschen. Es war ein Gefühl, als hätte ich auf einmal dicken, zähen Schleim im Hals.
Seit der Zahn raus ist ist mir nichts dergleichen mehr passiert.
Meine Frage ist daher: Ist es möglich, dass die Übelkeit bzw. das bilden von zähem Schleim, der wahrscheinlich dann die Übelkeit auslöste, von der großen Menge Karies verursacht worden ist ? Kennt jemand noch andere Begleiterscheinung von Karies außer Zahnschmerzen?
lg
LeutnantFloppy
Meine Frage ist daher: Ist es möglich, dass die Übelkeit bzw.
das bilden von zähem Schleim, der wahrscheinlich dann die
Übelkeit auslöste, von der großen Menge Karies verursacht
worden ist ? Kennt jemand noch andere Begleiterscheinung von
Karies außer Zahnschmerzen?
Servus,
. . . . nein, da habe ich nichts zu bieten, es sei denn der verfaulte Zahn hätte vegetative Reaktionen verursacht. Nachdem zäher Schleim aber durch Aktivität des Vagusnervs zustande kommt, past das auch nicht richtg.
Was sich der ergraute Zahnarzt allerdings schon fragt ist, wie ein rund 20jähriger heutzutage in einem Land mit großzügiger zahnmedizinischer Versorgung einen Zahn haben kann, der zu 50% verfault ist und der sich dann, entweder auf Kosten der Solidargemeinschaft oder des Steuerzahlers eine Analgosedierung für eine Zahnentfernung gönnt.
Erstaunt
Kai
wenn es daran nicht liegen kann auch gut, hauptsache es ist besser.
dass es mit dem zahn so weit gekommen ist liegt daran, dass ich laut meinem zahnarzt „nach unten geöffnete“ Fisuren in meinen Backenzähnen habe und somit eine richtige Reinigung nicht möglich ist.Außerdem muss ich bei instrumenten jedweder art die in meinen mund kommen sofort würge und mehr oder weniger panikartige Anfälle bekomme, mein Blutdruck steigt und ich Herzrasen bekommen. So kann es soweit kommen
Stolz bin da natürlich nicht drauf, aber ich würde auch mal nicht sagen dass ich mich dafür entschuldigen muss. Insbesondere da ich mir regelmäßig die Zähne putze, Zahnseide benutze und relativ wenig „Süßes“ ess.
Und die Analgosedierung habe ich mir nicht gegönnt, sonder die war medizinisch notwendig, da der Eingriff sonst gar nicht möglich gewesen wäre.
Aber dennoch habe ich sie für teuer Geld selbst bezahlt, weder zu lasten des Steuerzahlers (die ich auch zahle) bzw. der Solidargemeinschaft (die ich auch mitbezahle). Denn sowas wird nicht übernommen…Dafür weiß ich durch meine Arbeit im Krankenhaus, dass ganz andere Dinge einfach mal so übernommen werden…Unser CT / MRT läuft heiß wegen irgendwelchen irrwitzigen Beschwerden, grade von Älteren…aber aus Solidarität wird das gemacht. Das ist ok, aber dann kann ich das auch erwarten! Egal ob andere das auch anders geregelt bekommen hätten.
lg
LeutnantFloppy
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Meine Frage ist daher: Ist es möglich, dass die Übelkeit bzw.
das bilden von zähem Schleim, der wahrscheinlich dann die
Übelkeit auslöste, von der großen Menge Karies verursacht
worden ist ? Kennt jemand noch andere Begleiterscheinung von
Karies außer Zahnschmerzen?
lg
LeutnantFloppy
Hallo Leutnanz Floppy,
nicht die Karies ist die Ursache für Deine Symptome sonderne die chronische Entzündung des Zahnnerven als Reaktion auf die Karies.
Ob in Deinem Fall überhaupt ein Zusammenhang besteht lässt sich wissenschaftlich nicht belegen. Ich habe jedoch schon zu oft von Patienten das Verschwinden von Symptomen berichtet bekommen, als dass ich diese Möglichkeit ausschliessen würde.
Ein chronisches Herdgeschehen kann (muss aber nicht) sehr viele unterschiedliche Symptome fernab der ursprünglichen Entzündung verursachen angefangen von Gelenkbeschwerden über organische Erkrankungen bis hin zu Schwächung des Immunsystems.
Schulmedizinisch lässt sich das jedoch nicht belegen, sodass sich in diesem Bereich der Spekulationen die wildesten alternativ-medizinischen Theorien tummeln.
Gruß
Gero
hallo, vielen Dank für die Antwort!
Die Entzündung als Ursache habe ich noch gar nicht in Betracht gezogen, ist natürlich denkbar. Vor dem Eingriff habe ich Antibiotika bekommen, da konnte ich noch keine große Besserung verspüren, aber das muss ja nicht unbedingt was heißen. Antibiotika im Körper verteilen und den Zahn ziehen ist ja ein großer Unterschied!
vielen Dank für die Aufklärung
Gruß
LeutnantFloppy
Hallo
Also ich kann dazu nur sagen, das bei starker Karies ganz leicht weitere Erkrankungen entstehen.
Halsschmerzen, grippale Infekte und andere Infekte besonders im Bereich des Kopfes haben ein leichteres Spiel, wenn die Zähne schlecht sind.
Zum einen bilden Zahnlöcher ein Refugium für unerwünschte Bakterien, zum anderen geht einiges über die Zahnwurzeln.
Immerhin bekommt man auch bei zu starker Karies auch die berühmte dicke Backe.
Mal ganz abgesehen, von den psychischen Folgen ständiger Schmerzen.
Es kann sein, das es andere medizinische Begriffe gibt, als nur „Karies“, wenn Folgekrankheiten auftreten. Karies ist aber ganz sicher mit Auslöser.
MfG
Matthias
vielen Dank für die Antwort,
sowas in dieser Richtung hatte ich auch schon erwartet. Obwohl die „psychischen Folgen bei Zahnschmerzen“ bei mir jetzt nicht unbedingt zutrafen. Abgesehen vom Vermeiden von Eis oder das zerkauen von Eiswürfeln hatte ich gar keine Schmerzen und der defekt wurde nur auf dem Röntgenbild sichtbar.
Aber den Rest habe ich mir wie gesagt auch ungefähr so vorgestellt.
Naja mal schauen wie es aussieht wenn die Backe nicht mehr dick ist und die Fäden gezogen sind. Dann wird man ja sehen wie es sich weiterentwickelt.
Gruß
LeutnantFloppy