Auswirkungen von häufigen schnellen Kurvenfahrten?

Moinsen,

ich habe letztens mit meinem Auto einen Kumpel mitgenommen und der meinte, mein Kurvenfahrstil wäre sehr verschleißfördernd.
In der Tat versuche ich vor Kurven nicht unnötig viel Energie wegzubremsen, sodass ich im Vergleich zu manchmal vor mir fahrenden überdurchschnittlich schnell zu sein scheine. Quietschen tritt dabei noch nicht auf, aber manchmal beginnt das Fahrzeug schon etwas zu untersteuern und ein unvorbereiteter Beifahrer muss sich hektisch wo festkrallen -xD-
Meine Frage:
Kann überdurchschnittlich häufiges schnelles Kurvenfahren (abgesehen von den Reifen) teuer zu ersetzende Teile verschleißen und wenn ja, welche? Oder ist ein Auto im Allgemeinen für die entsprechende Belastung ausgelegt und mein Fahrstil unbedenklich?

Danke für professionelle Antworten!
mfG…

Hallo,

alles was große kinetische Engerie verursacht (Gas geben, Bremsen, schnelle Kurven) ist verschleißfördernd.

Denke doch nur mal an die Radlager, die diese Seitenkräfte während des Drehens aushalten müssen.

Zudem würde ich Dir als Beifahrer bei dem Fahrstil eben mal den Beifahrerfußraum vollkotzen…

Gegenbeispiel: Ich zu meiner Reisebusfahrerzeit mal die „Chianti“-Weinstraße runtergefahren ganz gemütlich in Serpentinen… bis der Reiseleiter aufhörte zu erzählen, weil von 40 Fahrgästen 35 schliefen… so mußt Du mal fahren :smile:)

Was jetzt nicht heißt, daß ich eine Trantüte bin, sondern immer dem Anlaß angemessen. Im Linienverkehr zu Festveranstaltungen liefs dann etwas anders… *bessererViehtransport*

gruß
dennis

Hallo,

ich fahre auch so, eher schneller, so dass schon auch die Reifen ab und zu zu hören sind. Es macht auch riesen Spaß um die Kurven zu driften und das mit Gas und Lenkung zu steuern. Und, ich fahre eigentlich immer so, ausser wenn meine Frau mitfährt, weil ihr da schlecht wird.
Bis jetzt: 1 Radlager nach 170.000km. Keine weiteren Fahrwerksprobleme. Hardware: Golf mit original VW-Sportfahrwerk. Da der Golf inzwischen verkauft ist: Mit dem Polo meiner Frau (auch Sportfahrwerk) fahre ich genauso, bisher keine Probleme. Dafür empfehlenswerte Reifen: Pneumant Tritec Sport - absolut gutmütiges Verhalten im Grenzbereich bei trockener und auch bei nasser Straße, super Grip und trotzdem haltbar (herstellerbezahlte Reifentests in Zeitschriften sind Schall und Rauch).
An alle die jetzt was zu meckern haben. Ich habe keine Punkte in Flensburg, weil es keine zusätzlich Geschwindigkeitsbegrenzung in Kurven gibt. Und ich hatte noch NIE eine auch nur annähernd brenzlige Situation oder einen Unfall. Ich nötige auch keine anderen Verkehrsteilnehmer. Ich fahre trotz Speed rücksichtsvoll und vorausschauend. Und ich freue mich, wenn andere auch zügig fahren, dann brauche ich nicht ständig zu überholen.

Mit freundlichen Grüßen
schubtil

Hallo,

ich selber bin auch vor Kurven eher bremsfaul. Man sollte aber schon aufpassen, dass man es nicht übertreibt.

Neben den Reifen (die auch schon übermäßig abbauen, wenn sie noch nicht quietschen), werden auch Radlager Traggelenke, diverse Gummilager mehr als nötig beansprucht.
Natürlich können die ganzen Teile so ausgelegt sein, dass sie trotzdem recht lange halten. Aber die Wahrscheinlichkeit, das ein Defekt auftritt, wird durch so eine Fahrweise sicherlich erhöht.

Beste Grüße
Guido

Tran

Was jetzt nicht heißt, daß ich eine Trantüte bin, sondern
immer dem Anlaß angemessen.

Was ist eigentlich gegen einen Fahrer als Trantüte zu sagen?

Gruß, Michael

Hi Michael,

Was ist eigentlich gegen einen Fahrer als Trantüte zu sagen?

Seine mangelnde Umsicht.
Er merkt nicht, dass er einem Grossteil der Verkehrsteilnehmer auf die Nerven geht, und im Einzelfall teilweise Gefahrensituationen mit provoziert.

Es handelt sich hierbei um einen sehr kleinen Teil.

Gruss,
TR

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Tag, Hallo.

(…) im
Einzelfall teilweise
Gefahrensituationen mit
provoziert. Es handelt sich hierbei
um
einen sehr kleinen Teil.

Genau. Dem, was Du hier zum Ausdruck bringst, stimme ich eigentlich fast zu 100% zu - Wenn nicht sogar zu 100%.

Der Grund schlichterweise liegt eigentlich darin, daß man zutreffenderweise oft meint: „Man kann alles übertreiben.“ In der Frage, die ich gestellt habe, habe ich eigentlich nicht die Trantüte gemeint, auf die Du richtigerweise hinaus willst, wenn Du die (!) Art der Trantüte meinst :wink:

Das ist halt irgendwie „relativ“. Über meine Fahrweise kann ich sagen: Auf 1700 km Strecke entfallen statistisch 575km - 910km Stadtverkehr und ich erziele unter DER Bedingung (also diese „Mischung“) einen Verbrauch von 9,5 Litern mit einem 106PS - Volvo S40 (1,6 L). Einige Leute meinen, ich sei zu sportlich in der Fahrweise, andere meinen das Gegenteil. Möglicherweise kann man aufgrund dieser beiden Angaben auf meine Fahrweise schließen. Vielleicht auch nicht…

Gruss,
TR

Gruß,
michael Z

Hallo Thomas,

Was ist eigentlich gegen einen Fahrer als Trantüte zu sagen?

Seine mangelnde Umsicht.
Er merkt nicht, dass er einem Grossteil der Verkehrsteilnehmer
auf die Nerven geht, und im Einzelfall teilweise
Gefahrensituationen mit provoziert.

Es handelt sich hierbei um einen sehr kleinen Teil.

Klar, dass Verkehrsteilnehmer mit mangelnder Umsicht einen „nerven“ können.
Aber mehr Gelassenheit der Genervten entspannt die Situation.
Und man bedenke : Viele der „Nerver“ fahren so, weil sie eine schnellere Fahrweise nicht beherschen. Bewegen sich so im sichereren Bereich.
Das nächste Mal bei einem „Nerver“ einfach den denken: „Es könnte der eigene, schon in die Jahre gekommene Vater sein, der vor einem fährt. Auch der hat sein Anrecht auf Teilhabe am Straßenverkehr.“
Gruß
Karl

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