Hallo und danke schon mal im Voraus, dass ihr meinen Artikel lest!
Ich bin 19 Jahre alt und werde ab September eine Ausbildung beginnen. In dieser verdiene ich ca. 500-550 € (netto).
So, nun zum eigentlichen Thema: Da ich Probleme mit meinen Eltern habe und es wirklich nicht länger daheim aushalten kann, würde ich gerne ausziehen. Komme dann natürlich mit ca. 130 € im Monat nicht weit (130 €, weil ich sehr viel Geld für mein Studium sparen möchte und einiges für Versicherungen abgeht).
Da ich mich bald in einer Aubsildung befinde und Probleme mit meinen Eltern habe, gäbe es da eventuell Möglichkeiten, Hilfe vom Staat zu beantragen?
BAföG käme meines Wissens nach nicht in Frage, da ich für meine Ausbildung nicht daheim ausziehen muss, weil diese nicht weit entfernt ist.
Wohngeld bekommt man, glaube ich, nur, wenn man extreme Schwierigkeiten mit den Eltern hat, sprich Vergewaltigungs- oder Missbrauchsopfer ist.
Aber was könnte man noch in Anspruch nehmen?
Ich möchte nicht, dass jemand denkt, ich würde gerne Hilfe vom Staat nehmen und nichts dafür tun. Ich würde sehr gerne Nebenjobs machen, um alles zu finanzieren, das wird aber durch meine Arbeitszeiten nicht möglich sein.
130 € im Monat nicht weit (130 €, weil ich sehr viel Geld für
mein Studium sparen möchte und einiges für Versicherungen
abgeht).
ein frommer Wunsch, sparen zu wollen. Aber so funktioniert das nicht. Wer auch immer dich möglicherweise unterstützen wird, schaut zuerst einmal, was du an Geld hast und schaut dann, was du noch brauchen könntest. Sparen ist da meist nicht drin.
Ich würde mich mal an die Agentur für Arbeit wenden und schaun, ob du Unterstützung neben deinem Lehrlingsgehalt bekommen kannst. Und wenn du wirklich so arge Probleme mit deinen Eltern hast, kann vllt. auch das Jugendamt (zumindest mit Tipps) weiterhelfen.
Vielen Dank für die Antwort Cess!
Bei der Agentur für Arbeit werde ich gleich morgen anrufen und einen Termin ausmachen. Ich hoffe, man muss da nicht so lang warten auf einen Termin?
vielleicht solltest Du wissen, mit was z. B. Studenten die nicht im Elternhaus wohnen, an Unterhalt auskommen müssen. Die Zahl stammt aus der Düsseldorfer Tabelle mit der der Unterhalt berechnet wird.
Ein volljähriges „KInd“, das in Ausbildung bzw. Studium ist und nicht im Elternhaus eines Elternteiles wohnt, hat Anspruch auf Unterhalt in Höhe von 640 Euro. In diesen 640 Euro ist aber schon das ganze Kindergeld enthalten.
Dein Einkommen und das Kindergeld - auf das Du dann Anspruch hast - müssen somit ausreichen zum Überleben.
In wenigen Ausnahmefällen bekommt man für teuere (Wohn-)Städte (z. B. München) noch einen kleinen Zuschlag, wenn billiger Wohnraum NACHWEISLICH nicht zu beschaffen ist.
Bevor staatliche Stellen zahlen, wird sowieso geprüft, ob die Eltern nicht leistungsfähig sind.
Wohngeld bekommt man, glaube ich, nur, wenn man extreme Schwierigkeiten mit den Eltern hat, sprich Vergewaltigungs- oder Missbrauchsopfer ist.
Das betrifft Alg 2. Wohngeld ist was anderes, da spielt das Alter oder so meines Wissens (falls sich da nichts in letzter Zeit geändert hat) keine Rolle. BAB / BAFöG und Wohngeld schließen sich gegenseitig aus, aber im Moment bekommst du ja weder BAB noch BAFöG, wenn ich das richtig verstanden habe.
Ob du übrigens für dein Studium (in einer anderen Stadt, weit genug entfernt) BAFöG bekommst, wenn du (dann) schon eine abgeschlossene Ausbildung hast, da wäre ich mir nicht sicher, aber darum hast du dich ja bestimmt schon gekümmert. - Ich wollte nur sagen, dass es dann wohl wirklich dringend notwendig ist zu sparen, wenn du noch studieren willst.
hallo line,
vielleicht erledigen sich die probleme mit beginn deiner ausbildung von alleine. du wirst dann den ganzen tag beschäftigt sein und somit keine angriffsfläche für meckereien und unstimmigkeiten bieten. die wochenendenen bist du sicher eh kaum zu hause. bei beginn des studiums bist du schon 22/23 jahre und wirst einiges gelassener sehen und dir einen neuen freundes und interessenkreis aufbauen.
du kannst also jetzt, während du noch bei mama und papa wohnst, am meisten für dein studium sparen und es gelassen angehen. jeden morgen aufstehen und dir die hände reiben weil du schon wieder euros für miete und sonstige lebenserhaltungskosten gespart hast.
auch wenn es im moment unerträglich scheint zuhause zu wohnen. überlegs dir gut auszuziehen. mehr kannst gar nicht sparen. und nen urlaub ist auch noch drin.
Wenn du während einer Ausbildung nicht zu Hause wohnst, kannst du bei der Arbeitsagentur „Berufsausbildungsbeihilfe“ beantragen.
Bei meinem Freund sind das immerhin 190Euronen im Monat…
Da hast du auch wieder recht! Jetzt habe ich noch Ferien und die Probleme meiner Eltern mit ansehen zu müssen, ist wirklich grausam. Das ändert sich vielleicht doch, wenn ich während der Ausbildung weniger zu Hause bin. Auch wenn ich trotzdem alles mitkriegen würde.
Und sparen muss ich auf jeden Fall. Ich schau erstmal bis zur Ausbildung… Und guck dann, ob es doch besser wird.
Ich bedanke mich wirklich ganz arg bei allen, die geantwortet haben!