Tach,
Das ist zumindest das, was mir sehr oft auffällt! Es kommt
regelmäßig vor, dass in Anwesenheit unserer Polizei Radfahrer
verkehrt in eine Einbahnstraße fahren, die falsche Seite
benutzen oder trotz gutem Radweg die Straße durch ihre
Anwesenheit „blockieren“, weil sie auf dem Radweg ja Rücksicht
nehmen müssen und langsamer wären…
Ich bin sowohl Rad- als auch Autofahrer, letzteres aber nur sehr selten. Es ist tatsächlich so, daß ich mich als Autofahrer eher an die Verkehrsregeln halte als als Radfahrer. Das liegt aber daran (und man sollte ehrlich sein, wenn man seine eigene Fahrweise auf was auch immer beurteilt), daß ich als Autofahrer höhere Strafen zu erwarten habe und leichter (nummernschild) erkannt werde. Wenn ich beispielsweise an einer völlig unnötig roten völlig unnötigen Ampel (wer kennt die nicht) stehe, da bleib ich mit dem Auto natürlich stehen, weil ich meinen Führerschein ja nicht verlieren will. Mit dem Rad dagegen setze ich gerade auf den Bürgersteig, fahre (entgegen der der StVO) ein paar Meter auf diesem und wechsele dann wieder auf die Straße - natürlich nur wenn auf dem Gehweg nicht gerade Fußgänger unterwegs sind. Als Fußgänger wartet man doch auch nicht bei jeder Ampel, daß sie grün wird. Zumindest ich nicht, der ich in Marburg wohne, wo aufgrund einer großen Uni-Augenklinik viele Blinde herumrennen und wirklich jeder bessere Trampelpfad beampelt ist.
Was die Radwege anbelangt - die sind teilweise einfach eine Frechheit, geplant von Leuten, die selbst vermutlich nie Rad gefahren sind. Mich kotzt es einfach an, wenn neben einer kaum befahrenen Straße GEPFLASTERTE Radwege sind. Dann bin ich als Radfahrer nämlich eigentlich gezwungen, diese zu benutzen, obwohl ich auf dem viel angenehmer zu befahrenen Teer niemanden behindern würde.
Auch kombinierte Rad-/ Fußwege sind manchmal einfach eine Tortur. Ständig muß man aufpassen, keinen Fußgänger (die bleiben ja auch nicht immer auf ihrer Seite) umzufahren.
Es gibt Strecken, da ist ein Radweg wirklich angebracht, aber insbesonder in Innenstädten freue ich mich immer, wenn ich ganz normal die Straße benutzen kann, wo ich dann nicht mehr oder weniger Rechte oder Rücksicht wie irgendwer anderes verlange.
Jeden Montag, wenn ich mit meinem Zwerg zum Schwimmen gehe,
bemerke ich das. Da steht grundsätzlich immer ein
Streifenwagen und unternimmt in der Regel nichts. Wenn es ganz
extrem wird, werden die Radfahrer dann mal mündlich ermahnt…
Eine Gleichbehandlung finde ich schon angemessen, aber ich kenne durchaus auch Fälle, in denen Radfahrer bezahlen und Autofahrer nur verwarnt wurden.
Das Problem ist nicht, dass sich die Leute nicht an die Regeln
halten - das Problem ist, dass in der Regel nur die Autofahrer
zur Verantwortung gezogen werden!
Das Problem ist, daß die Regeln teilweise aus Abzocke viel zu pingelig ausgelegt werden. Als Radfahrer hat man nur das Glück, kein Nummernschild zu haben.
Gruß
L.