Auto-Fahrverbot am Sonntag?

Hallo liebe Mitleser,

ich verschiebe diesen Thread nur vom „Mitgleiderseiten“ Brett hier her, da das Thema dort wirklich nicht hingehört.

Es wurde von einem Farhrrad-Fan vorgeschlagen, einmal im Monat (bitte, das bedeutet lediglich jede 4. Woche!) einen autofreien Sonntag einzuführen, um den schwächeren Verkehrsteilnehmern (Fußgänger, Rollschuhläufer, Radfahrer) einmal einen stressfreien Tag zu gönnen.

Natürlich wären damit noch andere angenehme Nebeneffekte verbunden: Weniger Schadstoffe in der Luft (die Ozonwerte im Sommer könnten mal wieder unter den festgelegten Grenzwert sinken), weniger Lärm in den Städten und nicht zuletzt das Erlebnis, dass man auch ohne Auto durchaus mobil sein kann.

Die Gegenargumente waren: Was ist mit den Menschen, die Sonntags arbeiten müssen? Wie kommen die zu ihrem Arbeitsplatz? Ausserdem sei das undemokratisch, da der Wille der Mehrheit nicht durchgesetzt würde.

Was meint ihr?

Gruß

Fritze

Hi,

wie wäre es im gegenzug mit einem fahrradfreiem dienstag?

wie soll man bitte mit sack und pack zb ans wasser kommen ohne auto? mit fahrradanhänger oder so?

nur damit ein paar durchgeknallte radler mal so richtig überhauptnicht sich an die stvo halten müssen?

totaler quatsch.

matthias

Hallo Matthias,

wie soll man bitte mit sack und pack zb ans wasser kommen ohne
auto? mit fahrradanhänger oder so?

Abgesehen davon, dass man ja an dem einen Sonntag im Monat vielleicht nicht unbedingt mit Sack und Pack ans Wasser muss, gibt es durchaus noch Alternativen. An die See fahre ich z.B. mit der Bahn. In den allermeisten Seebädern gibt es Bahnhöfe. An Nord- und Ostsee kommt man so wunderbar. Auch „mit Sack und Pack“.

nur damit ein paar durchgeknallte radler mal so richtig
überhauptnicht sich an die stvo halten müssen?

Nein. Aus Rücksicht auf die Menschen, die nicht Autofahren dürfen, können oder wollen. Das sind übrigens gar nicht so wenige. Ich finde es nicht lustig, dass ich z.B. an sonnigen Tagen nicht mehr joggen gehen kann, weil die Ozonwerte weit über dem gesundheitlich zuträglichen liegen. Die Lärmbelästigung für Menschen an verkehrsreichen Straßen ist auch nicht unerheblich. Warum müssen denn nicht-Autofahrer auf ein ungetrübtes Vergnügen verzichten, weil ein paar unverbesserliche Autonarren es nicht schaffen, an einem einzigen Tag im Monat ihre Blechschüssel einmal stehen zu lassen?

Gruß

Fritze

Abgesehen davon, dass man ja an dem einen Sonntag im
Monat vielleicht nicht unbedingt mit Sack und Pack ans Wasser
muss,

doch, wenn es gerade passt muß es der sonntag sein.

gibt es durchaus noch Alternativen. An die See fahre ich
z.B. mit der Bahn. In den allermeisten Seebädern gibt es
Bahnhöfe. An Nord- und Ostsee kommt man so wunderbar. Auch
„mit Sack und Pack“.

also für mich fährt keine bahn zu den zeiten die ich will. zum bahnhof brauche ich 20min zu fuß. mit angelgepäck bin ich dann schon fertig. vom bahnhof zu dem wasser wo ich hin will, ist es auch ein langer weg. zum planschen von berlin an die ostsee geht das sicher mit der bahn. aber vom dorf wird das schon schwierig.außerdem steht der preis der bahn in keinem verhältnis. und für einen sonntag lohnt die bahncard auch nicht.

wenn mir ein antrieb zur verfügung gestellt werden würde, der umweltneutral wäre, würde ich den sicher nutzen. aber so ist das einfach unsinn.

Nein. Aus Rücksicht auf die Menschen, die nicht Autofahren
dürfen, können oder wollen. Das sind übrigens gar nicht so
wenige. Ich finde es nicht lustig, dass ich z.B. an sonnigen
Tagen nicht mehr joggen gehen kann, weil die Ozonwerte weit
über dem gesundheitlich zuträglichen liegen.

und das kommt vom auto? wie wäre es, wenn der güterverkehr wieder auf die bahn kommt?

diese sonnigen tage sind sicher für jogger sowieso nicht gut.

Die

Lärmbelästigung für Menschen an verkehrsreichen Straßen ist
auch nicht unerheblich.

dann sollten wohl umgehungstrassen her. genug wird ja eingezahlt.

Warum müssen denn nicht-Autofahrer auf

ein ungetrübtes Vergnügen verzichten, weil ein paar
unverbesserliche Autonarren es nicht schaffen, an einem
einzigen
Tag im Monat ihre Blechschüssel einmal stehen zu
lassen?

weil sie die ganze woche schufften waren und ihr wochenende auch genießen wollen. die gurken doch nicht zum spass rum, sondern wollen an ihr ziel.

mich fragt auch keiner, ob der zigarettenqualm mich stört. das ist das selbe.

ich bin kein autonarr, aber mir geht der hut hoch wenn behauptet wird, „fahr doch bahn, ist doch viel besser für irgendwen“. für mich nicht. die bahn ist mit abstand nicht zu gebrauchen, wenn man nicht gerade in bln wohnt. ich bräuchte 3 stunden mit der bahn zur arbeit. mit dem auto eine bei einem bruchteil der kosten. umwelt hin oder her. ich muß heute klar kommen. wenn mir alternativen geboten werden, werde ich sie nutzen. aber es müssen echte alternativen sein. einen sonntag rad fahren ist jedenfalls keine.

beste grüße

matthias

Hi Fritze,

ich verschiebe diesen Thread nur vom „Mitgleiderseiten“ Brett
hier her, da das Thema dort wirklich nicht hingehört.

Du hättest ihn besser gleich löschen sollen.

Es wurde von einem Farhrrad-Fan vorgeschlagen, einmal im Monat
(bitte, das bedeutet lediglich jede 4. Woche!) einen
autofreien Sonntag einzuführen, um den schwächeren
Verkehrsteilnehmern (Fußgänger, Rollschuhläufer, Radfahrer)
einmal einen stressfreien Tag zu gönnen.

Ich möchte dafür gerne einen Fußgänger-, Radfahrer- und Rentnerfreien Samstag, um es in der Stadt mal richtig krachen lassen zu können…

Natürlich wären damit noch andere angenehme Nebeneffekte
verbunden: Weniger Schadstoffe in der Luft (die Ozonwerte im
Sommer könnten mal wieder unter den festgelegten Grenzwert
sinken),

die Ozonwerte würden wegen eines autofreien Tages kaum beeinfusst werden, schätze ich.
Ferner gibt es auch unangenehme Nebeneffekte wie drastische Steuerausfälle und massive Einnahmenverluste bei Freizeitaktivitätenanbietern, was wiederum zu Steuerausfällen führt.

weniger Lärm in den Städten und nicht zuletzt das
Erlebnis, dass man auch ohne Auto durchaus mobil sein kann.

Richtig. Bei Sonne fahre ich auch lieber mit dem Motorrad.
Das Thema Lärm hat ohnehin mehrere Facetten, wenn die Gören auf der Straße herumplärren dürfen, habe ich auch ein recht auf meine Straight Tubes. Loud pipes save lives!

Die Gegenargumente waren: Was ist mit den Menschen, die
Sonntags arbeiten müssen? Wie kommen die zu ihrem
Arbeitsplatz?

Das sind doch sowieso nur Asoziale und Mc-Jobber. Wen interessieren die schon? Der Beamte, der so einen Unsinn fordert, hat von Freitag 12 bis Montag 10 Uhr Zeit zum Radeln und da hat der gemeine Normalbürger ihm bittesehr Platz zu machen! Ferner braucht er auch keine Dienstleistungen am Wochenende, da er sowieso alles selbst macht und seine Frau (Lehrerein mit Halbtagesstelle) schon am Donnerstag mittag das Wochenende fertig vorbereitet hat…

Ausserdem sei das undemokratisch, da der Wille
der Mehrheit nicht durchgesetzt würde.

Das sowieso. Die Mehrheit muss nämlich viel arbeiten und wenn sie am Wochenende mit dem Auto etwas unternehmen möchte, sollte sie sich nicht von einigen wenigen versprngten grünen Spinnern davon abhalten lassen. Leute mit Kleinkindern, Verletzungen, Gebrechen, sportlicher Unlust u.ä. haben evtl. gar nicht erst die Möglichkeit zum Radfahren oder es interessiert sie einfach nicht. Darf man sie deshalb dazu zwingen, zu Hause zu bleibenb, nur weil ein paar Tour de France Fanatiker unbedingt überall radfahren wollen?
Wohl kaum.

Also bitte, lassen wir diese Diskussion.
Sie basiert auf der großen Ökolüge und ein paar extremen Einstellungen einiger weniger.

Was meint ihr?

s.o.

Grüße,

Mathias

Hallo Fritze,

ja die Freizeitnarren. Da ist eine Idee, irrsinnig und nicht durchführbar, aber es ist eine Idee. Und die soll es gefälligst auch bleiben. Der Bäcker schafft seine Brötchen an den Stand, der Hausmeister seine Kehrschaufeln, der Krankenwagen die Verletzten, die Polizei sucht ihre Verbrecher, der Vater karrt die Kinder in den Garten…

So viele Autofahrer. Sonntags sind die Straßen genauso voll wie an jedem anderen Tag der Woche. Zeitliche Unterschiede gibt es schon, sind aber im Mittel nicht ausschlaggebend.

Schau dir doch mal früh den Berufsverkehr an. Ein Mann (Frau) pro Auto, alle das gleiche Ziel: Innenstadt. Abends dasselbe andersrum. Wo bleiben denn die so hochgelobten Fahrgemeinschaften? Ja, man müßte sich unterordnen. Geht eben nicht. Freiheitsbeschneidung wäre das ja. Oder die Arbeit läßt es nicht zu, oder der abendliche Einkauf, oder eben „noch schnell was erledigen“.

Individualverkehr bleibt was er ist. Da wird sich nichts ändern, außer den Spritpreisen.

Gruß
André

Fahrgemeinschaften…
hallo André,
es hört sich so schön an: Fahrgemeinschaften…toll: Sprit sparen, weniger Schadstoffe, Freundschaften,…
Leider leben wir nicht auf Wolke 7!
Schon allein die Versicherungssituation ist ein Hindernis: wenn Du einen Unfall baust, zahlst Du die Kosten der Verletzten, also evtl. ein paar Millionen €. Eine Insassenunfallversicherung ist ein Tropfen auf den heißen Stein und kostet Geld.
Schadstoffeinsparung: viele werden sich dann größere Autos zulegen: der Anteil der Mitfahrer ermöglict es. Meist kann man sagen: größere Motore = mehr Schadstoffe.
Freundschaften: ich habe da so meine Erfahrungen sammeln müssen. Ein bis dahin Freund wandelte sich immer mehr zum Feind. Ich weiß heute noch nicht warum.
Ich glaube, es wäre besser, reine Stadt(zweit-)autos besonders zu fördern. Dann bleibt die Familienkutsche daheim (vielleicht für Mama zum einkaufen) und das 3-Liter Auto bringt den Familienernährer in die Maloche. Auch versicherungstechnisch wüsste ich eine Lösung: eine Versicherung für beide Autos… doch nur eines darf damit bewegt werden. So wie bei der Twincard im Mobiltelefon. Das würde kräftig Energie sparen. Denn es ist einwandfrei angenehmer, mit der kleinen Rutsche (mit allen Komfort und -zurück) in die Arbeit zu fahren und keine Parkplatzprobleme zu haben. außerdem würde am Monatsletzten mehr im Geldbeutel übrig sein, als mit der Totgaburt Steuersenkung. Aber das würde ja weniger Steuereinnahmen bedeuten.
Grüße
Raimund
So gerne ich meinen großen Schlitten fahre… genauso gerne fahre ich luxoriöse Miniautos.

…oder einen Fahrradfreien Monat…
diese eigentlich so schönen Fahrzeuge werden leider sehr viel von rücksichtslosen, fast schon kriminellen Eignern bewegt. Verkehrsgesetze existieren nicht für die. Kracht´s dann mal, ist immer der Autofaherer der böse.
Grüße
Raimund
der selbst gerne Rad fährt.

Hallo Fritze,

natürlich wäre das machbar - wenn man die entsprechenden Leute, die wirklich zwingend auf das Auto angwiesen sind ausnimmt. Es würe auch nicht die erste undemokratische Entscheidung und autofreie Sonntage gab es auch schon.

Ökologisch ist es jedoch eine Illusion zu glauben, dass aufgrund 12 !!!Tagen uber das Jahr verteilten im Jahr die Ozonbelastung wirklich messbar sinkt.

Und nebenbei sollte die Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer gegenseitig sein. Das rücksichtsloseste und verkehrsregelfreieste Volk sind Radfahrer und Inlineskater. Ich will mich da noch nicht mal ausnehmen wenn ich mit dem Rad unterwegs bin. Fact ist aber, dass viele Unfälle vermieden werden könnten, wenn Radfahrer sich an Regeln halten würden.

Gruß Ivo

Fact ist aber, dass viele Unfälle vermieden
werden könnten, wenn Radfahrer sich an Regeln halten würden.

Ist das nicht die Ursache der meisten Unfälle???
Man könnte wahrscheinlich die Zahl der Verkehrstoten auch um mehrere Tausend senken, wenn sich Autofahrer an die Regeln halten würden.

Abgesehen davon, dass ich mit, an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit jeden Morgen fast überfahren werde, weil es für einige Autofahrer eine zu große Herausforderung ist das System des Abbiegens zu erkennen.

IMHO gibt es viel zu viele Radfahrer und viel zu viele Autofahrer, die nicht wissen wie man sich im Straßenverkehr benimmt.

Gruß
Cornel

Nichts anderes wollt ich sagen, mein Lieber (owT.)
.

Hallo Ivo,
an diesen autofreien Sonntagen (1975?) wurde ein Freund von mir, der Sonntagschicht hatte (Lufthansa) mit Steinen beworfen.
Für den „Normalbürger“ gibt es nun mal nur schwarz oder weiß. Der denkt nur bis zu seiner eigenen Krawatte. Ich will das Thema jetzt nicht wieder aufwärmen, aber das sah man auch wärend der Diskussion um die Ladenschlusszeiten.
Grüße
Raimund

hi,

mich fragt auch keiner, ob der zigarettenqualm mich stört. das
ist das selbe.

ist es nicht. niemand raucht berufsmäßig. niemand MUSS rauchen. rauchen ist selbstzweck der andere stört, also weg damit. aber autoverkehr ist nicht so einfach abzuschaffen.

aber es müssen echte alternativen sein.

sprit müßte einfach dreimal so teuer sein wie öffentlich. und statt unflexibler (straßen-)/(u-)bahnen müßten shuttlebusse und sammeltaxis immer und überall *billig* fahren, mit riesiger konkurrenz untereinander. die fahrer müßten sich prügeln um fahrgäste. dann würde sich das problem von selbst lösen. nur wer will das? wer setzt das durch? wir sind doch keine diktatur.

gruß datafox

Behindert die Behinderten!
Hi,

anders kann man so einen Unfug nicht nennen. Im Klartext heisst das nämlich, dass jeden 4. Sonntag die Gehbehinderten zu Hause bleiben sollen …

Es wurde von einem Farhrrad-Fan vorgeschlagen, einmal im Monat
(bitte, das bedeutet lediglich jede 4. Woche!) einen
autofreien Sonntag einzuführen, um den schwächeren
Verkehrsteilnehmern (Fußgänger, Rollschuhläufer, Radfahrer)
einmal einen stressfreien Tag zu gönnen.

Genau. Und die ganz Schwachen bleiben schön zu Hause. Die Alten stören sowieso nur. Bis die aus dem Auto gekrochen sind.

Natürlich wären damit noch andere angenehme Nebeneffekte
verbunden: Weniger Schadstoffe in der Luft (die Ozonwerte im
Sommer könnten mal wieder unter den festgelegten Grenzwert
sinken), weniger Lärm in den Städten und nicht zuletzt das
Erlebnis, dass man auch ohne Auto durchaus mobil sein kann.

Wenn man kann. Das schöne ist, dass bei der Gelegenheit gleich mal nur schöne junge Leute auf Fahhrädern unterwegs sind und die alten Säcke in Ihren Daimler Zuhause bleiben.

Was meint ihr?

Linksalternativer Regulierungswahn verbunden mit dem angenehmen Effekt, dass neue Arbeitsplätze für Sonntags-Fahrverbot-Kontrolleure geschaffen werden. Wer kann gegen ein paar mehr Staatsdiener oder Angestellte etwas haben? Die zahlen ja schliesslich auch Steuern.

Ciao Rossi

PS: Wer Sarkasmus findet, kann Ihn behalten.

sprit müßte einfach dreimal so teuer sein wie öffentlich. und
statt unflexibler (straßen-)/(u-)bahnen müßten shuttlebusse
und sammeltaxis immer und überall *billig* fahren, mit
riesiger konkurrenz untereinander. die fahrer müßten sich
prügeln um fahrgäste. dann würde sich das problem von selbst
lösen. nur wer will das? wer setzt das durch? wir sind doch
keine diktatur.

du sprichst von konkurenz und schließt gleich das auto aus bzw machst den sprit teuer. das ist keine konkurenz. obwohl ich dem rest zustimme.
wenn meine mutter zum arzt muß, muß sie auf mich warten, damit ich sie fahre. es fährt kaum ein bus geschweige denn er fährt so, dass man ihn gebrauchen kann.

grüße

matthias

Fahrgemeinschaften sind an allem Schuld? (o.T.)
Hallo,

Schon allein die Versicherungssituation ist ein Hindernis:
wenn Du einen Unfall baust, zahlst Du die Kosten der
Verletzten, also evtl. ein paar Millionen €. Eine
Insassenunfallversicherung ist ein Tropfen auf den heißen
Stein und kostet Geld.

Völliger Unsinn. Es zahlt die Haftpflichtversicherung des Fahrers. Und er selber nur die Höherstufung, das sind aber nun wirklich keine Millionen. Niemand zahlt die Kosten für die Verletzten selbst, wenn er nicht grad mit einem nicht zugelassenen oder nicht versicherten Fahrzeug unterwegs ist.

Schadstoffeinsparung: viele werden sich dann größere Autos
zulegen: der Anteil der Mitfahrer ermöglict es. Meist kann man
sagen: größere Motore = mehr Schadstoffe.

Etwas weit hergeholt. Ich kenen keinen, der wegen einer Fahrgemeinschaft extra ein größeres Auto mit höherem Spritverbrauch angeschafft hat. Wobei ein Fahrzeug mit höherem Verbrauch immer noch weniger verbraucht als zwei einzelne Fahrzeuge.

Freundschaften: ich habe da so meine Erfahrungen sammeln
müssen. Ein bis dahin Freund wandelte sich immer mehr zum
Feind. Ich weiß heute noch nicht warum.

Ich auch nicht. Was hat das übrigens mit Fahrgemeinschaften zu tuin?

Ich glaube, es wäre besser, reine Stadt(zweit-)autos besonders
zu fördern. Dann bleibt die Familienkutsche daheim (vielleicht
für Mama zum einkaufen) und das 3-Liter Auto bringt den
Familienernährer in die Maloche.

Kannst Du doch heute schon haben. Ein Arbeitskollege z.B. hat statt einer Familienkutsche zwei kleine Fiats. Man muß nur wollen…

Auch versicherungstechnisch
wüsste ich eine Lösung: eine Versicherung für beide Autos…
doch nur eines darf damit bewegt werden. So wie bei der
Twincard im Mobiltelefon. Das würde kräftig Energie sparen.

In einigen Ländern gibt es das schon (Schweiz, glaube ich). Aber wolltest Du nicht 2 Autos gleichzeitig bewegen? Eins in dei Arbeit und eins zum Einkaufen?

Denn es ist einwandfrei angenehmer, mit der kleinen Rutsche
(mit allen Komfort und -zurück) in die Arbeit zu fahren und
keine Parkplatzprobleme zu haben.

Also, was nun - 3Liter-Auto oder doch was mit allem Luxus? Und warum hat man dann automatisch keine Parkplatzprobleme? Und warum hat man in einer Fahrgemeinschaft welche?

außerdem würde am
Monatsletzten mehr im Geldbeutel übrig sein, als mit der
Totgaburt Steuersenkung. Aber das würde ja weniger
Steuereinnahmen bedeuten.

Warum hätte man dann mehr Geld in der Tasche? Ein ‚halbes‘ Auto, erst Recht mit allem Luxus, den Du haben willst, kostet mit absoluter Sicherheit mehr als die Hälfte eines großen. Und wenn Du dann mal nachrechnest, stellst Du fest, daß die Spritkosten gar nicht DER Kostenfaktor beim Autobesitz ist. Also, wo ist die große Ersparnis?

Btw., bei einer Fahrgemeinschaft braucht man kein zweites Auto. Nicht mal ein kleines. Weil das eigene nur höchstens jeden zweiten Tag gebraucht wird.

Axel

du sprichst von konkurenz und schließt gleich das auto aus bzw
machst den sprit teuer. das ist keine konkurenz.

du hast schon verstanden, daß ich eigentlich von dieser ganzen idee null halte :smile: dieser vorschlag sollte eher die absurdität untermauern. auch umweltmäßig gesehen halte ich das für blödsinn. ein flugzeug verbraucht pro kilometer und passagier ein vielfaches an sprit als ein auto. von der industrie wollen wir gar nicht reden.

mit konkurrenz war in erster linie die konkurrenz privater beförderungsdienste untereinander gemeint. diese existiert weitestgehend nicht, weil buslinien usw. staatlich sind. es schert sich also keiner um effektivität.

als politische realität kenne ich sowohl österreich als auch israel. in israel liegt die bahn brach, obwohl es potential gäbe. sie ist staatlich und die züge sind leer. positiv fällt auf, daß es sammeltaxis immer und überall gibt, die den bussen konkurrenz machen. diese zehnsitzrigen flitzer sind flexibler und billiger als busse. sie fahren dich bis vor die haustüre und haben unscharf festgelegte routen. jeder äußerst seinen fahrwunsch, dann wird gestritten. preise sind meistens fest. innerstädtische öffis sind nicht das wahre. ubahnen existieren praktisch nicht. busfahrpläne sind chaotisch (wer hätte das gedacht *g*). freitag abends bis samstag abends gibt es überhaupt keine öffentlichen verkehrsmittel (wie umweltfreundlich *lol* dafür fahren sich die ganzen teenager freitag nachts tot, weil sie sich das auto der eltern ausborgen [müssen] um in die disco zu fahren.)

ein tolles ubahn-netz hat wien. da kommt alle fünf minuten eine und es geht sehr schnell. ohne auto ist man in wien trotzdem gut bedient. aber sobald man in die österreichische provinz kommt (alles außer wien :-p) sieht es dürftig aus. am land sowieso. überlandbusse fahren selten. sonntags noch seltener. sammeltaxis setzen sich in gewissen gegenden nicht durch - der österreicher mag neumodisches zeug nicht. bleibt nur das auto. von einem dorf aus ohne eigenes auto in der früh zum nächsten flughafen zu gelangen kostet die hälfte eines binnenfluges. dazu ist ein privattaxi nötig, obwohl aus derselben gegend zur selben zeit dutzende leute denselben flugplatz erreichen wollen… unsinn zum quadrat.

ich halte es für weitestgehend illusorisch, das privatauto an gewissen tagen zu verbannen oder den verkehr durch alternativen einzuschränken. es spießt sich an der bequemlichkeit der leute.

datafox

Hasllo Axel,

Völliger Unsinn. Es zahlt die Haftpflichtversicherung des
Fahrers. Und er selber nur die Höherstufung, das sind aber nun
wirklich keine Millionen. Niemand zahlt die Kosten für die
Verletzten selbst, wenn er nicht grad mit einem nicht
zugelassenen oder nicht versicherten Fahrzeug unterwegs ist.

Ich hoffe, Du hast nie einen selbstverschuldeten Unfall mit Insassen in Deinem Auto. Viel Spass!

Schadstoffeinsparung: viele werden sich dann größere Autos
zulegen: der Anteil der Mitfahrer ermöglict es. Meist kann man
sagen: größere Motore = mehr Schadstoffe.

Etwas weit hergeholt. Ich kenen keinen, der wegen einer
Fahrgemeinschaft extra ein größeres Auto mit höherem
Spritverbrauch angeschafft hat. Wobei ein Fahrzeug mit höherem
Verbrauch immer noch weniger verbraucht als zwei einzelne
Fahrzeuge.

Freundschaften: ich habe da so meine Erfahrungen sammeln
müssen. Ein bis dahin Freund wandelte sich immer mehr zum
Feind. Ich weiß heute noch nicht warum.

Ich auch nicht. Was hat das übrigens mit Fahrgemeinschaften zu
tuin?

Viel. Überlege mal, kommst bestimmt noch drauf.

Ich glaube, es wäre besser, reine Stadt(zweit-)autos besonders
zu fördern. Dann bleibt die Familienkutsche daheim (vielleicht
für Mama zum einkaufen) und das 3-Liter Auto bringt den
Familienernährer in die Maloche.

Kannst Du doch heute schon haben. Ein Arbeitskollege z.B. hat
statt einer Familienkutsche zwei kleine Fiats. Man muß nur
wollen…

Aber keine 2 Autos mit einer Versicherung und einer Steuer und einem Nummernschild. So weit sind wir noch nicht. Das wurde erst mal übelegt.

Auch versicherungstechnisch
wüsste ich eine Lösung: eine Versicherung für beide Autos…
doch nur eines darf damit bewegt werden. So wie bei der
Twincard im Mobiltelefon. Das würde kräftig Energie sparen.

In einigen Ländern gibt es das schon (Schweiz, glaube ich).
Aber wolltest Du nicht 2 Autos gleichzeitig bewegen? Eins in
dei Arbeit und eins zum Einkaufen?

Du musst nicht den Inhalt eines Postings zusammenwürfeln und das herauspicken, was Dir gerade gefällt.

Denn es ist einwandfrei angenehmer, mit der kleinen Rutsche
(mit allen Komfort und -zurück) in die Arbeit zu fahren und
keine Parkplatzprobleme zu haben.

Also, was nun - 3Liter-Auto oder doch was mit allem Luxus? Und
warum hat man dann automatisch keine Parkplatzprobleme? Und
warum hat man in einer Fahrgemeinschaft welche?

außerdem würde am

Wie gesagt, bring nicht alles durcheinander. Die anderen WWW´ler tun´s ja auch nicht.
Ein 10 l Auto hat dreimal so viel Verbrauch wie ein 3 Liter Auto, oder? Also sind Fahrgemeinschaften unnötig.

Monatsletzten mehr im Geldbeutel übrig sein, als mit der
Totgaburt Steuersenkung. Aber das würde ja weniger
Steuereinnahmen bedeuten.

Warum hätte man dann mehr Geld in der Tasche? Ein ‚halbes‘
Auto, erst Recht mit allem Luxus, den Du haben willst, kostet
mit absoluter Sicherheit mehr als die Hälfte eines großen. Und
wenn Du dann mal nachrechnest, stellst Du fest, daß die
Spritkosten gar nicht DER Kostenfaktor beim Autobesitz ist.
Also, wo ist die große Ersparnis?

Kommt darauf an, was Du für ein kleines auto zahlen möchtest und die gleiche Überlegung, was ein großes kosten soll. Ein Daihatsu o.ä. gibst mit allem Schnickschnack für ca 10 Tsd. Ein Daimler nicht unter 30 Tsd. Bei Ford und Opel usw. ist´s etwas günstiger, aber auch nicht viel. Aber wenn dir der Daihatsu nicht gefällt (als guter Deutscher ist man sowieso der meinung, dass gute Autos nur in Deutschland gebaut werden. Alles andere ist Schrott) dann geh doch vom Smart aus. Gibt´s auch mit allem Komfort und -Zurück. Mit 13 Tsd bist Du dabei. Bei einem großen mit 30 Tsd Neupreis kannst Du Dir 2 kleine zulegen und hast noch gespart. Dazu auch noch täglich Sprit. Denn die Großen brauchen in der Stadt fast alle 9 - 13 Liter und mehr. Ein Smart kommt mit 5 L Diesel aus.
Also bisher hast Du nichts an treffenden Gegenargunmenten gebracht.
Grüße
Raimund

hallo datafox,
irgend wie habe ich in Erinnerung gelesen zu haben, dass es in Israel Sammeltaxis gibt, oder?
Wenn ja, Erfahrungen?
Grüße
Raimund

hallo datafox,
irgend wie habe ich in Erinnerung gelesen zu haben, dass es in
Israel Sammeltaxis gibt, oder?
Wenn ja, Erfahrungen?

ja, habe ich an anderer stelle auch geschrieben,
erfahrungen: sehr gute. die sind schnell, fahren dich gegen einen kleinen aufpreis bis vor die haustür, man kann praktisch überall welche finden, und sind billiger als busse. nachteil: das system ist natürlich chaotisch. es gibt keine fahrpläne. man weiß nie, wie lange man wartet oder wie lange man genau fährt. deswegen setzt sich sowas auch nur in ländern durch, in denen mans mit pünktlichkeit nicht so genau nimmt…

gruß datafox