Hallo!
Wahrscheinlich werden alle Experten die Augen bei der Frage verdrehen, aber als „Lackier-Laie“ stell ich sie trotzdem mal 
Habe einen (etwas verbeulten) Peugeot 205, Edition Roland Garros. Nun ist mir vorhin die glorreiche Idee gekommen, dass der in Silber ja bestimmt auch cool aussehen würde. Laienhaft hab ich in Gedanken mein Auto bißchen abgeschliffen, die Fenster mit Zeitung und Klebeband abgeklebt, mir 20 Sprühdosen gekauft und losgelegt… voilà! Perfektes, neues silbernes Auto! 
Ok, wie geht´s wirklich? Kann ich sowas überhaupt alleine machen oder muss ein Profi ran? Was kostet das und kann das überhaupt gut aussehen?
Besten Dank im voraus
Schönen Gruß
Andre
Hallo Andre,
Spraydosen sind für kleinere Lackreparaturen gedacht. Bei größeren Flächen erhältst Du damit nur ein unansehnliches und scheckiges Ergebnis. Schon der stetig abnehmende Druck der Spraydose erlaubt kein ordentliches Arbeitsergebnis.
Um ein Auto umzuspritzen, ihm also eine ganz andere Farbe zu verpassen, reicht ein bißchen Abkleben der Fenster nicht, insbesondere dann nicht, wenn die Fenster in Gummi gefaßt sind. Da hilft nur Ausbauen aller Fenster, sonst sieht man hinterher Ränder der alten Farbe. Einstiege, Flächen unter Schlitzen, Kofferraumflächen, ach Flächen ohne Ende, die letztlich die komplette Demontage des Fahrzeugs verlangen, um beim Umspritzen die Chance auf ein ordentliches Arbeitsergebnis zu haben.
Dann ist es auch nicht mit „ein bißchen Überschleifen“ getan. Du schleifst, bis die Arme lahm werden, dann kommt Füller und Grundierung drauf, dann erst der Lack, den man vorher auf die richtige Viskuosität einstellt, um ihn dann mit gleichmäßigem Arbeitsdruck zu verarbeiten. Ich habe früher etliche Autos gespritzt und weiß deshalb, daß die Sache ohne Übung gründlich schief geht. Außerdem brauchst Du einen geeigneten Raum. Das kann man nicht am Straßenrand machen und auch die übliche Garage ist viel zu klein, nicht ausreichend belüftet und vor allen Dingen nicht ausreichend staubarm. Da kann man sich mit Wasser auf dem Fußboden und wasserbenetzten Planen an den Wänden helfen. Wer keinen leistungsfähigen Kompressor mit Druckbehälter hat, kann sich mit Druckluft in Leihflaschen helfen.
Wenn Du an diesem Aufwand wesentliche Abstriche machst, kommt nur teurer Murks heraus. Die Hauptsache ist aber: Üben! Sogar der Umgang mit einer Spraydose will gekonnt sein, um eine gleichmäßig glänzende Fläche ohne Lecknasen zu erhalten.
Überlasse das Lackieren einem Geübten mit professioneller Ausstattung (natürlich nicht mit der Spraydose!). Der größte Aufwand liegt ohnehin in den Demontage- und Abklebearbeiten und in der Schleiferei. Das kannst Du selbst machen. Bis Du die nackte Karosserie vor Dir hast, Fenster, Armaturen, Verkleidungen raus sind, bist Du mit Schleifen und Schrauben etliche Tage beschäftigt. Wenn Du bei der alten Farbe bleiben willst, wird es aber deutlich einfacher.
Gruß
Wolfgang
Hi,
im Prinzip gehts schon so, aber wenns auch nur halbwegs nach Auto aussehen soll (nach dem lackieren), empfehle ich doch dirngend die gelben Seiten… 
Mit einer Spraydose bekommst Du nie ein gescheites Ergebnis, deshalb sind die ja auch so klein-> eben für kleine Ausbesserungen gedacht.
Gruß,
Micha
Hallo Andre,
auch mit Sprühdosen kann mann auf größeren Flächen ein „einigermaßen“ vernünftiges Ergebnis bekommen. Aber das ist sehr schwer, für größere Flächen sind die halt nicht gedacht. Ich habe schon beispielsweise eine Motorhaube damit lackiert, das geht gerade noch, aber ich mache sowas öfter. Das ganze Auto ist sehr,sehr problematisch, und wenn Du keine Erfahrung im Umgang damit hast, hast Du keine Chance auf ein akteptables Ergebnis. Silber, teilweise matt, teilweise mit Nasen und Falten sieht mit Sicherheit viel schlechter aus als die Originalfarbe, selbst wenns lila währe.
Ein so lackierters Auto könntest Du auch nie mehr zu einem venünftigen Preis verkaufen oder in Zahlung geben.
Gruß elmore
Schade.Naja,Arbeit gespart
Besten Dank
(oT)
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Wie Wolfgang sagte: Viel Klebearbeit…
…wenig Lackieren.
Unser Lackierer braucht für dieses Firmenmotiv einen Arbeitstag (8h) zum Abkleben, 2h zum Lackieren…
http://de.photos.yahoo.com/bc/lischerd/vwp?.dir=/Son…
gruß
dennis
Alternative Rollen
Hallo,
hatte mal einen 12 Jahre alten Peugeot 304.
Mir hatte damals die Farbe auch nicht gefallen, und so ging ich hin, kaufe mir 1 Topf(800ml) ! Farbe, ein paar gute Rollen und los gings.
Wenn die Garage einigermaßen staubtrocken ist, und man nicht hypergenau mit der Lupe schaut, ist das Ergebnis garnicht so schlecht. Ein Kollege von mir hat das auch gemacht, hat allerdings den teureren Boots-Lack gekauft, der hat den Vorteil, du rollst ihn auf, 1/4 qm-weise, und wenn der viertel qm fertig ist, fängst Du nochmal an, leicht drüberzurollen, der Lack läuft super, das heißt, der läuft nur ca. 1/2 - 1 mm und Du hast eine superglatte Oberfläche. Nachteil Bootslacke gibt es nur in wenigen Farben