Hallo Wolfgang,
Deine anfänglichen Bemerkungen gefallen mir und in vielem stimme ich Dir zu. Allerdings sind Deine Bemerkungen zum Schluß nicht gerade hilfreich bzw. fundiert. Wie ich bereits erwähnt habe kommt es darauf an was man will.
Ich stimme Dir aber soweit zu, daß Leasing beileibe kein Allheilmittel ist und das leider viel Mist den Kunden erzählt wird.
Aber jetzt der Reihe nach.
Hallo Friedrich,
die Idee, kein Eigentum zu erwerben und statt dessen nur einen
monatlichen Betrag für die Nutzung zu zahlen, die Liquidität
und Kreditlinie nicht durch eine größere Zahlung zu belasten,
hat viel Vernünftiges, egal ob privat oder geschäftlich.
Stimmt.
Das private Fahrzeugleasing funktioniert allerdings i. d. R.
nicht ohne Einmalzahlung, so daß das Liquiditätsargument für
den Privatier entfällt.
Dies trifft aber im gleichen Maße für eine Fahrzeugfinanzierung zu. Ob eine Einmalzahlung oder Sonderzahlung geleistet werden muß hängt alleine von der Bonität des Leasingnehmer und der flexibilität der Leasinggesellschaft ab.
Ferner gibt es keine Fahrzeug-Leasingverträge auf reiner
km-Basis, die also unabhängig vom Zustand des Fahrzeigs nur
den km-Stand bei Rückgabe berücksichtigen.
Na das ist jetzt aber sehr pauschal was Du da schreibst. Auch bei einem eigenen Auto trifft das zu. Schlechter Zustand = schlechter Wiederverkaufspreis. DAS Risiko trägt jeder selbst.
Aber:
Entspricht das Fahrzeug am Ende der Laufzeit einem den gefahrenen km entsprechendem Zustand so trägt die Leasinggesellschaft das Restwertrisiko. Also gute Pflege = kein Risiko für den Leasingnehmer. Allerdings versuchen viele Händler/Leasinggesellschaften am Ende der Laufzeit den Leasingnehmer (durch anfänglich falsch kalkulierte Restwerte bzw. um die Leasingraten klein zu rechnen) noch entsprechende Zahlungen aufzubrummen. Hierbei gibt es dann die Differenzen die oftmals bekannt werden und die dafür sorgen das Leasing einen schlechten Ruf hat.
Damit taucht für
den Leasingnehmer ein Restwertrisiko auf. Ich leiste umgehend
Abbitte, wenn Du mir auch nur einen einzigen Leasingvertrag
zeigst, der den Fahrzeugzustand zum alleinigen Risiko der
Leasinggesellschaft macht.
Wie geschrieben: Entspricht der Zustand des Autos dem Zeitwert trägt die Leasinggesellschaft das Risiko. Dies gilt aber nur für km-Verträge.
Bei Teilamortisationsverträgen trägt der Leasingnehmer das Risiko. Kommt halt wieder darauf an was man will.
ABER: Für den Zustand eines Autos ist IMMER der Besitzer zuständig bzw. verantwortlich!!!
Je nach erreichtem Versicherungsrabatt kann die obligatorische
Vollkaskoversicherung für das Leasing-Fahrzeug zur erheblichen
Belastung werden.
Zum Vergleichen: Wenn man einen Neuwagen kauft und dieser wird bei einer Bank finanziert, was meinst Du was die Bank als Sicherheit will? Kaufst man ein altes Auto geht es auch ohne. Aber das braucht/kann man auch nicht leasen.
Steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit
Fahrzeugleasing hat der Privatmensch nicht. Er kann
Sonderzahlung und Leasingrate nur aus bereits versteuertem
Einkommen bezahlen. Dies zusammengenommen, ist Leasing für die
private Nutzung ein teurer Werbegag.
Dies trifft aber auch auf Finanzierungen zu.
Wenn man es nicht gar zu ungeschickt anstellt hinsichtlich
Modellauswahl und Fahrzeugzustand, erhält man für die
Größenordnung einer Leasingsonderzahlung ein
Gebrauchtfahrzeug, daß sich problemlos im nächsten Frühjahr
mit nur geringem Verlust wieder verkaufen läßt.
???
Selbstverständlich ist es zu schaffen, jemandem das
Privatleasing als lohnenswert vorzurechnen,
Wen jemand richtig kalkuliert braucht er sich nichts vorrechnen zu lassen. Dann vergleicht er selber und sucht die günstigste Variante aus. Da man bei privatem Leasing nur die tatsächlich entstandenen bzw. entstehenden Kosten vergleichen muss (keine Steuerersparnis etc.), geht das relativ einfach.
wenn ich die
Vollkaskokosten dezent nicht erwähne
Dann muss man sich halt die Verträge anschauen. Dort wird immer auf die Vollkasko verwiesen.
und das eben doch stets
vorhandene Restwertrisiko verschweige. Im Fall des
Fragestellers für eine Zeit von nur wenigen Monaten läßt sich
Leasing nicht schönrechnen.
Stimmt, aber der Fragesteller hat auch klar geschrieben, daß er KEIN Auto kaufen will. Also bleibt ihm nur Mieten als Alternative und dazu habe ich ihm auch geantwortet. Wenn er dann aber die Frage stellt: Mieten ist mir zu teuer. Gibt es Alternativen? Dann kannst Du ihm ja den Kauf eines gebrauchten Autos vorschlagen.
Aber auch für die üblichen
Laufzeiten von 2 oder 3 Jahren hat der Leasingnehmer die
Größenordnung des halben Fahrzeug-Neuwertes bezahlt.
Und das finanzierte oder bar bezahlte Auto hat die Hälfte an Wert verloren! Wo ist der Unterschied wenn das Auto verkauft werden soll?
Das soll
für den Privatmann vernünftig sein?
Das ist nie vernünftig. Aber was soll man machen wenn der Nachbar schon wieder ein neues Auto hat?! *ggggg*
Das ist Irrsinn. Das
Zustandekommen derartiger Verträge ist nur erklärbar, weil bei
vielen Menschen der Verstand aussetzt, wenn sie die Chance
wittern, sich ans Steuer eines fabrikneuen Fahrzeugs setzen zu
können.
Das gilt auch und schon wieder bei einer Autofinanzierung.
Tatsächlich sind die Kosten so hoch, daß oft die ständige
Taxi-Nutzung billiger wäre.
Dies ist ein persönliches Urteil von Dir und Deine Meinung. Aber Deine Aussage trifft genauso wieder beim finanzieren zu.
Gruß
Wolfgang
Meine Meinung:
Leasing für Privatpersonen lohnt sich dann, wenn die Leasinggesellschaft über entsprechende Rahmenabkommen mit Hersteller oder Händler verfügt. Die entsprechenden Rabatte an den Leasingnehmer weitergibt und dadurch das Leasing günstiger wird und zwar günstiger als beim finanzieren.
Oder:
Der Kunde will z. B. nach 3 Jahren absolut nichts mit dem Auto zu tun haben. Dann ist der km-Vertrag richtig.
Ansonsten kann man das Auto auch finanzieren und/oder Finanzierung mit Schlußrate abschließen. Da wird die Rate nämlich auch kleiner.
Gruß
Friedrich