kennt Ihr das: auch wenn der vierrädrige Freund oft nicht so wollte wie man selbst, so ist er einem doch nach einger Zeit irgendwie ans Herz gewachsen…
Hintergrund: eigentlich fährt ja mein Polo noch. Die Frage ist, bei 120Tkm und 16 Jahren Alter, wie lange… Nun habe ich die Gelegenheit einen Polo mit 16Tkm fast geschenkt zu bekommen! Ich wäre schön dämlich diese Gelegenheit nicht zu nutzen. Aber da ich mir keine zwei Wagen leisten kann, muss mein Kleiner wohl dran glauben. Das fällt mir um so schwerer, wenn ich an die vielen schönen Momente denke, die wir zusammen erlebt haben (Urlaub, etc…).
Also, kennt Ihr das Gefühl, bei der Verschrottung eines Autos einen Freund zu verlieren? Wie war’s bei Euch?
Also, kennt Ihr das Gefühl, bei der Verschrottung eines Autos
einen Freund zu verlieren? Wie war’s bei Euch?
Hallo,
verschrottet habe ich noch keines. Vor 1 Jahr habe ich aber wegen Geburt des zeiten Kindes meine geliebte Jugendsünde Lancia Dedra Integrale nach 9 Jahren und 170000 km verkauft.
In gute Hände zwar, aber ich leide heute noch.
Glaube mir, wenn Du nachts um 2 bei -5°C und Schneefall einen Motorschaden auf der Autobahn erleidest, ist es mit der Liebe schnell vorbei.
Nimm den neuen Wagen und behalte den Schaltknüppel aus dem alten als Souvenir…
Grüße,
Mathias
kennt Ihr das: auch wenn der vierrädrige Freund oft nicht so
wollte wie man selbst, so ist er einem doch nach einger Zeit
irgendwie ans Herz gewachsen…
Hintergrund: eigentlich fährt ja mein Polo noch. Die Frage
ist, bei 120Tkm und 16 Jahren Alter, wie lange… Nun habe ich
die Gelegenheit einen Polo mit 16Tkm fast geschenkt zu
bekommen! Ich wäre schön dämlich diese Gelegenheit nicht zu
nutzen. Aber da ich mir keine zwei Wagen leisten kann, muss
mein Kleiner wohl dran glauben. Das fällt mir um so schwerer,
wenn ich an die vielen schönen Momente denke, die wir
zusammen erlebt haben (Urlaub, etc…).
Also, kennt Ihr das Gefühl, bei der Verschrottung eines Autos
einen Freund zu verlieren? Wie war’s bei Euch?
das Auto meiner Freundin hat sogar einen Namen bekommen. Aus reinem Spaß und weil das Auto in Bayern „lebt“ haben wir es „Gustl“ getauft ))
Mit einem Kollegen zusammen habe ich seinerzeit auch Autos mit Flugzeugen verglichen, wir kamen zu der Meinung daß sein älterer BMW einer DC-10 entspricht, es gab einen Mazda 626 den wir mit dem Airbus A300-600 auf eine Stufe gestellt haben usw. Wäre auch mal ein interessantes Thema für’s Luftfahrt-Brett…
ja, kommt mir auch irgendwo bekannt vor. Habe ja nun schon einige Wagen hinter mir und es eigentlich immer wieder verspürt. Allerdings wird es jedes Mal leichter. Und was die Sache immer enorm mildert ist natürlich die Freude am neuen Auto. Ist dieses ein Stück besser, größer, schöner als das Alte, ist der Trennungsschmerz recht schnell vergessen.
Auf der anderen Seite wird es natürlich immer schwerer, je länger man sich an ein Auto bindet. Meine Frau kann überhaupt nicht rational mit dem Thema umgehen, dass ihr über zwanzig Jahre alter Golf in absehbarer Zeit Geschichte sein wird, und ich sehe es kommen, dass das Ding dann abgemeldet in der Garage stehen bleiben wird. Na ja, vielleicht wird es ja dann für mich zum Hobby, das Ding zu restaurieren
Gruß vom Wiz
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
[…] und ich sehe es kommen, dass das Ding
dann abgemeldet in der Garage stehen bleiben wird.
Hm, ich habe mir als Alternative auch schon überlegt, ob wir ein letztes Mal eine gemeinsame Reise in den Süden unternehmen und ich ihm dann über irgendeiner südfranzösischen Klippe ein Seebegräbnis…
Mein allererstes Auto war ein zum Schluß völlig toter Käfer - da war einfach alles kaputt: Bremsen, Lenkung, Heizung, Karosserie…
Den Wagen zu fahren war echt lebensgefährlich, aber als ich ihn (aus eigener Kraft!) zum Schrottplatz gebracht habe, habe ich Rotz und Wasser geheult - und das, obwohl ein viel jüngerer, besserer und modernerer Nachfolger (na ja, ein C-Kadett halt damals) schon zuhause vor der Tür stand.
Vom Käfer habe ich die Motorhaube abgeschraubt und mitgenommen, die hängt heute noch als Erinnerung in meiner Diele.
Danach hatte ich mehrere Autos ohne allzugroße persönliche Bindungen, und dann mußte ich leider aus gesundheitlichen Gründen (also MEINE Gesundheit, nicht die des Autos!) meinen geliebten 200D W123 verkaufen. Das war mir dann wieder mindestens ebenso schwer gefallen wie damals der Käfer…
Nun, runde 100.000 km in 4 Jahren schweißen eben zusammen!
Dem Auto trauere ich heute noch hinterher, und nochmal würde ich das wohl auch nicht tun.
Wie gesagt: ich versteh dich!
Wenn dein Wagen verschrottet werden soll, nimm irgendetwas mit was dich an das Auto erinnern kann (z.B. das Lenkrad) oder fang an, mit ein paar ausgesuchten Teilen deine Wohnung zu dekorieren (hierfür z.B. geeignet sind Kühlergrill, Rückleuchten o.ä.)
Wenn er aber verkauft wird, putz ihn ein letztes Mal besonders gründlich, fahr an einen schönen Ort und mach viele hübsche Fotos aus allen Perspektiven…
gib ihm eine schöne stelle…
nimm das teil mit zur schrottpresse. die machen ein handlichen paket daraus. quadratisch praktisch gut.
das nimmst du mwieder mit nach hause und stellst es in den vorgaren. ist eine tolle skulptur. und durch die erosionen sieht es jedes jahr anders und besser aucs. es wird auch überwuchert werden etc.
t.
PS:: und damit kommst du auch in den stadtanzeiger. bestimmt!
Habe heute noch mein erstes Auto: Den alten Toyota Starlet von 1983. Mein „Schnuckiputzi“
Habe bis jetzt den Wagen ohne große Schwierigkeiten über JEDEN TÜV-Termin bekommen und zZt fährt meine Schwägerin den Wagen als Winterauto. Es stecken Erinnerungen drin, das Auto könnte ein dickes Buch schreiben darüber. Erste Liebe, Diskonächte, Berlinurlaub, am Baggersee über Sandberge… die erste richtige Clique mit sinnlosen Nachtaktionen… Wettrennen durch die Stadt, Pizzaausfahren als Nebenjob zur Ausbildung…
Selbst für die Marokkofahrt 2001 habe ich nochmal neue Kupplung und Bremsen reingemacht, obwohl meine Kollegen eine Kiste Sekt darauf verwetteten, ich lasse Ihn in Marokko.
Jetzt sind 240 000km auf dem Tacho und der Zustand ist immer noch so, daß ich ihn jederzeit als Zweitwagen für mich nehmen würde, wenn meine Frau den großen braucht (fürs Baby; wir „üben“).
Mittlerweile ist jedoch (bei mir) alles zu spät: Ich versuche beim TOYOTA-Händler noch Teile zu bestellen, die „kritisch“ sind: Türinnenverkleidung, weil abgerissen, usw.
"Metall"teile (Motor, Blech, Getriebe) bekomme ich jederzeit, da dies ein japanisches Massenprodukt ist und noch in Afrika in Stückzahlen rollt. Der auf meinem PC installierte Ersatzteilkatalog von Toyota gibt mir Übung und Planung im Teile raussuchen und Preise abchecken.
Also ist noch nicht alles aus. Mein Ziel: Ursprungszustand. Wann ?? Weiß ich nicht. Wer mich davon versucht abzuhalten ?? Alle Libanesen und Türken, die Ihre Zettel an die Türe klemmen und kaufen wollen. Wie sie das Schaffen ?? NIE… weil mein Preis lautet: 1 000 000€